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Tödliche Wahrheit. Roman um Ignaz Semmelweis
Taschenbuch, 112 Seiten. Frieling, 2001.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt der ungarische Arzt Ignaz Semmelweis die Ursache des Kindbettfiebers. Er kann die mörderische Krankheit aus seiner Geburtenklinik verbannen. Doch damit zieht er sich den Zorn der medizinischen Autoritäten zu. Seine Erkenntnisse widersprechen allen wissenschaftlichen Lehren der Zeit, denn er weist nach, dass die Ärzte selbst ihren Patientinnen die Infektion und damit den Tod bringen. Die Arrivierten setzen sich zur Wehr: Semmelweis wird totgeschwiegen oder lächerlich gemacht. Weiterhin sterben sinnlos Tausende von Frauen. Als er sich endlich entschließt zurückzuschlagen, ist es beinahe zu spät.

Die Geschichte dieser Entdeckung spielt vor dem Hintergrund der Märzrevolution in Wien und Budapest, den Hauptstädten der Habsburger Doppelmonarchie. Von zeitloser Bedeutung ist die Frage, die hinter den historischen Ereignissen steht: Was geschieht mit einer Wahrheit, die den Mächtigen nicht gefällt?

Prolog (1846) - Das modernste Krankenhaus Europas steht in Wien - Die Wiener Medizinische Schule

Kindbettfieber (1846) - Ein junger Arzt - Pathologische Anatomie - Die erste Geburtshilfeklinik in Wien - Was ist Kindbettfieber? - Das Miasma - Die zweite Klinik - Die Theorien von Litzmann und Holmes - Klein - Auf der Suche

Chlorkalk (1847-1848) - Die Entdeckung der Narkose - Eiterfieber und Wundbrand - Der Fall Kolletschka - Das Sezieren - Wie sauber sind Hände, die so riechen? - Zwei Fräulein im Sonntagskleid - Die Erkenntnis - Chlorkalk - Semmelweis' Anordnung - Das Fieber ist besiegt

Revolution (1848-1850) - Märzrevolution - Die Anerkennung lässt warten - Michaelis - Skoda - Semmelweis, der Dilettant - Die Kommission - Semmelweis' Entlassung - Skodas Manuskript - Scanzoni - Semmelweis' Vortrag: Kindbettfieber ist Blutvergiftung - Zeit zur Abreise

Schweigen (1851-1857) - Buda und Pest - Sankt Rochus - Birly - Professor Semmelweis - An der Buda-Pester Universitätsklinik - Die Angriffe - Virchow - Es ist genug!

Vermächtnis (1857-1862) - Die »Aetiologie« - Totgeschwiegen und lächerlich gemacht - Die offenen Briefe - »Nicht meiner Meinung zu sein ist gleichbedeutend mit: ein Mörder zu sein« - Gekreuzigt und verbrannt

Finale (1863-1865) - Semmelweis, der Chirurg - Die neuen Schriften - Die Müdigkeit - Noch nicht sauber genug - Der Eid der Hebammen - Ein verrückter alter Mann? - Zwei Fräulein im Sonntagskleid


Nur sehr Wenigen war es vergönnt, der Menschheit wirkliche, große und dauernde Dienste zu erweisen, und mit wenigen Ausnahmen hat die Welt ihre Wohltäter gekreuzigt und verbrannt.
Brief des Arztes Kugelmann an Semmelweis, 10.8.1861

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