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Soziallaute

Jene Rufe, die zur Kommunikation dienen, liegen großteils im hörbaren Bereich und sind gegenüber den Ortungslauten sehr leise. Man kann sie als leises Zwitschern oder Piepsen hören , wenn Fledermäuse umherfliegen, oder sich in ihren Quartieren befinden. Von der Zweifarbenfledermaus (Vespertilio murinus) kann man als Drohlaut auch lautes Zischen hören.

Orientierungslaute

Fledermäuse verwenden zu Orientierung und Jagd ein spezielles Echo-Orientierungssystem, das sie befähigt, auch im völligen Dunkel Umgebung und Beute wahrzunehmen, sozusagen zu "hören". Diese Rufe liegen oberhalb des menschlichen Hörbereiches, daher werden sogenannte Fledermausdedektoren verwendet, die die Frequenz auf ein Zehntel ihres wahren Wertes herabsetzen, um sie hörbar zu machen. Diese im Suchflug ausgesendeten Ortungslaute werden von Insekten reflektiert. Diese zurückgesendeten Echos ausgewertet. Dieses System ist außerordentlich gut entwickelt, sodaß die Fledermaus genau zwischen in Bewegung befindlichen und stehenden Objekten unterscheiden kann - natürlich auch deren Größe. Die Reichweite der Ortungslaute beträgt zwischen 8 und 50 m.

Der Mensch hört Töne im Bereich von 16 Hz (tiefe Töne) bis 20 kHz (=Kilo-Hertz - 1000 Schwingungen pro Sekunde, hohe Töne). Die Ortungslaute der Fledermäuse liegen über 20 kHz. und reichen bis nahezu 110 kHz. Diese Töne können wir also nicht mehr hören, und trotzdem haben auch diese unhörbaren Ortungslaute eine enorme Lautstärke, die man mit speziellen Apparaten messen kann. Zehn Zentimeter vom Kopf einer Fledermaus entfernt misst man eine Lautstärke des ausgestoßenen Ortungslauts von 100 Dezibel. Eine Messung 10 cm neben einem Presslufthammer zeigt hingegen "nur" einen Lautstärke von 90 Dezibel! Lärm, den wir zum Glück nicht hören! Fledermäuse besitzen zum Schutz ihres eigenen Hörapparates eine besondere Einrichtung, die während der Abstrahlung der Echo-Impulse aktiv wird.

Diese Ultraschallimpulse werden auf zwei verschiedene Arten ausgestoßen:

Die untenstehenden Beispiele zeigen die unterschiedlichen Orientierungslaute der Fledermäuse. Auf der Graphik der Kleinen Hufeisennase ist nur der Anfangsteil der Tonaufnahme dargestellt, da die ganze Aufnahme auf dem Bildschirm zu wenige Details zeigen würde, beim Abendsegler ist die ganze Sequenz sichtbar.