Die äußere Erscheinung des Pferdes ist
stattlich, gut aussehend und elegant. Es hat ein recht sicheres Auftreten, ist
meist gut gekleidet. Es sonnt sich im Licht der Öffentlichkeit, so trifft man es
auf Veranstaltungen, im Theater, im Konzert und auf Sportplätzen. Es ist sehr
gerne unter Menschen, besonders in Gruppen fühlt es sich wohl. So ist es nicht
weiter verwunderlich, dass das Pferd viel Sport treibt, vornehmlich in Vereinen
und dabei auch recht beachtliche Erfolge vorzuweisen hat.
Das Pferd ist im allgemeinen gesprächig,
jovial, galant, symphatisch, zuvorkommend, wohlerzogen und allgemein beliebt.
Da es sich sprachlich sehr geschickt auszudrücken weiss und stets
schlagkräftige Argumente für seinen Standpunkt findet, ist es eigentlich der
geborene Politiker. Durch seinen mitreißenden Sprachstil und seine
Schlagfertigkeit hat es stets das Publikum auf seiner Seite. Das Pferd ist zwar
sowohl geistig als körperlich von der Natur gesegnet, es besitzt aber bei
weitem mehr Geschicklichkeit als Intelligenz.
Das Pferd ist des weiteren rücksichtslos
und egoistisch. In seinem fast wahnhaften Ehrgeiz tritt es alles nieder, was
sich ihm in den Weg stellt. Es interessiert sich prinzipiell nur für sich selbst
und die eigenen Probleme. Wenn es aber einmal von einer Sache überzeugt ist,
dann kann es sich auch mit grossem Aufwand für gemeinnützige Ziele einsetzen.
Es erwartet allerdings dann auch die nötige Anerkennung, da es sehr stolz ist
und grossen Wert aus seinen persönlichen Status legt.
Wie alle ursprünglichen wilden Tiere hat auch das
Pferd einen starken Drang nach Unabhängigkeit und Selbständigkeit. Es handelt
grundsätzlich nur nach eigenem Ermessen, wird jedoch noch so gut gemeinten Rat
ignorieren. Schon in Kindheit und Jugend kommt es ständig zu kleinen Reibereien
mit den Eltern, da es sich durch elterliche Massregeln und Vorschriften
eingeengt fühlt.
So wird es dann auch früh das Elternhaus verlassen.
Schlagartig anders wird diese Situation, wenn das Pferd sich dauerhaft bindet
und selber eine Familie gründet. Es wird, egal ob Mann oder Frau, im
Mittelpunkt der Familie stehen, das Familienoberhaupt sein. Alle anderen
Familienmitglieder müssen sich nach seinen Wünschen und Launen richten und
genau das geniesst das Pferd.
Alle bemühen sich, es ihm recht zu machen, bei
Problemen wird ihm geholfen. Hier setzt sich genau das im privaten Kreis fort,
was das Pferd schon im grossen Rahmen kennzeichnete, nämlich die permanente
Suche nach Anerkennung und Zuneigung.
Das selbstbewusste Pferd ist ein guter und fleissiger
Arbeiter. Es verhält sich besonders im Umgang mit Geld oder Immobilien sehr
geschickt. Auf diesem Gebiet liegt sogar eine ausgesprochenen Begabung vor, so
dass ein Beruf im Bankgewerbe nahe liegt.
Da es aber sehr schnell von einer Sache gelangweilt
wird und diese dann nicht mehr mit vollem Einsatz vertritt, wird es wohl in
seinem Leben mehr als einen Beruf ausüben.
Diese Unbeständigkeit zeigt sich auch in seinen
Liebesbeziehungen. Es wird einen Partner sehr schnell überdrüssig, verlässt
diesen und geht mit erstaunlichem Eifer und dem Entsprechenden Erfolg an die
nächste Beziehung heran.
Neue Kontakte zu knüpfen fällt ihm nicht sonderlich
schwer, da es durch seine äussere Erscheinung zu beeindrucken versteht. Dieses
angenehme Äussere ist es auch, welches
einen grossteil des beruflichen Erfolges des Pferdes ausmacht. Alle sind von
ihm angetan. Besonders in Berufen, in denen viel Kontakt zu Menschen besteht.
Hat das Pferd durch seine beeindruckende Erscheinung einen erheblichen Bonus.
Es versteht auch, sich möglichst geschickt und
auffällig in Szene zu setzen, denn es hat einen starken, nach außen gerichteten
Geltungsdrang.
Ständig braucht es um sich herum einen oder mehrere
Menschen, die ihm nur zustimmen, es loben und ihm schmeicheln. Wenn sich das
Pferd verliebt, dann verliert es jedoch all seine Ruhe und Überlegenheit. Es
wird nachlässig im Beruf, vergisst seine Pflichten und Aufgaben, auch seine
Verantwortung gegenüber anderen Menschen. Es tritt eine Leidenschaft und
Unbesonnenheit zu Tage, die kaum noch zu überbieten ist.
In diesem Moment kann das Pferd dann trotz all seiner
guten Eigenschaften sein Leben verpfuschen und sich selbst zugrunde richten. Es
muss deshalb versuchen, seine Leidenschaft im Zaum zu halten.
Nur dann kann es ihm gelingen, seiner Verantwortung
und dem Vertrauen, das man in es setzt, gerecht zu werden. Ein guter Partner
für das Pferd ist zum Beispiel die Ziege. Sie ist eine treue Gefährtin,
unternehmungslustig und aktiv. Zusammen werden sie viel Spass haben, aber auch
mehr als einmal am Rande des Abgrundes stehen.
Mit dem Tiger oder dem Hund kommt es eigentlich auch
ganz gut zurecht, obwohl sich Tiger und Pferd gelegentlich gegenseitig die
Schau stehlen. Da aber sowohl der Tiger als auch der Hund pflichtbewusst und
arbeitsam sind, werden sie am leichtesten über einen Seitensprung des unstete
Pferdes hinwegsehen, wenn sie ihn überhaupt bemerken.
Eine ganz ungünstige Konstellation hingegen wäre eine
Beziehung zwischen einem Pferd und einer Ratte. Die charakterlichen
Unterschiede zwischen den beiden sind dermassen gross, dass es unweigerlich zu
einer Katastrophe kommen würde.
Bleibt noch zu bemerken, dass alle sechzig Jahre,
zuletzt 1966, das Jahr des Feuerpferdes ist. Dieses Feuerpferd stellt eine
Verstärkung der Charaktereigenschaften des Pferdes dar. Sowohl im positiven als
auch im negativen Bereich.