Laufbericht vom IX Maraton della cità di Roma am 23.03.2003
Werner und ich sind schon am Fr den 21.03. nach Rom geflogen um in Ruhe am Sa die Startnummern organisieren zu können.
Sa: Die Marathonmesse war eigentlich auch sehr gut organisiert. In kleineren Gruppen wurde man von Ordnern eingelassen – je nachdem ob alle Formalitäten erledigt waren oder nicht – links oder rechts.
Das Startersackerl war ein Asics-Rucksack gefüllt mit T-Shirt, Getränken, Chip, ... und Gutschein für die Pasta-Party. Falls man sich den Inhalt rechtzeitig angesehen hat wurde man am Sa Nachmittag mit einem Bus zu den Warner Village Cinemas gekarrt, wo wir 2 verschiedene Nudelgerichte zur Auswahl hatten + Getränk.

So: Mein erster Marathon! Die Nervosität hält sich in Grenzen – denn ich will nur durchkommen, der Kurs ist schwer und ich weiß noch nicht was mich erwartet. Temperatur ca. 6°C (geschätzt) und leicht windig aber sonnig.
Beim Kolloseum herrscht reges Treiben. Die Läufer sind auch hier in Blocks eingeteilt, der Zugang wird von Polizisten und Wachorganen "streng" kontrolliert. Ich befinde mich im letzten Block. Kein Nachteil dachte ich mir, kann somit nicht zu schnell starten. Die Schmerzen im linken Unterschenkel (vom Training) sind wie weggeblasen. Im Startbereich stehend fällt mir gar nicht auf, dass wir uns unter dem Palatin befinden.
Das Kolosseum alleine schon ist eine eindrucksvolle
Kulisse.
Endlich der Startschuß, bald erreiche ich den Matte der
Zeitnehmung und los geht’s. Habe kalte Hände,
weil es noch sehr kalt ist und ich habe nur die
kurze Dress an – kein Fehler, später hätte ich es bereut. Die ersten km sind
fad, Konzentration um beim Überholen niemanden zum behindern und selber nicht
zu stolpern. Ab dem 5. km geht es dann einigermaßen. Die km-Zeit passt von
Anfang an, fast bin ich schneller als ich wollte.
Die Strecke war sehr gut abgesichert und die Streckenführung äußerst witzig. Über die Autobahn ging es stadtauswärts zur Moschee und dann wieder in die Stadt rein. Nach dem 1. HM fingen die Läufer an auszusteigen. Bei km 26 Sturz, da meine Füße die Schienen nicht beachtet haben - ein Deutscher hat mir aufgeholfen – nix passiert. Die Labstellen (alle 5 km, Schwämme alle 7,5km) waren auch sehr gut organisiert, genügend zum Trinken und ab dem 20. Km gab es auch Früchte. Ich denke es war auch für die Letzten noch genug da. km 30 – da erwartet auch mich der Mann mit dem Hammer, ich entkomme ihm noch kurz, km 34 – es wird verdammt schwer. Nach dem letzten Kontrollpunkt fange auch ich an zu gehen. Wie sehr viele Andere schon vorher. Letzter Kilometer – ich gebe alles was noch geht – 4:05:35 – ich habe es geschafft – mein erster Marathon. Werner (3:31:51) erwartet mich schon im Ziel beim Kolosseum und leitet mich durch die Stationen: Folie, Chip wird abgenommen, Medaille, Wasserflasche, Sackerl für die Finischer mit Getränken und Obst – ich will mich setzen denn mir ist übel. Die Sonne wärmt uns auch ordentlich. Ab ins Hotel...
Mo: kann kaum gehen aber bis Fr sehen wir uns noch die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten an, regenerieren ein bissi und am 06.04. wird wieder in Apetlon gelaufen.
