Die Technik der Bildbearbeitung!

 

Seitdem der  Computer auch im Fotobereich  Einzug gehalten hat, sind die Möglichkeiten der Bearbeitung schier ins Unendliche gestiegen! Nur Wenige trauern der guten alten "Dunkelkammer - Zeit" nach, wo noch mühsam Chemikalien angerührt, Bäder hergerichtet, Fotopapiere vorbereitet und Zangen und Thermometer  gebraucht wurden.
Und das alles in einem fast "lichtleeren Raum". 
 Nein - nein, da lob ich mir meinen Compi, der an einem netten, bequemen  Platz untergebracht ist und mit dem ich zu jeder Tag und Nachtzeit arbeiten kann! Will ich einmal nicht mehr, so genügt es das Bild zu speichern und irgend wann mal daran weiter zu basteln. Seit ich das Arbeiten mit dem Computer  halbwegs draufhabe, gibt es auch kaum mehr Wutanfälle, wenn mal etwas nicht gelingt. Früher dachte ich immer diese dumme Maschine wäre daran schuld  - jetzt weiß ich aber, dass eigentlich ich immer der Schuldige war!

So, jetzt aber endlich zu dem eigentlichen Thema!
Ich bin Stolz darauf sagen zu können, dass meine Bilder größtenteils nur wenig über sich ergehen lassen mussten! Das bedeutet, dass die Vorlagen Top sind und ich in diesem Zusammenhang unbedingt meinen Freund Rainer erwähnen muss, der in unzähligen kalten Nächten mit mir das Astrofotographische Team stellte!

In meinen Bildern sind immer reale Fotos miteinander verbunden. Um eine optimale Qualität zu erreichen müssen die Bilder so gut wie möglich in den Computer gebracht werden.
Zu diesem Zweck hab ich mir, zusammen mit Rainer, einen kleinen Traum erfüllt. Wir ergatterten  zu einem wahren Traumpreis den Nikon Ls 1000 Dia/Negativ Scanner. Der schafft mit 2740 dpi eine Auflösung von etwa 1000 Linien pro cm - mehr als ausreichend für unsere Zwecke!
Inzwischen bieten immer mehr Fotogeschäfte den digitalen Print auf CD. Hat man also keine Scanmöglichkeit bietet sich der Weg zum Fotoshop. Nur sollte darauf geachtet werden, dass die Filme in einer guten Auflösung auf CD gebracht werden!
Einmal im Computer, fehlt nur noch ein geeignetes Programm zur Bearbeitung. Ich verwende hierfür  Photoshop 5 LE, was sicher eines der Besseren ist.

Anhand eines Beispiels werden wir nun eine Traumlandschaft aus realen Bildern herstellen!
"Der Eisplanet"- zu sehen in der Galerie - soll für unser Vorhaben herhalten.
Wir beginnen mit der Eislandschaft, die ich in Peru aufgenommen habe, während der Besteigung des 5800m hohen Nevado Pisco.
     

             

 Als erstes wird das Bild von Kratzern befreit.. Dann wird fein säuberlich der Himmel ausgewählt und entfernt. So kommt man zur zweiten Abbildung, deren Ränder ich mit einem "Wassertropfen" in meinem Programm weichzeichne. Das ist nötig, um später einen fließenden Übergang zu bekommen. Da es sich um eine Nachtaufnahme handelt, muss das Bild noch abgedunkelt werden. In einer zweiten Ebene importiere ich nun eine Aufnahme des Kugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules. Mit dem Bewegenwerkzeug rücke ich nun die beiden Bilder je nach Geschmack zurecht. Dann nie auf das Abspeichern vergessen! Fertig!
Das hört sich ziemlich einfach an, braucht aber einiges an Erfahrung! Nur dann wird es auch so leicht, wie es sich liest!
Das nächste Experiment wird dann ein Bisschen schwieriger - dauert aber noch etwas!
Viel Spaß bei den ersten Tests,

Bruno