Die einheimische Bevölkerung von Alaska

 

Der erste große Strom Einwanderer vor zigtausend Jahren (über die damals bestehende Landbrücke zwischen Asien und Alaska) waren die Haidas und Tlingits (die sich im Südosten Alaskas und British Columbia niederließen) und die Athabaskaner (die blieben im Inneren Alaskas).

Die zwei anderen Stämme waren die Aleuten (die sich auf den gleichnamigen Inseln niederließen) und die Inuit (Eskimos), die an den Küsten der Beringsee und dem Arktischen Ozean blieben.

Die Kultur der Haidas und Tlingits war fortgeschritten, sie lebten in festen Niederlassungen mit u.a. großen Gruppenhäusern. Sie waren für ihre ausgezeichneten Holzschnitzarbeiten, besonders Totems, bekannt.

Die Tlingit fuhren mit ihren selbstgemachten Kanu's manchmal sogar bis ins weit südlich gelegene Seattle. Sie lebten von der Jagd und dem Fischfang.

Die Aleuten und Inuit mußten eine wirkungsvolle Hochseefischkultur entwickeln weil sie es in den rauhen Gebieten, wo sie lebten, mit viel strengeren Wintern und kühleren Sommern zu tun bekamen.

Die Inuit waren geschickte Eisfischer. Mit Jadespitzen auf ihren Harpunen pirschten sie sich in ihren mit Häuten bedeckten Kayaks, genannt Bidarkas und Umikaks an 60 Tonnen schwere Wale heran und erlegten diese.

Die Aleuten waren für ihre besonders guten Korbflechtwaren bekannt, die unter den besten in ganz Nord-Amerika zu rechnen sind. Sie gebrauchten dazu das spezielle Attugras von den Aleuten. Die Inuits waren die besten Elfenbein-, Jade- und Specksteinschnitzer; viele leben noch heute vom Verkauf dieser Waren.

Es gab viele Ureinwohner in Alaska bis zum Zeitpunkt, daß der Weiße Mann mit Gewehren, Alkohol und Krankheiten kam und die feinfühlige Umgangsweise der Einwohner mit der Natur zerstörte und ganze Dörfer ausrottete.

Es gab 20000 Aleuten verteilt auf beinah alle der vielen Inseln. 50 Jahre nach der Ankunft der Russen waren weniger als 2000 davon übriggeblieben (das geschah hauptsächlich durch den Einsatz der Aleuten als Zwangsarbeiter für die Russen).

Heute leben noch mehr als 85000 "Eingeborene" in Alaska (die Hälfte davon sind Inuit). Sie sind keine Nomaden mehr sondern leben in Dörfern mit 40 - 4000 Einwohnern. Das größte Zentrum "Einheimischer Alaskaner" ist Barrow.

Heute sind ihre Häuser aus modernen Materialien gebaut und oft mit Öl oder Strom beheizt.

Trotzdem leben heutzutage viele der ursprünglichen Einwohner unter dem Bestandsminimum. Drogen und Alkoholmißbrauch leiden zu einer hohen Todesrate. Im Durchschnitt stirbt alle 12 Tage ein "Eingeborener" an den Folgen von Alkoholmißbrauch.

 

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