Bernhard Lang - Biografie

Der Komponist Bernhard Lang, 1957 in Linz geboren, erhielt bereits während seiner Gymnasialzeit Klavierunterricht am Bruckner Konservatorium. Anschliessend wechselte er nach Graz, wo er Jazztheorie, Klavier, Harmonielehre und Komposition studierte und sich gleichzeitig den Fächern Philosophie und Germanistik widmete. Nach Abschluss des Klavierstudiums wurde er vom polnischen Komponisten Andrej Dobrowolsky in die Techniken der Neuen Musik eingeführt, Hermann Markus Pressl unterrichtete ihn in Kontrapunkt und machte ihn mit dem Werk von Josef Matthias Heuer bekannt. In Graz begegnete Lang auch Gösta Neuwirth, der einen grossen Einfluss ausübte und ihn abseits des universitären Betriebes viele Jahr lang in Komposition unterrichtete.

Seit 1988 ist Bernhard Lang Dozent  für Musiktheorie, Harmonielehre und Kontrapunkt an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz, auch hat er eine Professur für Komposition inne.

Bernhard Langs Werke werden an allen grossen Festivals für zeitgenössische Musik aufgeführt, sei es in Donaueschingen, Witten, Darmstadt, an den Salzburger Festspielen oder bei Wien Modern, wo 2006 sein Schaffen in einem Themenschwerpunkt präsentiert wurde. Auch beschäftigt er sich intensiv mit Tanz, was zu einer engen Zusammenarbeit mit Xavier Le Roy, Willi Dorner und Christine Gaigg führte. Er war Stipendiat des internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg und  wurde ins Künstleratelier, Thomas Bernhard Archiv nach Gmunden  eingeladen. Während der Saison 2007/08 war er als Composer-in-Residence ans Theater Basel berufen, ein Jahr später hatte er die Position des Capell-Compositeur der Sächsischen Staatskapelle Dresden inne. Im Studienjahr 2013/14 ist Bernhard Lang Gastdozent für Komposition an der Hochschule Luzern – Musik und im 2014 wird er Mentorprojekte in Potsdam betreuen.

2008 wurde Bernhard Lang mit dem Musikpreis der Stadt Wien geehrt und 2009 mit dem Erste Bank Kompositionspreis ausgezeichnet.