Wer hätte
gedacht, dass Katzen noch mehr von Menschen bedroht werden, als sie
es ohnehin schon sind? Dabei ist Alltag, dass sie in Spanien verhungern,
da nur TierschützerInnen kastrieren, dass ebendort Katzenkinder
gerade noch gerettet werden vor den Gefahren des Straßenverkehrs.
Nachzulesen bei Tiere
suchen ein Zuhause auf der Seite des WDR, wo wir beispielsweise
unendlich süße
kleine Katerchen sehen. Da fällt es wirklich schwer, NICHT
nachzufragen, ob es auch Flugpaten nach Wien gibt, um so einem kleinen
Kerl zu helfen. Auch die anderen Inserate von deutschen Tierheimen
und Pflegestellen beziehungsweise von Deutschen betriebenen Heimen
in südlichen Ländern zeigen, was ganz "normale"
Grausamkeit und Gleichgültigkeit gegenüber Katzen ist. In
der Welt der Rassekatzen wiederum, die es doch vergleichsweise schön
haben sollen, tummeln sich Massen"züchter", denen es
nur ums vermeintlich große Geschäft geht. Einiges dazu
wird auf der Seite zuechterszene.info
gesammelt und berichtet von kranken Kätzchen und Katzen, die
zu zwanzigst auf 12 Quadratmetern lebten.
Gegen
die Massen"züchter" helfen weder Tierschutzgesetz noch
Hauseigentümer, da tierschutzmäßig erst Katzen verrecken
müssen, bis Amtstierärzte ihren Hintern bewegen. So gibt
es die Geschichte einer Massen"züchterin", der eine
Katze im Käfig!!! neben dem Computer vertrocknete!!!, während
die geistesgestörte Frau Haßmails gegen jene schrieb, die
ihr das Handwerk legen wollten. Bei einer Massen"züchterin"
waren, als sie endlich zumindest den Ort, an dem sie ihr Unwesen trieb,
verlassen mußte, aufwändige Sanierungen der Wohnung erforderlich,
da die Wände mit Urin getränkt waren. Auch diese tickt nicht
ganz richtig, sind nicht nur ihre kranken Kätzchen Legende, sondern
auch ihre Lügen: so behauptet sie, Scottish Fold-Katzen selbst
als wilde Katzen eingefangen zu haben. Darauf angesprochen, geht sie
jedoch nicht auf solche in Tierforen getätigten Behauptungen
ein, sondern bleibt unverbindlich. Jede/r, die/der sich für diese
Rasse interessiert, kann da immerhin gleich stutzig werden, denn alle
Folds stammen von Susie, ihrer Tochter Snooks und deren Nachkommen
Denisla Snowball und Denisla Hector ab...

Baghira,
März 2006
Wie
gesagt, neben all diesem Alltag für KatzenfreundInnen nun die
medial gesteuerte Vogelgrippe-Panik. Von "alles gesteuert"
sprechen gerade viele TierschützerInnen und auch ZüchterInnen,
die vielleicht nicht immer zu den ersten gehören, die skeptisch
sind, wenn "die Medien" beispielsweise behaupten, der Irak
verfüge über Massenvernichtungswaffen. Tatsächlich
erinnern die Kampagnen, die nun gegen freie Tiere wie Katzen und Wildvögel
gerichtet sind, aber doch sehr an alles Mögliche, was uns in
Sachen Terror schon alles weisgemacht wurde. Die österr. Illustrierte
"News" hatte etwa 2001 Titelbilder, wo Mensch in Schutzanzug
mit Gasamaske suggerierte, wir seien von Anthrax bedroht. Nun sehen
wir Kind mit Mundschutz und Katze auf dem Titel, was "Achtung,
Bioterrorgefahr Katze!" bedeutet. Anthrax stammte übrigens
aus Labors des US-Militärs, keineswegs als Bin Ladens Höhle
in Afghanistan.
Auch
die Vogelgrippe-Panik hat Bezug zur internationalen Politik, denn
einerseits ist US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Pharmakonzern
Roche beteiligt, der Tamiflu herstellt. Andererseits sorgt gerade
die US-Politik im internationalen Handel dafür, dass sich nichts
an Massentierhaltung und gefährlichen Praktiken wie dem Einsatz
von Vogelkot als Dünger ändert. Nicht überraschend
ist auch, dass die Organisation für Biodiversität, GRAIN
in Kanada, in einem detaillierten Bericht belegt, dass sich Vogelgrippe
nicht über Zugvogelruten ausbreitet, sondern durch Massenhaltung
von Geflügel, Kot als Dünger und den illegalen, daher auch
nicht hygienisch und gesundheitlich kontrollierten Import von Geflügel.
Die dramatischen Bilder vom "verseuchten" Rügen lassen
vergessen, dass auf einer Nachbarinsel immer genug Viren dank einer
Forschungsstation vorhanden waren.

In
Deutschland blasen seelenlos Landwirtschaftsminister zum Halali auf
die freilaufende Katze, gerne unterstützt von Jägern, die
maximal ihren Hund als nicht jagdbares Tier betrachten, sofern er
schön brav und gehorsam ist. Niemand denkt daran, die Massentierhaltung
einzuschränken, die uns bereits BSE beschert hat. Über kurz
oder lang wird die artgerechte Nutztierhaltung daran glauben, was
sich daran zeigt, dass gerade das robusteste Geflügel nicht ins
Freie darf, um vor vermeintlichen Überträgern, den Wildvögeln,
geschützt zu sein. Tiere und Menschen sind dann gesund, wenn
sie sich in freier Natur bewegen, gut ernährt werden, sich sicher
fühlen können und ärztliche Betreung im Krankheitsfall
sowie alle sinnvollen Impfungen erhalten. Bereits beim Thema Ernährung
ist klar, dass dies auf Millionen Menschen nicht zutrifft, denen zudem
Impfungen meist auch nicht zugänglich sind. Warum wird nichts
gegen den Hunger in der Welt unternommen, warum werden keine billigen
Medikamente für arme Länder produziert? Warum wird nicht
nachhaltige Landwirtschaft gefördert, die der Selbstversorgung
dient, statt Flächen industriell für industrielle Haltung
von Fleischtieren zu nutzen?
Statt
sich all diese Fragen zu stellen, stehen freie Tiere wie der wilde
Vogel und die so gerne herumstreifende Katze im Focus. Unverständlicherweise
vertreten auch Tierschutzorganisationen kaum die Interessen dieser
Tiere, machen wohl eher langfristige Kampagnen, als politisch und
als Tierlobby zu reagieren. Dazu kommen Tierheime, die ohne den geringsten
Anlass empfehlen, Katzen einzusperren - dies in Österreich, wo
keine einzige Katze infiziert ist. Was kommt dann noch alles, wenn
wieder Panik geschürt wird, möchte man fragen? MEINE Katzen
sind freie Individuen, sodass Blume und Baghi ihre Ründchen drehen
dürfen. Sie sind Botschafter der freien wilden Natur, sie vollbringen
jeden Tag aus Neue das Wunder eines freien Wesens, das sich an den
Menschen anschließt, sie kommen freudig nach Hause, schnurren
und schmiegen sich an. Zugleich brauchen sie das Wittern und Schnuppern,
das Erkunden des Dickichts im Wandel der Jahreszeiten, auch das Klettern
auf Bäume, wo die Krähen dann einander verständigen,
um die Katze durch lautes Krächzen zu vertreiben.
Zur
Vogelgrippe-Panik siehe auch meine Texte unter http://www.ceiberweiber.at,
Spalte ganz links, unter dem Bild von Baghira.
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