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Valerio Dehò

Ernesto E. Di Iorio

Liz Jung

Tilman Rothermel

Chris Steinbrecher

Wolfgang Thein

Wolfgang Thein
Einblicke, Begegnungen
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Antonio Seccis Arbeiten sind auf den Dialog hin angelegt. In ihnen findet sich Materie in einen Zustand der Bündelung und Sammlung gebracht, der gleichermaßen vibrierend gehalten ist und in seiner Zuständlichkeit bestehbar wird. Ihr Potential erschließt sich, wenn sie das ihnen notwendige eigene Licht erhalten, das erst sie „lesbar“ macht.

Dabei lenkt gerade die Beschränkung auf zumeist zwei Farben den Blick ganz unmittelbar auf das jeweils eingefangene, in Schwebe gehaltene oder dynamisch über die Bild-Begrenzung hinausweisende Kräftespiel. Dem eintauchenden Blick erschließen sich die den Vordergrund ausmachenden Farbkörper (die sich auch vom Untergrund abheben und dem Betrachter entgegenwölben können) als gewirkt und durchpulst. Die Körperlichkeit ihrer Oberflächen mag dabei der scheinbaren Gleichförmigkeit von Erdkrumen vergleichbar sein oder aber einem Kristallisationsvorgang, ähnlich etwa Korallen, nahe kommen. Schon hierdurch sieht sich der Betrachter auf ein Inneres verwiesen, das entweder verborgen bleibt oder aber auf verschiedene Weise nach außen tritt - etwa als Bestandteil der Oberfläche, deren Struktur es mitbestimmt, oder (am auffälligsten) an den Rändern der Farbkörper, an denen gleichsam die „Webfäden“ der Körper ins Offene ragen. Diese wirken auf das Farb-Gegenüber ein, wenden sich ihm zumindest zu, bewirken Überlagerung oder gar Überkragungen und wirken als schattenfähige Materie ganz direkt auf die Dynamik der „Lesbarkeit“ ein. Der Dialog hat viele Komponenten: Rhythmen und Proportionen, Schwebezustände und Pulsationen, das In- und Zueinander der Körper und Kräfte, das Elementare überhaupt, vor allem aber das „Dazwischen“, das „Davor“ und „Dahinter“.