Travel Diary 1/2

Hier stehen Auszüge aus meinen Reisetagebüchern.

In welchem Buch willst Du blättern?


 

*Alaska 1998

*Costa Rica 1993 *Hawaii 1995 *Indonesien 1992/93 *Rom 2000

Diary 2/2

*London 1989

 *Mexico 1992 *Paris 1995 *Singapur 92/93 *Sizilien 1998


Auf eigenen Seiten:

*Ecuador Galapagos 2008

*Hamburg 2007

*Hong Kong 2002/03 

*Kapverden 2005

*London 2005

*Malaysia & Singapore (2005)

*Nepal 2002

*Nepal+Tibet 2004

*Nepal 2007

*Panama 2009*

*Paris 2007 (nur Fotos)*

*Paris 2008 (nur Fotos)*

*Pompeji, Herculaneum, Napoli 2007/08*

*Singapore 2001

*Singapore Sangat Island 2008

* Singapore 2009/2010

*Sizilien 2006

*Tanzania

*Tobago (2003)

*Tobago2 (2003)

*Vietnam (2007)


Alaskapage


Belize 1990 (kein Report vorhanden)


Costa Rica Page


Hawaii 1995

Mittwoch, 29.3.1995

Am berühmten Waikiki Strand in Honolulu waren wir heute auch (10 Meter breit und vielleicht 800 Meter lang und voll voll voll voll mit Leuten). Wo der Strand nach 10 Meter Breite aufhört beginnen sofort die großen Hotels. Uninteressant. Habe den Massenauflauf gefilmt, die Füße ins Wasser gehalten und bin wieder weitergegangen. Es gibt viel bessere Strände auf den Inseln.

Samstag, 1.4.1995

Samstag, 1.4., 19 Uhr. Sind gestern in Hilo (Big Island) angekommen und mit Leihauto Richtung dem Punkt, wo die Lava des Kilauea Vulkans die Straße abgeschnitten hat. Gewaltige unübersehbar breite Lavamassen, die vom Berg ins Meer flossen. Nun kann man drüberlaufen. Wir fuhren dann die ganze Strecke wieder retour, denn die Straße ist ja von Lava blockiert. Wir fuhren ins Dorf Vulcano (ein paar Häuser, ein paar Bed&Breakfasts, 2 Geschäfte, 1 Tankstelle), ein paar Kilometer vom Vulcano National Park. Da wollten wir hin. Zimmer finden im Dunkeln war nicht leicht. Voll, voll, zu teuer, endlich. Um $ 71,--/Nacht (auch nicht echt billig) blieben wir im Hale Kilauea B&B.

Wir hörten, daß man im Dunkeln auf der Straße des Nationalparks Richtung aktuellem Lavastrom fahren konnte und dann nur mehr einige 100 Meter gehen mußte um die Glut zu sehen. Etwas später hörten wir, daß die Straße weiter oben abgesperrt war, weil ein Arm des Lavastroms abgezweigt ist nach links und dort die Straße drüberlief. Das war neu. Nur die toxischen Gase wenn die heiße Lava das Meer erreicht (und da parallel läuft die Straße) sind nicht gesund; deshalb war die Straße weit zuvor abgesperrt. Nach dem Essen (sehr teuer, aber aus 3 teuren Möglichkeiten war es eine und wir hatten den ganzen Tag nichts gegessen), um 22 Uhr fuhren wir in den Park und Richtung Meer (der Parkeingang liegt auf 1.200 Meter).

Um etwa 22.45 Uhr (es war stockdunkel außer dem gigantisch klaren Sternenhimmel) kamen wir zur Straßensperre. Das Auto geparkt und zu Fuß weiter. Keine Ahnung hatten wir, wie weit es noch sein sollte. Wir sahen kleine rote Punkte in der Ferne und gingen darauf zu. Der Straße entlang im Finstern. Wir kamen zu einer 2. Straßensperre und einem Parkwächterauto. Auf dem Schild der Sperre stand, daß Zutritt strengstens verboten sei, man vor Gericht kommt, Strafe zahlen muß etc. etc. Wir gingen weiter... Die roten Punkte wurde größer; dann sahen wir Licht hinter uns. Taschenlampe. Oh je!! Ich will nicht in den Knast. Die Lampe kam näher. Alles Aufregen um nichts. Es waren 3 Hawaianer, die dachten, daß wir die Parkwächter seien. Wir entschlossen uns dann doch um umzukehren. Es war inzwischen schon 1 Uhr früh, es war warm, kein Wasser, müde. Um 3 Uhr 15 waren wir im Hotel!

Heute um 8.15 Uhr aufgestanden, Frühstück, zusammengepackt und was zum Mampfen kaufen. Dann in den Nationalpark gefahren. Heute wollen wir mehr fahren als gehen. Zuerst schauen wir vom selben Punkt hinter dem Vulcano House, wo wir gestern aßen und in die dunkle Nacht schauten, hinunter und sehen plötzlich unter uns der Riesenkrater des Kilauea und darin der Krater des Halemaumau (1982 letzter Ausbruch). Es war ein unvorstellbarer Ausblick. Der Dampf stieg an manchen Plätzen nach oben; man sah Kraterwände und Menschen auf Wanderpfaden im alten Kilauea Krater (ohne Fernglas kaum zu erkennen - wie Ameisen). Das Vulcano House selbst steht direkt am Kraterrand. Wir fuhren mit dem Auto weiter, stoppten hie und da um uns Krater (es gibt hier unzählige kleine und größere), Lavaströme (mit Jahreszahlen versehen) u.a. interessante Dinge anzusehen und natürlich zu filmen.

Dann zweigten wir ab auf die Straße, die wir gestern Nacht Richtung längstem Lavastrom genommen haben. Nun sahen wir erst in was für einem Gebiet wir unterwegs waren: Lavaströme, teils mit neuem Pflanzenwuchs, tiefe Abhänge und und und. Natürlich wollten wir sehen, ob die Straßensperre von gestern noch am selben Platz war. Und das war sie nicht! So konnten wir gut sehen, welchen Abstand wir letzte Nacht gelaufen sind. 11,2 Kilometer. Jetzt konnte man bis etwa 50 Meter vor den Punkt, wo die Lava über die Straße fließt (man sieht sie nicht echt bewegen, das geschieht unter der Kruste).

Bei Tag ist das auch interessant, nur man sieht nicht viel mehr als Rauch und Wolken beim Wasser und schwarze Lava am Abhang. Es war warm und meine Sonnenallergie hat auch angefangen. Hurra!! Ist mir schon echt abgegangen....

Um 19.30 Uhr gingen (fuhren) wir essen in den uns empfohlenen Golf Club, aber es war weder billig noch sonderlich gut. Um 21 Uhr etwa gings natürlich wieder Richtung Lavastrom. Mal sehen, ob die Sperre am Abend dieselbe ist wie am Tag. Und tatsächlich: heute schon. Wir konnten glühende Lavaströme am Berghang, kleinere Explosionen und schließlich den Kampf der Feuergöttin Pele mit ihrer Schwester (die Meeresgöttin) live von 50 Meter Abstand sehen, filmen, fotografieren und mit dem Fernglas bestaunen. Ein Naturschauspiel sondergleichen! Auf Bilder so wie diese habe ich schon lang gewartet! Was ist der Mensch doch ein Armutschgerl gegen die Kräfte der Natur!! Dann begann es zu schütten und bevor wir noch beim Auto waren, waren wir durch und durch naß. Zurückgekommen ins Hotel sind wir um Mitternacht. Die Augen schauen übers Kreuz. Frühstück 7 - 8 Uhr. Nun ist's 0.45 Uhr. Wann werde ich mal ausschlafen?!?

Sonntag, 2.4. 1995, 20.15 Uhr

Um 7 Uhr durch Gerede (man hört in diesem Haus alles) aufgeweckt. Unter uns ist der Wohn/Frühstücksraum. Um 8 Uhr zum Frühstück. Papaya mit Zitronensaft, Ananasstücken & Macadamia Nuts (eine herrliche Nußsorte), French Toast, Marmelade (selbst gemacht), Bacon, Kaffee und frischer Fruchtsaft. Luxus! Und soviel man runterbringt.

Die Deutschen, die viele Wanderungen gemacht hatten waren beim Aufbruch und wir hörten zum 1. Mal vom Trail zum Pu'u O'o, dem jetzigen aktiven Krater, dessen Lava wir schon gestern und vorgestern Richtung Meer und ins Meer fließen sahen. Wir fragten noch jemand und wußten zum Schluß daß der normale Trail einen Tag in Beschlag nimmt und der Abkürzungstrail etwa 8 Stunden. Ich mußte dorthin, unbedingt; wollte in den Krater reinschauen, den Lavasee kochen sehen (falls man bei Tag überhaupt was sieht; so schnell fließt die Lava momentan auch nicht).

Wir die Eingangsstraße zum Trail gesucht und außer Schlaglöchern, Lacken und Steine, die allesamt nicht so gesund für einen simplen Leihwagen sind, nicht viel gesehen. Dann nach lang verkehrt fahren endlich.

Es war schon 11.45 Uhr. Mit Wasser, Photoapparat, Kamera, Fernglas (Dokumentationen sind mir wichtiger als Essen...), 2 Bananen und Jeans bzw. Regenjacke im Rucksack (liefen natürlich in kurzer Hose) in den Riesenfarnwald hinein. Alle halbe Stunde kurze Pause. Über und unter umgefallenen Bäumen drüber bzw. untendurch, durch Gatsch auf dem schmalen Pfad entlang. 2 Stunden lang. Dann plötzlich der arge Kontrast. Weiße Baumskelette auf grünem Untergrund und daneben ein riesen Lavafeld soweit der Blick reicht. Und natürlich auch dessen Verursacher: der Pu'u O'o. Der kegelförmige Seitenkrater des Kilauea rauchte und sah majestätisch aus. Und es war schon 14.30 Uhr... Wir wußten, daß man hin und zurück zum Blick in den Krater 3 Stunden über das Lavafeld laufen mußte. Es war kaum vorstellbar, daß dies zu tun ist. Der aktivste Vulkan der Erde und dann zum Kraterrand?? Oder wo mußte man sonst hin.

Viele Markierungen sah man nicht zwischen den Felstrümmern aus 2 verschiedenen Sorten Lava. Das Gehen war schwierig. Die Lavalagen brachen entzwei oder verrutschten. Man konnte so in ein Loch fallen. Wie tief sind die Löcher? Wie dick und stabil ist die Lavaschicht? Am Kraterrand selbst würde ich nicht gehen. Aber auch wenn nun eine Eruption in die "falsche Richtung" stattfinden würde, wir wären viel zu nahe um wegzukommen. (Die Lava auf der wir uns befanden war von 1982 oder so, las ich später). Der Hauptlavstrom lief genau auf der anderen Seite Richtung Meer. Wir kletterten über die teils messerscharfen Steine, Blöcke, Ströme usw. aus Lava. Schwarze, rote, gelbe Farben.

Um 15.30 Uhr waren wir noch keine 100 Meter weiter und mußten wohl aufgeben. Das tat weh! Wären wir nur früher weggegangen! Hätten wir doch schon gestern von diesem Weg gehört. Aber es hatte keinen Sinn. Wir hatten noch dieselbe Strecke zurück vor uns, die wir bis jetzt in 3,45 Stunden gegangen sind. Um 18.45 Uhr ist es finster.

Wir gaben unser Letztes und um 18.30 Uhr waren wir zurück beim Auto. Fix und fertig. Die Füße laufen jetzt im Sitzen noch. Die Dusche tat besonders gut und unsere (miese) Kondition ist jetzt wohl auch was verstärkt. Die 2 Geschäfte im Dorf waren zu, d.h. wir hatten noch eine Dose Fruchtsalat. Das wurde unser Abendessen. Hier in der Gegend ist alles so teuer, wir müssen die letzten 3 Tage sowieso schon viel zu viel an Essen, Schlafen und für das Auto zahlen. Darum wird jetzt geheiat. Morgen beim Frühstück essen wir dann doppelt so viel. Ich beginne zu schielen, die Augen fallen zu! Ich gehe mit meinen Gedanken zurück zum Pu'u O'o und stell mir den Lavasee vor....

Montag, 3.4. 1995

Heute machten wir einen Hubschrauberflug über das Vulkangebiet. Nach dem Abheben machte der Hubschrauber eine scharfe Drehung nach rechts (mit der Schnauze nach unten) und ich war froh, daß ich nicht vorne saß. Mir war hinten schon komisch genug im Magen bzw. Kopf. Aber was wir zu sehen bekamen war phantastisch.

Der Kilauea mit Halemaumau Krater u.a. Krater; Lavaströme aller Art und natürlich meinen Favoriten, den Pu'u O'o. Wir flogen über dem Krater und sahen hinunter dem Rauch entgegen und roter Glut hie und da. Die Lava ist an der Oberfläche erstarrt und fließt unterirdisch weiter. Bei Tag sieht man davon nicht viel. Der große Ausbruch ist auch schon wieder einige Zeit her (1984 oder so), nur die Lava fließt unaufhörlich Richtung Ozean. Bis dorthin ist auch noch ein schönes Stück Weg zurückzulegen.

Nun sah ich erst, wie gefährlich nahe wir gestern waren. Die Deutschen, die echt am Kraterrand waren, waren (wie ich erst heute morgen erfuhr) Vulkanologen mit Sondererlaubnis... Wir nicht!!


Indonesien 92/93

19.12.1992 (noch in Singapur):

9 Uhr Tagwache und packen. Katastrophal!! Pass nicht gefunden! Ich habe ihn zu gut versteckt u. wusste nicht mehr wo! Übrigens ist der Rucksack jetzt schon schwerer geworden. Dann ohne grosses Gepäck in die Orchard Road und alle beide haben wir ordentliche Schuhe gekauft. Dann um 14.30 beim Hotel u. mit Bus zum Flughafen. Keine Platzprobleme.

Von Singapur ging's in 1 Std. 20 min. nach Jakarta, der Hauptstadt von Java, 883 km weiter südöstlich. Beim Zoll in Jakarta lang gewartet. Beim Einchecken für den Weiterflug nach Bali auch. Wir sitzen nun im Airbus 300/600 von Garuda Indonesia. 19.58 Uhr. Eben einen Saft bekommen. Gegessen haben wir auch noch nicht viel. 1/2 Baguette pro Kopf. Es ist hier schon wärmer als in Singapur. Um die 30 Grade. 1 Std. 20 dauert der Flug +/- 870 km nach Denpasar/Bali. 21.15 Uhr: Das Essen war nicht so einmalig!

20.12. 9.30 Uhr Sitzen im "Restu Bali" Legian Beach, dem Ort, der mit Kuta zusammengewachsen ist. Kuta ist ein Hotel neben dem anderen. Hier ist's auch nicht besser. 20 $ US + 15.5 % incl. Früh- stü-ck. Wir bezahlen nach Verhandeln (KLM bla bla) nur 20 $. Haben gesagt, dass wir 7-9 Tage bleiben, sonst wollten sie kein Zimmer hergeben. Es ist kurz vor Weihnachten. Müssen das ändern, denn was tun wir hier so lange?!? Dann sehen wir vom Rest Bali's nichts mehr. Hier gibt's angeblich keine Palmen u. die Strömung im Meer ist gefährlich. Wegen dem Swimmingpool bleib ich nicht hier! Haben Dusche und Mandi (Plastikschüsselchen, mit dem man sich das Wasser aus einem Trog drüberschüttet = duschen. Kann morgens saukalt sein!) und Moskitos. Um 1/2 4 Uhr schlafen gegangen u. um 8 Uhr das erste Mal wach. Eine halbe Stunde später aufgestanden u. geduscht. Jetzt Ortserkundung.

14.45 Uhr: Es ist glühend heiss u. wir liefen in die falsche Richtung durch die Hauptstrasse. Verkehrte Richtung = Reisfelder statt Strand. Überall laufen dir Leute mit Uhren, Taschen, Bändern etc. etc. etc. nach u. geben nicht auf, dir was anzudrehen. Haben Bus gebucht für 23.12. nach Ubud (Landesinnere). 14.000 Rupiah f. 2 Personen (10.000 R=53,90 S) Dort ein Zimmer reserviert für 2.0000 Rup. Hier bezahlen wir für 4 Nächte 160.000 Rup. 19.25 Uhr Waren im Swimmingpool u. dort wasserdichtes Gehäuse der Videocamera getestet. Meine Nerven!! Hat funktioniert! Danach an den Strand 350 m von hier. Viele Leute, keine Baueme, 27 Grad Wassertemperatur. Massage, Drinks, Maniküre - Leute. Lästig!! Der Boden im Meer war ganz sacht. Sonnenuntergang leider durch Wolken vereitelt. Aber Abendrot ganz toll. Durch die Palmen. Sind essen gewesen in einem Barbeque Seafood chinesisch europäischen Restaurant. War grausig u. nicht billig. Fisch schmeckte nach nix u. Pommes Frites auch nicht. 24.800 Rup. Dann noch ein Sprite im Hotel (1.000 Rup) und um 1/2 12 Heia. 21.12. Heute wollen wir uns ein Radl ausleihen und gen Norden radeln. Auf vielleicht unberührte Strände. 2 Radln für 5.000 Rup/ Kopf/Tag. Mountainbikes. Am Strand entlang geradelt. Das ist nicht leicht!! Man liegt schnell auf der Schnauze. Bei kleiner Hütte gerastet u. Wasser "gesoffen", baden gegangen und mit Händen u. Füssen mit den älteren Besitzern der Hütte geredet. Bis zu 15 km nördlich in ein Hotel geradelt und Eistee getrunken und mit Personal gequatscht. Auf "normaler" Strasse zurück vorbei an Reisfeldern, Palmen, Tempeln Super! Heiss!! Und mein Hintern....!!!! Fürchterlich Aua! In Bäckerei gestoppt-nicht besonders gute Sachen. Scho-koladepasta mit Bäh! Geschmack, Brot für die Fisch (mit guten Zähnen), 2 Espresso im Packerl - die waren gut. Um 17 Uhr wieder in Kuta angekommen und Radln zum Bungalow mitgenommen. Nun sind wir das Ortsgespräch. Tragen die 2 Idioten die Fahrräder durchs Hotel durch anstatt sie vorn zu parken. Nun ja, wenn sie weg sind, müssen wir sie zahlen! Zum Sonnenuntergang gegangen - wieder Wolken! Um etwa 19.30 im Hotelrestaurant gegessen. Billiger als gestern und viel besser. Haben bis 22.30 mit Kadek (Angestellter) geredet. Patrick hat wieder ein Opfer gefunden, mit dem er über Motoren reden kann. Und über Bali, Holland etc. Gut geschlafen bis

22.12. 8.30 Uhr: Nun kam gerade ein Ober, der uns den Bali-Cake bringt, den Kadek für uns diesen Morgen besorgt hat. Kadek selbst ist nicht zu sehen. Zu schüchtern. Der Bali-Cake "zum Kosten" war 2 Teller voll mit Sachen aus Reis und Kokos, teilweise sehr gut. Innen mit Zuckerwasser. Kadek selbst kam auch noch sitzen und reden. Es ist 5 vor 11 und es ist teilweise bewölkt u. kühler. Das macht nichts. 17.00 Uhr Wir sitzen vorm Bungalow. Sind mit den Radln Richtung Süden gewesen. Bis zu einem 5 * Hotel. Dort unter Schirm gelegen. Fürchterlich heiss! Meer super warm. Arge Strömung. Kein Mensch am Strand-alle beim Pool. Strand ohne jeglichen Baum oder Palme (angeblich gerodet, damit sich Diebe nicht mehr verstecken können). Kahl u. heisser Sand zum Fussverbrennen. Die letzte Stunde hat Patrick an Kadek sein Game-Gear erklärt. Der war ganz weg. Er hat uns "Salak", eine Frucht, gebracht. Sehr gut! Aber nun geht's an den Pool etwas abkühlen. Und Sand abspülen. 20 Uhr: Wir haben Air Minum (Wasser) gekauft 1 1/2 l Rup. 1.300,--. Eine Tempelzeremonie haben wir von weitem gesehen. Alle in Sarongs mit Reis am Hirn u. Blumen im Haar - auch die Männer. Jetzt sitzen wir im Hotel u. ich warte auf Shrimp Cocktail + Chicken Sweet Sour. Den Lemonjuice schlürfe ich schon. Aus dem Lautsprecher tönt:"Jingle Bells" u.a. Weihnachtslieder. Morgen ist früh Tagwache: 7.30. Um 9 Uhr geht's nach Ubud.

23.12. 17.25: Uhr Sind in Ubud. Inga Inn 2. Wissen nicht, ob es auch die Unter-kunft ist, die wir reserviert haben. 15.000 Rup./Tag. Morgen ziehen wir um ins DEWI. 9.000 Rup und schöner. Für 3 Tage. Hier sind Touristen, die Preise sind aber billiger. Sprite 700/800 Rup. Die Sony Filmcamera begann zu spinnen. Kein Bild mehr von dem, was ich gefilmt habe. Feuchtigkeit oder so. Nun geht sie G.s.D. wieder. Es gab auch einen tropischen Regen, als wir auf der Strasse sassen und mit einem alten Mann (Ramli) sprachen. Sind im Regen hierher ins Zimmer gegangen. Es gibt nirgends Klopapier oder Handtücher. Aber Tee und Frühstück. Patrick hat Sate' vom Strassenverkäufer probiert. Leichte Magenprobleme danach.

21 Uhr: Sind essen gewesen. Nicht teuer, aber meines nicht gut. Chicken Mushroom (Huhn, Schwammerln) mit Reis waren 3 Fuzzy's (1 cm2) Hühnerknochen mit 1/2 Schwammerl u. viel Kohl u. Grünzeug, das mir nicht schmeckte. Undd Ananas Juice und Omelett mit Bananen und Kokos . Das war gut! Um 9.300 Rup. haben wir zu zweit gegessen. Das Zimmer ist echt nix! Mäusedreck im "Bad", Löcher in den Moskitonetzen vor dem Fenster, kaltes Wasser -zumindest am Abend, Dreck ins Waschbecken hineingefressen, Dreckkörner im Bett + Ameisen. Morgen ziehen wir um. Nach Penelokan (Ort am Vulkan) soll es 60 km sein. Tanzvorführungen gibt's auch. Gleich hier in der Nähe. Wir sind nun kalt geduscht und Pa-trick spielt wieder mal mit dem Game Gear.

24.12. 17.45 Uhr: Sind heute nach gutem Frühstück übersiedelt ins Gayatri zu Nangha. Kein Strom, nur manchmal Wasser. 2 Fahrräder ausgeliehen um 10.000 f. 1 1/2 Tage, aber Patrick hat schon jetzt genug vom Radlfahrn. Reisfelder u. Affenwald angesehen. Bergauf, bergab. Wollen dann für morgen doch ein Motorradl. Wasserspülung für's Klo gibt's keine. Musst mit Kübel Wasser reinschmeissen, falls es rinnt. Nachmittag haben wir in einer Galerie viele Bilder gesehen. Bunt. Alle opfern hier andauernd und ohne Sarong u. Schärpe u. Bluse gibt's keinen Zutritt zu den vielen Tempeln. Auch hier im "Hotel" gibt's einen Familientempel. Gehen jetzt zur Post. Strom fällt dauernd aus. Eine "Dame" kam zu Nangha um zu sagen, dass sie Electricity braucht um für die Christmas-Party zu bügeln. Snob!

25.12. 19.30 Uhr: Sind zurück von "Gewalttour". Gestern billig gegessen. Rup. 7.400,-- zu zweit. Patrick ass Nasi Campung + 2 Pineapple Juice und ich 2x Nudelsuppe und Zitronen Juice. Die erste Suppe war super - nur zuviel Kohl u.a. Blattgatschgemüse darin. Die zweite bestellte ich ohne Gemüse, dafür war sie sauscharf. Danach auf Cola- Arak (Reiswein)- macht blind. Bis 7 Uhr 30 geschlafen, k a l t geduscht - nicht so einfach. Frühstück war Tee und Waffeln (gefüllt mit Käse u. T o m a t e n !) u. Obst (Bananen, Aninas u. Papaya) Wir borgten hier ein "Motorrad" aus für Rup. 10.000,--/Tag + 5.000,-- Versicherung = +/- S 75,--/Tag. Honda Halbautomat 110 ccm. Um 10 Uhr ging's los Richtung Penelokan. Reisfelder, Schluchten, kleine Dörfer, Bambus und Regen. Auch kühler. Plätze, wo kein Wort Englisch gesprochen wird. Haben viel gelacht. Ein Opi mit Hinkebein, Stock u. ohne Zähne wurde von Patrick am Motorrad nach Haus gebracht (3 km) und danach brachten wir ihm seinen Stock (1,5 m lang) nach. Dafür bekamen wir 2 Mangos! Sehr lieb. In Penelokan mussten wir Rup. 600,-- Eintritt für den Blick auf den Kratersee des Vulkans BATUR bezahlen. Man wollte uns wieder allerhand andrehen. Holzschnitzereien, Schachbretter, Shirts, Hosen, Obst etc. etc. Wolken verdeckten den Batur und plötzlich war Nebel überall. Und es goss in Strömen. Warm war's absolut nicht. Wir in kurzen Hosen u. kurzen Ärmeln. Suchten Unterschlupf mit vielen anderen in kleinen Felshöhlen. Kauften uns zwei T--Shirts für Rup. 6.500,-- = +/- S 32,-- für alle beide!!. Dann fuhren wir nach unten in den alten Krater steil abwärts. Rechts und links Lavablöcke u. steile Wände voll gewachsen mit leuchtend grünen Bäumen, Sträuchern u. Gras. Ein Superkontrast zur schwarzen Asche! Auf schlechten Wegen quer durch die Lavafelder hindurch bis wir glaubten, es ginge nicht weiter - aber doch! Hin und wieder eine Hütte, Plantagen u. rechts von uns der Gipfel des Batur - meistens unsichtbar im Nebel bzw. Wolken. Es war ein herrlicher Anblick - die ganze Fahrt hindurch. Dann tauchte wieder ein kleines Dorf auf mit lauter freundlichen, grüssenden u. winkenden Leuten. Nach etwa 1 1/2 bis 2 Stunden kamen wir am Batursee an. Im 1. Dorf waren die Leute absolut nicht freundlich. Wir fuhren die teils steile, gewundene Strasse zurück nach Penelokan, wo wir um etwa 16.30 Uhr ankamen und den Weg nach "Hause" = Ubud fortsetzten. Haben also den Gipfel des noch aktiven Vulkans umrundet. Das sollen nicht viele "normale" Touristen getan haben. Uns war sehr kalt, aber bergab wurde es etwas besser. Viel Sonne gab's heute nicht - mehr Regen. Aber wir hatten dennoch Glück, die wunderschöne, ja, atemberaubende Aussicht zu ge-niessen. In Ubud zurück sind wir einen Seitenweg zu Reisfeldern gefahren u. um 18.30 Uhr - gerade rechtzeitig vorm Dunkelwerden wieder im Gayatri "gelandet". Da wurde mir beim Sitzen richtig heiss im Gesicht. Es brauchte etwas an Überwindung, um sich mit dem Mandi das kalte Wasser schaufelweise drüber zu schütten u. die Haare zu waschen. Ich sitze jetzt ärmellos, es ist angenehm, nicht drückend aber auch nicht echt warm warm. Ausser 2 Keksen, 1 Mango, 1/2 Passionsfrucht (lecker!!) nichts zum Beissen gehabt. Heute ist auch hier Selamat Natal - Frohe Weihnachten, nur ausser Frauen mit meterhohen Opferkörben (Früchte etc.) merkt man eigentlich wenig. Haben im Kul Kul gegessen: 1 Shrimps Cocktail, 1 gute Rindfleisch-Nudelsuppe, 1 Babi Kecap, 1 gegrilltes "Steak" mit guten Kartoffeln, 2x Fruitjuice, 2x gut gut (trr baik) Banana Pancake (Palatschinken mit Bananen + Vanilleeis) um 23 Uhr Heia, Bauchkrämpfe um 1/4 3 Uhr früh (wie gestern) Klogehzeit.

26.12. Um 7 Uhr geweckt durch jemand, der die Thermosflasche mit Tee auf den Tisch auf der Veranda setzte, um 8.20 Uhr aufgestanden, paar Kleider gewaschen; jetzt um 10 vor 10 Frühstück. Banana Jaffels - guuuut!! 19.30 Uhr: Sitzen wieder im Kul Kul. Natürlich wieder Rind-fleisch-Nudelsuppe und gegrillten Thunfisch. Ticket für morgen nach Padangbai gekauft. Um 11.00 gehts mit Bus dorthin. Heut um 1/2 12 sind wir mit dem Motor auf der Parallelstrasse von gestern Richtung Batur gefahren. Bis Kintamani. Toller Blick auf 3 Vulkane!! Teils im Nebel. Ich denke, dass der letzte der Rinjani von der Nachbarinsel Lombok war. Durch Berge voll Grün u. Schluchten wieder bergab, bis es zu regnen begonn. Wir durften Unterschlupf nehmen bei einer Familie. Etwa 45 min, dann hörte es auf. Wieder kein Wort Englisch. Die Bremsen von unserem Rasenmäher auf Rädern spielten verrückt. Zu heiss. Um 18.15 waren wir via einer anderen Strasse wieder in Ubud. Hintern weh und endlich ein Klo! Heute waren wir wieder besonders "sparsam": 500 Rup. für 2 Kaffee und 1.200 für 2 Liter Premium (Benzin). 10.000 für Motor und 9.000 für Zimmer und 16.000 für Essen = 36.700 zu zweit ( S 197,--!)

27.12. Um 7 Uhr wieder Lärm, um 8.30 Uhr aufgestanden, fertig gepackt. Nun warten wir auf den Bus nach Padangbai. Sind gegen 13 Uhr angekommen. Gleich wieder Leute um uns: Zimmer, Uhren, Kleidung; billig billig. Wir sitzen im DARWHA II. Vor 5 Monaten gebaut. 8.000 Rup. pro Tag. Keine Decken, deswegen haben wir das 2. Bett beraubt u. liegen zusammen in einem. Haben den Strand gesucht, aber auf einem falschen Weg langs des Meeres über Steine. Fazit: Meine Lieblingsschlapfen aus USA sind kaputt! Dann über einen Bergpfad nach oben und wieder runter in eine kleine Bucht mit Sandstrand und Palmen. Touristen da und andere Leute, die Getränke u. Ananas anboten. Ich bekam fürchterlich Kopfweh. Haben etwas geschnorchelt u. nach ein paar Stunden auf "normalerem" Weg zurück. Geduscht und später zu Johnny's essen gegangen. Nasi Goreng. Mit Magen oder Luftröhre eines unbestimmbaren Tieres darin. Und fett. Ich ass nicht viel davon! Gingen dann um 22 Uhr Heia. Patrick hatte Durchfall um Mitternacht. Wahrscheinlich wohl von den 1 3/4 Portionen Luftröhre!!

28.12. Um 2 Uhr musste auch ich auf's Klo und um 7 Uhr wurde ich abrupt geweckt. Ein Meter von uns weg ist die Schule u. um 7 Uhr begonnen die Kinder zu schreien und zu singen etc. Um 8 Uhr standen wir auf. Zum Frühstück mussten wir durch das ganze Dorf laufen. Banana Pancake oder Toast + Früchte + Kaffee oder Tee. Dann sind wir durchs Gebüsch um die linke Bai zur "Blue Lagoon". Auch dort Touristen. Liebe Fischi's, Seegurken etc. (unter Wasser!) Ein Verkäufer wollte 50.000 Rup für ein Bambus auf Samt-Bild. Wir brachten ihn auf 5.000 runter!! Um 1/2 2 sind wir auf ganz simplen Weg über den Berg nach Padangbai zurück und ein bissi gejausnet. Banana Jaffle bzw. Omelett mit Toast + zwei Eistee. Hier an der linken Seite der Bai gibt's liebe, ruhige Unterkünfte u. Restaurants mit Fisch für 2.000 Rupiah. Gestern wollte man 1.500 für Wasser - um 1.000 haben wir's bekommen. 1.000 für Klopapier - um 600 haben wir's wo anders gekauft.

29.12. Gestern 3 oder 4x am Klo gesessen. Krämpfe, 3/4 Durchfall. Zuletzt um 3/4 4 Uhr früh! Kaum, bzw. schlecht geschlafen. Noch um ein Haar am Regenguss vorbeigekommen als wir um 17 Uhr zum rechten Strand gingen. Um 3/4 7 waren die Schulkinder wieder lautstark aktiv! Sind kurz nach 8 Uhr beim Frühstück gewesen u. dann ein Bemo gesucht, um nach Amlapura zu fahren. 1 Angebot von einem Fahrer war 30.000 Rup. direkt. HAHA, 1.000 ist pro Kopf die Normalgebühr! Um 3.000 kamen wir mit einigen Stops nach 40 min. dorthin. Bis zu 20 Personen im VW-Bus artigen Bemo!! Übereinandersitzen. In Amlapura noch 1 Stunde gewartet u. dann für 1.000 Rup./Kopf 1 Stunde nach Tulamben, unserem Ziel, gefahren. Langs des Gunung Agung (Vulkan) durch die Lava. Viele Taucher waren dort, um sich das gesunkene Schiff anzusehen. Lavastrand = brandheiss!! Viele Fische ums Wrack. Danach sind wir den Strand entlang in die andere Richtung u. dort abermals an den Felsen entlang geschnorchelt. Relativ starke Strömung. Dann 1 Stunde auf der Strasse gewartet - kein Bemo in Sicht. Dann ist ein Bus gekommen. Übervoll. Für 2.000 nach Amlapura. Strömender Regen. Dort wollten sie uns wieder reinlegen. Einsteigen in ein Bemo. 5.000 Rup. Nein, danke. Aussteigen. Kopf andreschen. Alles lacht. Ha ha. Mir war schwarz vor den Augen. Am liebsten hätte ich alle lachenden Indonesier erschlagen. Ich war stinksauer. Es regnet noch. Neuer Preisvorschlag. Wieder eingestiegen. Um 1/2 7 Uhr abends wieder in Padangbai. Morgen soll's nach Lombok gehen. Mit der Fähre 3 1/2 - 4 Stunden für angeblich 4.000 Rup. Haben Fleisch (zäh!) mit Kartoffeln u. Salat u. Banana Jaffles bzw. Pancake gegessen. Um 22 Uhr Heia.

30.12. 7 Uhr: Kindergeschrei aus der Schule. 8.30 Uhr Überfahrt gebucht. 8.000,--/Kopf inklusiv Fahrt mit Bus von Lembar Lembuan (An-kunftshafen) nach Sengiggi. Um 9 Uhr Frühstück, um 9.30 an Bord. 10 Uhr Abfahrt. Es schau-kelt ganz schön arg. Der Gunung Agung war super zu sehen. Ein Thunfisch ist am Heck schon gefangen. 1 1/2 Stunden sind schon vorbeigeschaukelt. 22 Uhr: Sind in Segiggi/Lombok. Die Überschaukelei dauerte 4 1/2 Stunden. Zu Fuss ist man - glaub' ich - schneller. Mehr als 30 km ist die Strecke sicher nicht. Etwas mies ist mir geworden - aber speiben, so wie diverse andere, musste ich G.s.D. nicht. Angekommen regnete es etwas u. der Bus war schon da. Nur der Chauffeur war ein kleiner Chaot beim Fahren. 1 Stunde dauerte die Fahrt durch Mataram hierher. Ich hab' meinen Kopf wieder richtig gut angedroschen im Bus. Hotels hier waren viele belegt u. nach langem Wandern u. 3 Hotels kamen wir ins Astiti. Grösseres Zimmer für 14.000. Keine Fenster - etwas stickig. Links Engländer und rechts Italiener. Piefkes (lärmend) weiter links. Durch das teure Sengiggi Beach Hotel durch zum Strand gehatscht. Letzte Sonnenstrahlen einge-fangen. Einige Magenkrämpfe hinter mir. 2x am Klo.

31.12.92 bzw. 1.1.93 Happy Lilien. (Frohes neues Jahr) Sind von 22 Uhr bis 2 Uhr mit den englischen Nachbarn Kim und Damian bei Live Musik und Essen und Trinken gewesen. War sehr nett. Auld lang Syne, das typische englische Neujahrslied wurde gespielt u. natürlich auch mitgesungen. Vorher im "Hotel" 3 Stunden mit den Nachbarn gequatscht. Am morgen (31.12.) nach Mataram/Ampenan und Sweta gefahren. Dort in jedem Geschäft nach Sonic Spielen gefragt! Keine Chance. Ein paar Kilometer durch die heisse Stadt gehatscht, alten ausgewanderten Engländer getroffen, gequatscht, weiter gehatscht. Mit Bemo um 15 Uhr wieder zurück. Um 17 Uhr am Strand. Diesmal über Privatbesitz Laguna hin u. via das Sheraton zurück. Schöne Anlage!! Dann noch wieter gehatscht auf den Hügel und Sengiggi Bay von oben gesehn. Guter Anblick! Jetzt ist's 1/2 3 Uhr Früh, 1.1. und Schlafenszeit!

1.1.1993 Um 1/2 9 Uhr aufgewacht in derselben Schlafposition, in der ich niedergeplumpst bin. Auch das harte Bett machte diesmal nichts aus! Gefrühstückt und vorher und nachher auf's Klo gerennt! Kim und Damian sind weggefahren. Wir wollen zu den "unbefleckten" Stränden. Aber die Bemos fahren da nicht hin. Jedenfalls nicht um einen normalen Preis. 30.000 Rup für knapp 5 km. Schlussendlich fuhren wir für 3.000 - aber dann nur 4 km. bis in ein Resort. Viel zu viel bezahlt - diese Schufte! Von dort zu Fuss am Strand entlang u. ein Plätzchen gesucht. Der Schatten, der dringend notwendig war, verschwand immer mehr. Im Wasser Korallen und Steine, Wasserhöhe 50 cm. Aber so traumhaft klar! Später um 3 Uhr sind wir auf ein zu teures Getränk gegangen und schliesslich die 4 km zu Fuss zurück nach Sengiggi. Habe mir die Beine bis zu den Knien verbrannt. Die Videokamera hatte Probleme mit Kondens und später war die Kassette verbogen! PANIK!! Patrick reparierte sie mit einer Büroklammer. 19.07 Uhr Gerade fertig geduscht - herrlich! Die Dusche ist das beste vom Zimmer - den Rest kann man vergessen. Endlich die Hände frei zum Duschen. Das Abendrot leuchtet zwischen den Palmen hindurch und es ist warm. Die Mücken lästig. Sonic-time. T-Shirts kosten hier übrigens 3.200 Rup. = S 17,--!

2.1. Wir mussten um 6.45 Uhr aufstehen wegen dem Bus nach GILI AIR, einer der drei kleinen Inseln im Norden Lomboks. Der Bus um 7.45 Uhr kostet 5.500 Rup./Kopf. Der Bus ist kaputt, wurde uns soeben mitgeteilt. Nun fahren wir - mit etwa 15 anderen- mit dem Boot, das normal 10.000 Rup./Kopf kostet. 3 Stunden soll es etwa dauern. Gestern haben wir in einem Rumah Makan - einem schlichten Restaurant - echt indonesisch gegessen. Rup. 7.200,-- für alle beide. Nasi Ramon: Reis und eine Suppe bzw. Sosse mit Rindfleisch, Sojabohnenkeimen, Hendlhaut oder so - recht gut. Sind nun auf GILI TERAWANGAN angelangt, der grössten der 3 Inseln - doch niemand steigt aus. Kleine Fehlplanung der Reiseleitung. Die Leute wollten auf die mittelste Insel und nicht hierher. Haben wir das auch gesehen. Um 1/2 12 Uhr sind wir auf GILI AIR angekommen. Durchs Wasser mit den Rucksäcken. Hotel GILI Indah um 20.000,-- für das billigste Zimmer! Nein, danke! Sind dann von Rahman, einem Einwohner, mitgenommen worden zur ANJANI-Unterkunft. Ein Haus für uns allein mit Veranda, wenig Licht, Moskitonetz u. Dusche ohne Licht, halb im Freien. Warm in der Nacht. Assen abends privat einen Riesenfisch mit Salat u. Kartoffelsuppe u. Bananen, aber ich musste nach einigen Bissen aufhören. Konnte nicht mehr. Mir war nicht gut. Wir unterhielten uns noch mit den Einheimischen und zwei Deutschen. 1/2 12 Nachtwache.

3.1. Um 3/4 5 Uhr von Klodrang und Muhezzin geweckt. 1/2 Std. später wieder aufs Klo - diesmal wegen Krämpfen. Traumhafter Durchfall. Wieder 1/2 Stunde später letzte Krämpfe u. Durchfall. Dann wenig geschlafen bis 3/4 9 Uhr. Mir war absolut nicht gut! Toast gegessen u. später niedergelegt. Bis 15 Uhr. Dann etwas spazieren gegangen u. geschnorchelt. 2 x geduscht und Sonnenuntergang beobachtet. Sind nun im "Restaurant" mit Tee u. Kaffee und einer Thermosflasche Wasser. Müssen etwas leichtes zum Essen finden. Eine 1/2 reife Kokosnuss bekommen. Bleiben statt bis morgen, bis übermorgen. 21 Uhr Wir sitzen nun eine geschlagene halbe Stunde hier im Gili Indah Restaurant. Niemand bringt uns die Karte, alle schlurfen herum u. schauen uns nicht einmal an. Patrick wird schon böse. Dann endlich hört uns ein Ober. Wir bestellen. Die Literflasche Wasser kommt. "2 Gläser, bitte!" "Oh, Sie wollen auch Gläser?!" Idioten!!

5.1. Gestern war ein K.O. Tag. Schwindlig, matt. Im Hause geblieben. Heute um 6.20 Uhr Tagwache, obwohl die Hähne und der Muhezin mich um 3/4 5 Uhr wieder aufweckten. Habe Halsweh und Schnupfen. Bei der Hitze!! Moskitos sind hier nicht so arg. Dem Magen geht's auch etwas besser. Noch Krämpfe, aber kein Durchfall. Um 8 Uhr haben wir das Boot nach Bangsal am Festland Lombok's genommen. Man nahm mir das Gepäck beim Aussteigen aus dem Boot ab und wollte dann Geld für diese "Dienste". Es wimmelt von Verkäufern. Hier sitzen etwa 20 Leute u. warten auf den Bus nach Mataram. Wir wollen direkt zum Flughafen, denn mit Gepäck in Bemo's oder Dokas geht nicht. Andere Möglichkeiten, um den Rest von Lombok zu erkunden, gibt's nicht. Ausser Auto ausleihen. Linksverkehr u. die Art, wie die Leute hier fahren, verhindert auch das. 11.05 Uhr Sitzen nach Fahrt über Berg u. durch Regenwald am Flughafen. Haben uns geeinigt, um nach BANDUNG auf der Insel JAVA zu fliegen. Es gibt eine Warteliste. Um 12 Uhr wissen wir mehr. 224.000,-- Rup. einfacher Flug. 17.50 Uhr Sind via SURABAYA (1 1/2 Std. Aufenthalt) in BANDUNG angekommen. Ins Melati Hagar Hotel - nicht sauber, Mandi am Gang für 13.000,--. Sitzen nun im Sakadarna in der Nähe um 11.000,--. Nette Leute. Werden jetzt etwas auf Erkundung gehen. Es regnet u. ist Gott Sei Dank kühler als in Lombok.

6.1. Bin gestern abend während des durch die Stadt Laufens kränker u. kränker geworden. Fieber u. schwach u. Schüttel-frost. Vitamin C u. Aspirin gekauft u. relativ gut geschlafen. Frühstück nach eiskalter Dusche um 1/2 10. Bisher find ich Bandung nix. Dreckig, heruntergekommene Häuser u. Gehsteige, Menschen schlafen auf der Strasse. Auf der Hauptstrasse ist ein Geschäft nach dem andern. Sonst hab ich noch nicht viel gesehen von der 2 Millionen Stadt. 18.40 Uhr Sind von 11 Uhr bis vor kurzem durch Bandung gehatscht!! Eine gute Bäckerei gefunden. Fieberthermometer u. Tabletten geholt. Bin müde u. habe eine verstopfte Nase. Meine Filmkamera spinnt. Macht arge scheuernde Geräusche, sobald das Band drin ist. Gefällt mir ganz und gar nicht! Haben auch am Bahnhof rundgeschaut. Zugsverbindungen in die Hauptstadt JAKARTA gibt's fast jede Stunde. Wollen eventuell übermorgen weg. Wenn ich übrigens jeden der grausigen Typen, die mich anstarren, filmen würde, hätte ich schon 5 Stunden Film verbraucht!! Nudelsuppe geschlürft (wieder einmal!). Die Kamera ist echt k.o. Motor oder Transporter kaputt.

7.1. Um 1/2 4 Uhr früh aufs Klo - dann begonn der Muhezzin fast eine geschlagene Stunde lang zu jaulen - ein Irrsinn!! Um 1/2 7 dann aufgestanden u. es dauerte noch eine Stunde, um Patrick dazu zu bewegen. Es sieht nach Regen aus. Sind zum Militärmuseum gegangen. Nach einer Stunde wieder raus u. in eine Bäckerei. Dann zurück in die Unterkunft (man kann echt nicht von 'Hotel' in unserem Sinn sprechen), wo wir nun lesen, liegen u. schreiben. Für einen Besuch des Vulkans ist es zu spät. Es stinkt nach Essen. 'Gekochter Nachbar' oder so was. Sind abends durch die Gegend spaziert, Geschäfte rein und raus, Bäckerei u. letztlich haben wir bei einem Chinesen gegessen.

8.1. 10.55 Uhr: Wir sitzen im Zug nach Jakarta. Wow!! Exekutive Class. Sehr important! Weisse Satinüberzuge der Sitze, Vorhänge, Fussstützen, dunkles Glas, Fernseher u. sogar Moschee im Zug! Nobel! 21.000-,-- Rup./Kopf. Abfahrt 11 Uhr, Ankunft 13.40 Uhr Jakarta. Selamat Jalan! (Gute Reise) 9.1. Gestern sind wir zu Fuss mit Gepäck vom Bahnhof zu einem Hotel. Schleif, schleif. Und dann von 16 bis 20 Uhr herumgeirrt in Jakarta's stickigen, dunklen Strassen. Bis die Knie weich wurden. Das Nationalmonument war um 17 Uhr geschlossen, also konnten wir uns Jakarta (6 Millionen Einwohner) nicht von oben ansehen. Morgen wird der Präsident da Bäumchen pflanzen. In unserer Strasse haben wir dann "gegessen". Pizza so gross wie eine Kaffeuntertasse um 3.000,-- bzw. 3.500,-- Rupiah. Ich ass ein Viertel u. hatte genug. Das Wasser rann mir aus der Nase u. ich bekam keine Luft mehr. Und ausserdem war die "Pizza" fürchterlich grausig! Das Zimmer ist fürchterlich laut. Rolläden 4x/Nacht auf und zu direkt vor unserem "Fensterchen" - als ob die Bude zusam-menfällt, oder als ob eingebrochen wird. Und Patrick bekam in 5 Minuten Zeit mehr Moskitobesuch ab als in ganz Indonesien während der letzten Wochen. Er war auch furchtbar wütend über alles. 10 Uhr: Wir wollen nach "Minimundus-Indonesia", falls wir eine Busstation finden. 19.45 Uhr: Bis vor kurzen weg gewesen. Mit total überfülltem Bus um 250,-- Rup./Kopf nach Cililitan u. von da mit Minibus um 350,-- Rup. nach "TAMAN MINI" Indonesia. 1.000,-- Eintritt u. aus zersplitterter Spriteflasche getrunken. Habe vorsichtig getrunken und ich konnte die Glasscherben noch mit den Zähnen stoppen. Dann mit Schwebebahn übers Gelände, in einige Kopien von indonesischen Häusern hineingegangen: Schuhe aus - Schuhe an. Im Vogelpark gewesen. Patrick entlud seinen Zorn an einem indonesischen Schüler, den er mitten auf der Strasse zusammenschrie.

10.1.:Sitz im Hotel und schwitz. Waren in einem Einkaufszentrum (Sonntags offen!) u. jetzt gehts mit (oder ohne) Bejac zum Bahnhof u. von dort mit Bus zum Flughafen. Gestern war Hustnacht u. Blitz-Donner-Gewitter-Nacht.

11.1.
wieder in SINGAPORE

(der Rest von diesem Bericht ist (noch) unauffindbar.......)


Rom 2000

12. 8. - 15. 8. 2000

Samstag 12.8.:

Es ist wirklich nicht zu glauben, ich bin um 5.15 Uhr putzmunter! Ja logo, ich fahr auf Kurzurlaub!! Und wohin? Nach 18 (!) Jahren endlich wieder in mein geliebtes ROMA!

8.00 Uhr: Ich sitz im Learjet von Niki Lauda, zusammen mit Gerhard. Die Flugzeit wird 1 Std. 16 Minuten betragen und ich warte auf das Frühstück. Mal schaun was im Kurier so alles Neues steht....

8.45 Uhr: Na, das war das Frühstück: Forget it! Trotz dem berühmten Do&Co Caterer... Steinhartes ungewünschtes Rührei in Schinken verpackt. Ein Eckerl Toast mit irgendwas undefinierbarem + Ketchup (igittigitt) drin; Obstsalat, Orangensaft (der war ok) und Semmel und Butter. Letzteres hab ich schon gegessen.

9.05 Uhr: Wir werden gleich landen, wolkenlos, 28 Grad. Auf gehts, Zigarette wutzeln.

10.30 Uhr: Es dauerte beinah länger bis das Gepäck "zur Abholung" bereit war als der gesamte Flug. Typisch. Und überall Rauchverbot. Dann Operation Klosuche: Rolltreppen rauf, Stiegen runter, Gänge hin und wieder her, der neu umgebaute Airport Fiumicino besteht zu 70% aus Rolltreppen und moving belts mit denen man im Kreis fährt. Klo endlich gefunden: kaputt. Bahnhof im 2. Stock auch gefunden, neue Schilder zum Klo. OK, ich folge ihnen und: muß mit dem Lift ins Parterre. Na super!

Der Leonardo da Vinci Express fährt alle halbe Stunde direttissima nach Roma Termini, 17000 Lire pro Kopf. 32 Minuten Reisezeit. Es ist schwül, wann fährt das Ding bald los?! Ich will zu meinen Ruinen!! Und einen Esprosso trinken!

17.50 Uhr: Noch immer keinen Espresso dafür 1/2 Liter Mineralwasser um 5.000 Lire = 35 ATS!! Na ja, wenn man das Zeugs unbedingt vor dem Kolosseum kaufen muß... Aber H2O ist dringend notwendig, es ist heiß in der Stadt.

Sind bei der Trajanssäule gewesen, lang lang (ca. 2,5 Std.!) im Colosseo und dann im Forum Romanum. Füße tun weh. Diesmal alles angeschaut mit 2 erklärenden Büchern dabei, da weiß man wenigstens welche Reste von was man da sieht. Einfach gigantisch! Und jetzt sitzen wir vor einem Cafe und der Ober sieht uns nicht. Was Kühles trinken ist angesagt! Und Hunger hab ich schon lang. Heut Abend wird gefuttert! Erst noch retour ins Hotel und duschen.

22.05 Uhr: Geduscht, frisch und raus in die römische Nacht. Herrlich lauer Abend. Mit Metro zur Piazza di Spagna und dort nirgends ein Restaurant gefunden. Dann nach langem Rumrennen doch ein Restaurant gefunden. La Toreretta, Piazza della Toretta, da find ich wahrscheinlich kein 2. Mal hin so verwinkelt war es dort. Speisekarte sieht gut aus . Ich nehm Fettuccine alla sorrentina (mit rohen Tomaten und Mozzarella) und Bistecca alla griglia mit gemischtem Salat und patate al forno. Der Hauswein ist sehr gut! Mahlzeit. Aber danach endlich den langersehnten Espresso...

Sonntag 13.8.

9.10 Uhr: Das Abendessen gestern war recht gut; bei der Pasta waren die Tomaten in größeren Stücken, und das mir rohe-Tomaten-nicht-ohne-Würg-Runterbringer... Obwohl: ich hab die Hälfte davon gegessen! Nur dann wurde der Geschmack der Tomaten zu arg. Das bistecca war etwas zäh, aber na ja.

Dann noch auf die Piazza Navona. Dort gings vielleicht zu: Menschenmassen! Zeichner, Musikanten und viele viele Leute. Der halbe Platz war mit Leinwänden bedeckt, mit u.a. Siemens-Werbung! Dahinter wurden die alten Palazzi restauriert. Ich suchte "meine" Gelateria fürs Tartuffo (Trüffelspezialität von der Piazza Navona, schon 1982 in Mengen dort genossen), konnte sie aber nicht mehr finden. Dann hab ich eines irgendwo gegessen, das nicht gar so gut war. Und dann war es bereits Mitternacht und wir gingen Richtung Hause. Gingen ist gut. Mir tat alles weh und beim beleuchteten Kolosseum zog ich die Schuhe aus und schleppte mich bloßfüssig weiter. Die beleuchteten Gebäude waren sowieso irr toll, vor allem das Forum des Trajan und der Altare della Patria und natürlich auch das Colosseo.

Um 1.30 Uhr waren wir endlich im Hotel angekommen (die Metro fährt ja nur bis 23.30 Uhr unter der Woche, bzw. 0.10 Uhr am Samstag) und fix und foxi.

Dann geschlafen bis 8 Uhr, geduscht und zum "Frühstück" im Innenhof des Hotels. Tolle Pflanzen, schlechter Kaffee und jetzt probier ich eine Buttersemmel (Marmelade ess ich nicht, mehr gibts nicht).

21.08 Uhr: Um 10 Uhr losmarschiert zur U-Bahn Manzoni. Tageskarte 7000 Lire. Ganz Rom will U-Bahn fahren... Alle vermutlich nach Ostia ans Meer wegen der Hitze. Wir fahren ins EUR und suchen dort das Museo della Civiltá Romana, wir wollen das Diorama vom alten Rom zur Zeit von Kaiser Constantin sehen. Das Museum ist nicht leicht zu finden und das EUR Viertel (Ministerien etc.) ist abgrundtief hässlich! Das Museum hat Reproduktionen von allem möglichen römischen und gibt an, wo in welchem Land und Museum die Originale zu finden sind.

Nach dem Museum gingen wir zum Aussichtspunkt fürs (ehem. olympische) Stadion Palasport wo 2 Stunden vorher noch ein toller Wasserfall zu sehen war. Um 13.30 Uhr allerdings nicht mehr. Aber bald gab es Wasser von oben, nämlich aus den grauen Regenwolken. Aber nur ein paar Tropfen.

Nach einer halben Stunde im Gras gelegen zu haben fuhren wir zur Basilica S. Paolo fuori le Mura. Dort waren Sicherheitschecks aufgestellt; am 15.8. beginnt ein internationales religiöses Jugendsymposium in Rom. Die Polizia und Carabinieri liefen überall rum. Die Basilica ist überladen mit Marmortafeln an den Wänden und goldenen Mosaiken. Danach setzten wir uns in eine Minibar vor der Kirche und aßen ein warmes Panino mit Prosciutto crudo und Käse. Dann begann es zu regnen und alle liefen in Panik kreuz und quer. Die Ober spannten die Schirme ab und deckten sie mit Plastikfolie zu. Es regnete 4 Tropfen... ok, wir gingen dann auch. Mehr als noch 10 Tropfen fielen nicht vom Himmel.

Wir fuhren Richtung Pyramide um die alten Stadtmauern anzuschaun. Und dann wurde ich leicht müde. Fuhren mit der Metro noch zum Circus Maximus, wovon leider fast nix mehr übrig ist. 600 m lang, 200 m breit, muß gigantisch gewesen sein! Auch dort waren Vorbereitungen für das Jugentreffen im Gange, Bühne und Absperrungen wurden errichtet. Was müssen die sich da auf dem schönen alten römischen Grund zu Tausenden versammeln/rumtrampeln?! Der Petersplatz und alle anderen Kirchen wo Kundgebungen stattfinden ist doch gross genug... Noch schnell ein Lemonsoda und dann retour ins Hotel. Ich war hundemüde und legte mich hin (19 Uhr).

Eine 3/4 Stunde später wachte ich auf und duschte und nun sind wir ums Eck vom Hotel in einer Pizzeria. Il Padellaccio 2 auf der Via Manzoni und warten auf die Pizze. Wollten eigentlich nach Trastevere aber so viel Energie hab ich nicht mehr. Morgen dann...

Montag, 14.8.

Die Pizza war annehmbar. Dünner Teig, getrocknete Schwammi und Rohschinken. Ziemlich gesalzen. Vino, viel H2O, Sorbetto al Limone, Averna und Limoncello. Um 23.30 Uhr wieder zu Haus im Hotel und bis 8 Uhr mit Unterbrechungen geschlafen.

Jetzt warten wir aufs Frühstück; dann in den Supermercato gegenüber Prosciutto holen und Wasser; dann Vatikanische Museen, Petersdom, Piazza Navona, Fontana di Trevi, Pantheon. Viel am Programm. Die Füsse brennen noch von gestern. Heut abend aber wirklich nach Trastevere!!

16.55 Uhr: Im Supermarkt nur Wasser gekauft. Dann mit Metro zu den Vatikanischen Museen. Da stand eine unglaubliche Menschenmasse Schlange vor dem Eingang. Über 350 m lang. Nach 200 m schwindelten wir uns dazwischen. Eintritt 17.000 Lire pro Kopf und man folgte den Menschenmassen im Museum drinnen auch noch. Ein Irrsinn soviele Leute. Und heiß! Die Sixtinische Kapelle ist restauriert = sieht dämlich aus mit all den frohen bunten Farben. Und vonwegen "Ruhe" in der Kapelle... Jeder quatschte; es war auch kein Zentimeter Fussboden ohne Mensch drauf.

Dann noch einen Sprung in den Petersdom. Auch dort Menschenmassen und das um 16.15 Uhr. Überall Sicherheitssperren für morgen. Scanner wie am Flughafen zwischen den Säulen, Polizei, Hubschrauber u.s.w. Und jetzt eine Granita und einen Espresso und Kartenschreiben. Das ganze restliche Programm für heute schaffen wir eh nicht mehr. Viel zuwenig Zeit :-(

20.00 Uhr: Sind via Engelsburg, Engelsbrücke auf die andere Seite des Tiber und dort kleine liebliche Gäßlein entlang zur Piazza Navona. Foto. Kein Tartufo; dann zum Pantheon. Anschaun. Foto und weiter zur Fontana di Trevi. Massenauflauf von Menschen. Doch einen Platz am Brunnenrand ergattert und eine Münze mit der linken Hand über die rechte Schulter in den Brunnen geworfen um wieder zurückzukehren ins schöne Rom. Dann zur Piazza die Spagna. Auch wieder massig Leute. Foto und ab in die U-Bahn.

Im Supermercato noch gschwind Rohschinken, Käse, Salami u Pasta gekauft, erste 3 Dinge für Frühstück morgen, letzteres von Barilla, weil es diese Sorten bei uns nicht gibt. Jetzt duschen und dann mit Straßenbahn Nr. 3 ab nach Trastevere.

Keine Fotos machen möglich, da es gleich dunkel wird. Morgen der letzte Tag, Scheiße... Dann arbeiten bis Ende Dezember. Keine schönen Voraussichten. (Nachsatz im Feber 2000: die 2 Wochen Betriebsurlaub im Dezember waren überschattet von 10 Tagen Grippe im Bett......).

Dienstag, 15.8.:

19.40 Uhr: Waren gestern mit Tram 3 in Trastevere. Die beiden im Reiseführer angeführten Super Pizzerie waren vollauf besetzt, Leute standen selbst vor den Lokalen auf die Tische zu warten. Wir fanden dann eine Pizzeria auf der Viale Trastevere; die Pizze hier sind ziemlich dünn obwohl vom Holzofen und Prosciutto ist standard Prosciutto crudo. Als Nachtisch ein Eis in einer Gelateria und dann eine Runde spazieren gegangen. Die alten Häuser und Gässchen strahlen wirklich etwas besonderes aus. Viele Leute waren unterwegs; so gut wie keine Touristen. Und - jetzt kommts - wir fanden ein winzigkleines Musikgeschäft, das um 23.30 Uhr noch offen war! Und: die 2 CDs die ich von Amedeo Minghi haben wollte, gab es beide! JUHU! Ansonsten waren wir in keinem einzigen Geschäft während dieser 4 Tage. Nur ein T-Shirt und einen Rom-Kalender bei einem Standl auf der Navona gekauft.

Gut, nach dem Spaziergang war die letzte Tram natürlich schon weg und wir hatschten zu Fuß zurück ins Hotel. Ein Wahnsinnshatscher! Wieder einmal beim Kolloseum vorbei so wie jeden Tag. Wieder einmal stumm in Ehrfurcht den gigantischen Bau bewundert. Um 1.30 Uhr waren wir im Hotel, Füße und Hüften halbtot.

Heut um 9.30 Uhr kaum aus dem Bett gekommen. Zusammenpacken. BÄH! Dann um 10.30 Uhr zum Frühstück. Den Rohschinken und Käse gleich teilweise verdrückt, den Rest ins Gepäck. Dann mit Metro nach Termini. Das war nicht einfach. Diese halbkatholischen jugendlichen Massen waren wieder massenhaft unterwegs. Man erstickte fast in der U-Bahn. Termini ist komplett modernisiert und die Gepäcksaufbewahrung kostet 6.000 Lire pro Stück für die ersten 5 Stunden und 1.000 Lire pro Stunde drüberhinaus.

Dann mit Metro zum Circo Massimo. Schon wieder überall die singenden lästigen Heiligenscharen. Was tun die überall? Warum sind sie nicht am Petersplatz? Dann sind wir in der brühenden Hitze in den riesigen Anlagen der Caracalla Thermen herummarschiert. Die 1,5 Liter mitgebrachtes Wasser hatten wir bald ausgetrunken; die Hitze war mörderisch! Meiner leichten Sonnenallergie tat das auch nicht wirklich gut. Kurze Hose und ärmellose Bluse waren noch zuviel an Kleidung. Warum gibt es kein Wasser mehr in den Thermen? Hier planschten vor 1700 Jahren bis zu 1600 Leute gleichzeitig. Ich stelle mir das so bildlich vor und wäre am liebsten im Meer oder einem See untergetaucht. Aber leider nix zu machen. Dann fanden wir eine Art Hydrant mit fließendem Wasser. Dort wurden die leeren Wasserflaschen wieder gefüllt. Das Wasser schmeckte nicht gut aber es eignete sich hervorragend zum über den Kopf und Hals und Arme und Beine und Gesicht drübergießen. Herrlich! So hatte ich meine Mini-Pseudo-Thermen-Erfahrung.

Um 15 Uhr nahmen wir einen Bus zur Navona. Überall wimmelte es natürlich wieder von Delegationen heiliger Jugendlicher mit ihren Fahnenträgern und Gruppengetue. Anstatt am Petersdom oder irgendeiner Kirche, wo ja die Messen standfinden sollten, ging die Hälfte auf die Navona. Wir setzten uns in ein Lokal (vor ein Lokal natürlich!), aber in den Schatten, bestellten 1 Liter Mineralwasser, 1 Lemonsoda und 1 Espresso und sahen dem Treiben auf der Piazza zu. Zu Überhören waren die Scharen ja nicht wirklich. Dann um 16.30 Uhr ein erneuter Versuch um ein gutes Tartufo zu bekommen. Bei der Bar Tre Scalini. Aber so gut war es auch wieder nicht. Viel zu große Schokoladebrocken drin. Dann auf Bus zum Termini Bahnhof gewartet. Man wurde von den heiligen Massen beinah erdrückt; auch die meisten Busse waren komplett randvoll. Und das in die Gegenrichtung von St. Peter!!

Schlußendlich waren wir um 17.30 Uhr am Bahnhof und nach Zugreise am Flughafen und jetzt warten wir auch den Take Off der 737-300 "John Lennon" von Lauda Air nach Wien. BÄH; wir wollen gar nicht zurück... Morgen um 7 Uhr wieder den ganzen Trott von vorne.. Massale Fotoanzahl x 2 (ja, wenn 2 Foto- und Rombegeisterte Leute zusammen unterwegs sind) blieben an Erinnerung sowie ein Mozzarella Bufala, den ich am Airport gekauft hatte. Er wurde ein paar Tage später gekilled!


Travel diary part 2

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