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Um die Höhlen Österreichs im Höhlenkataster systematisch archivieren zu können und Verwechslungen zwischen Höhlen zu vermeiden, ist eine einheitliche Kennzeichnung der Höhlen durch einen Code erforderlich. In Österreich wurde dazu ein Kennziffernsystem entwickelt, das auf der Gliederung des Staatsgebietes in insgesamt 530 Teilgruppen als kleinste Einheiten aufbaut. Diese 530 Teilgruppen stellen lokale Höhlengebiete bzw. Gebirgsstöcke dar, deren Umgrenzung an Hand der Österreichischen Karte 1:50 000 festgelegt sind. Die Teilgruppen sind durch ständige, nach gleichbleibenden Gesichtspunkten erfolgende, Unterteilung größerer Einheiten entstanden. Jede dieser Teilgruppen ist durch eine vierstellige Kennziffer gekennzeichnet, wobei aus der Kombination der Ziffern bereits auf die Lage der Teilgruppe innerhalb Österreichs geschlossen werden kann. Die nachstehend wiedergegebene Abbildung zeigt diese Gliederung bis zur Untergruppe. Für die Aufnahme einer neuentdeckten Höhle muß daher vorerst festgestellt werden, in welcher Teilgruppe sie liegt. Sie erhält dann die Nummer dieser Teilgruppe und durch einen Schrägstrich getrennt die nächste freie Nummer in dieser Teilgruppe.

Großeinheiten:
1 =   Nördliche Kalkalpen, Alpenvorland, Flyschzone und Grauwakenzone
2 = Zentralalpen und südl. Grauwakenzone
3 = Südliche Kalkalpen
4 = (in Ungarn)
5 = (in Ungarn)
6 = Mittelgebirge der varizischen Gebirgsbildung und Randgebiete

Beispiel:
1. Stelle: 2000 (Großeinheit)  2 = Zentralalpen
2. Stelle: 2800 (Hauptgruppe)    8 = Cetische Alpen und oststeirisch-burgenländ. Hügelland
3. Stelle: 2820 (Untergruppe)  2 = Südliches Burgenland
4. Stelle: 2821 (Teilgruppe)  1= Gebiet zwischen Lafnitz und Pinka
5. Stelle: 2821/1  1= Erste Höhle dieser Teilgruppe (Naturhöhle bei Kohfidisch, Bgld.)