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Dialoge Nr. 1-10

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Version: 2010/ 04
Projektname: Verwirrter Melissos
Erscheinungsdatum: 2010

Dialog-Sprache Nr. 1 : Sollten wir komplexe Begriffe, wie zB Existenz, lieber nicht definieren? (Verfasst: 21.6.2007/ A-K/ Lexikon: Definitionen, Begriffe, Wissen, Existenz)

Mariane (fiktive Gesprächspartnerin): Ich erachte es als sinnlos, zu versuchen, einen Begriff wie Existenz, künstlich, in ein begriffliches Korsett zu zwängen, und ihn definieren zu wollen.

Es ist schon richtig: Nahezu jeder Erwachsene unseres Kulturkreises, dessen sprachliche Fähigkeiten einigermaßen fortgeschritten sind, besitzt eine Vorstellung davon, was Existenz ist.
Doch niemand - absolut niemand - vermag das, was Existenz ist, tatsächlich, in seiner gesamten Umfänglichkeit zu begreifen - noch irgendwie zu beschreiben.

Und daher meine ich: Verzichten wir doch lieber darauf, derart komplexe Phänomene, wie Existenz, unnötigerweise in Worte zu fassen, und lassen wir das, das wir nicht vollständig in der Lage sind zu erfassen, doch einfach sein.

Nikolaus: Tja, dann lass es sein.

Über das, das wir nicht in der Lage sind, vollständig und zu hundert Prozent, zu erfassen, keine weiteren Worte zu verlieren, und, in letzter Konsequenz zu schweigen, ist eine, von 'Österlichem-Gedankengut' geprägte, Sichtweise, die heute sehr modern erscheint.

Ich möchte dir allerdings zu bedenken geben, dass, ebenfalls, nahezu jeder Angehörige unseres Kulturkreises, dessen sprachliche Fähigkeiten, auch nur einigermaßen, fortgeschritten sind, eine Vorstellung davon hat, was zB ein Haus, ein Baum oder ein Hund ist. Und dennoch ist mir niemand bekannt, der TATSÄCHLICH dazu in der Lage wäre, bis ins kleinste und letzte Detail hinein, zu erfassen und zu beschreiben, was denn nun ein Haus, ein Baum oder ein Hund ist.

ABER: Müssen wir, TATSÄCHLICH, von einem Etwas alles wissen, und müssen wir es, TATSÄCHLICH, bis ins kleinste und letzte Detail hinein erfassen und beschreiben, um darüber sprechen zu können?
Wenn dem so wäre, so dürften wir über nahezu nichts (mehr) sprechen - ja nicht mal über uns selbst.

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Sprache Nr. 2 : Sollte man über die Liebe schweigen? (Verfasst: 21.6.2007/ A-K/ Lexikon: Definitionen, Begriffe, Gefühle, Liebe, Tiere, Wissen)

Nikolaus: Was ist, deiner Meinung nach, die Liebe?

Mariane (fiktive Gesprächspartnerin): Ach, ich bitte dich! Lass mich mit derart oberflächlichem Gesülz in Ruh.

Ich weiß: Du meinst es sicher gut, und du bist, höchstwahrscheinlich, an einer netten, pseundo-philosophischen Diskussion interessiert...
ABER: Wie oft soll ich es dir noch erklären:
Liebe, ist etwas Anderes als Worte!
Liebe, ist ein tiefgehendes Gefühl!
Und jeder, der durchdrungen ist von Liebe, braucht ihr Sein nicht definieren.

Entweder, man ist in Liebe - oder nicht.

Nikolaus: DOCH: Woher weiß man, dass man liebt, wenn man sich, ein Leben lang, noch nie mit der Frage auseinandergesetzt hat, was Liebe ist?.

Zu wissen, dass man nicht irgendein Gefühl in sich verspürt, sondern, dass man liebt, ist doch nur dann möglich, wenn man über eine Beschreibung, eine Definition, des Seins der Liebe verfügt!?

Auch mein Dackel liebt - ganz ohne Zweifel.
Und: Er zeigt auch seine Liebe.
Er zeigt sie, unter anderem dadurch, dass er die Ohren seiner Dackel-Schwester zärtlich liebkost, oder, dass er ihr - auch wenn es ihm noch so schwer fällt - seinen Knochen überlässt.
Aber: Ich bin mir dessen nahezu sicher, dass er weder um das Gefühl der Liebe, in ihm, noch um ein anderes Gefühl weiß.
Denn: Er verfügt über keinerlei 'Hilfestellung', die ihm sein Gefühlsleben, in einer für ihn adäquaten Art und Weise, beschreiben und erklären würde, sodass er, zB, das Gefühl der Liebe erkennen und von anderen Gefühlsregungen, in ihm, unterscheiden könnte.

Ich behaupte daher: Wissen um etwas, kann man nur dann, wenn man von dem, um das man weiß, eine Beschreibung bzw Definition besitzt!
Oder: Andersherum formuliert: Ohne eine (vorherige) Beschreibung bzw Definition, kein Wissen.

Bezieht sich auf den Beitrag : Dialog-Allgemeine-Methode-Begriffsdeffinition Nr. 1

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Sprache Nr. 4 : Kann das/ etwas Absolutes sprachlich nicht beschrieben bzw definiert werden? - Komplexe Ideen, wie zB die Idee des Absoluten, bedürfen einer, relativ hochentwickelten Sprache

Verfasst: 5.3.2009/ K-A-L-Bla/ Lexikon: Sprache, Ideen, Denken, Absolute, Definitionen, Mensch/ Tier

Der folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion, im DER Philosophie Blog:

Rita: Sprache, vermag das/ etwas Absolutes nicht zu beschreiben!

Und daher macht das 'Spielen', in der Philosophie, mit Begriffen, wie zB 'das Absolute' oder 'das Relative', zugegebenermaßen zwar Spaß - sehr viel Sinn ergibt es jedoch nicht!

Nikolaus: Wenn du behauptest, dass das/ etwas Absolutes sich mit Hilfe von Sprache NICHT beschreibbar ist, widersprichst du dir selbst!
DENN: Indem du in einem Internet-Blog einen Kommentar veröffentlichst, in welchem du in schriftlicher Form behauptest, dass das/ etwas Absolutes, sich in seinen Eigenschaften, GRUNDSÄTZLICH, dadurch auszeichnet, dass es mittels Sprache NICHT beschrieben werden kann, beschreibst du bereits das, was deiner Meinung nach, das/ etwas Absolutes ist, mit Hilfe sprachlicher Mittel.
UND, zu einer derart komplexen Idee, wie der, von etwas Absolutem, kann man einzig - und der Vergleich mit anderen, uns bekannten Lebewesen zeigt dies -, mit Hilfe, äußerst komplexer Gedankengänge gelangen - die wiederum, IHRERSEITS, nur dadurch angestellt werden können, dass man sich einer ebenso komplexen und relativ hochentwickelten Sprache bedient.

'Ohne eine entsprechend hochentwickelte und komplexe Sprache, keine 'hochschweifenden', komplexen Gedankengänge, die, die durchschnittliche tierische Logik bzw das durchschnittliche tierische Denken, in der Lage sind zu übertreffen!'

Und: Die Vorstellung von etwas Absoluten, ist ohne Zweifel eine Idee, welche die durchschnittliche tierische Logik bzw das durchschnittliche tierische Denken, bei weitem übertrifft...

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Dialog-Sprache Nr. 5 : Sind unsere sprachlichen Mittel zu primitiv und zu unvollständig, um mit ihrer Hilfe erfolgreich Philosophie zu betreiben?

Verfasst: 5.3.2009/ K-A-L-Bla-r1/ Lexikon: Philosophie, Sprache, Erkenntnistheorie

Der folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion, im DER Philosophie Blog, und nimm Bezug auf den Beitrag : Dialog-Sprache Nr. 4:

Michael (fiktiver Gesprächspartner): Unsere Sprache ist zu primitiv, um, mit ihrer Hilfe, erfolgreich Philosophie zu betreiben!

Nikolaus: Deine Sichtweise, dass es, mit Hilfe der uns (Menschen) zur Verfügung stehenden sprachlichen Mittel, grundsätzlich, NICHT möglich ist zu philosophieren, ist ein Widerspruch in sich!
DENN: Zum Einen bedienst du dich selbst, sehrwohl der/ einer (menschlichen) Sprache, um deine persönliche Sichtweise - bezüglich der Philosophie - in diesem Philosophie Blog zu veröffentlichen, und zum Anderen bist du zu deiner Sichtweise - die du ja gewiss als zutreffend und wahr erachtest -, nur dadurch gelangt, dass du über eine entsprechende Sprache verfügst, die dich dazu in die Lage versetzt, über ein Phänomen, wie die Philosophie, überhaupt erst nachzundenken.

Die uns zur Verfügung stehende Sprache, UND, unser (menschliches) Denken bzw unsere (menschliche) Logik, sind jene Erkenntnismittel, derer sich (die) Philosophie PRIMÄR bedient.

Und da es EINZIG MIT HILFE der uns zur Verfügung stehenden Sprache, UND, dem uns zur Verfügung stehenden Denken, möglich ist, eine Sichtweise bezüglich eines Phänomens, wie der Philosophie, zu entwickeln, ist, DEMZUFOLGE, JEDE Sichtweise die behauptet, dass die Erkenntnismittel der Philosophie zu unzureichend sind, um, mit ihrer Hilfe, etwas Zutreffendes zu erkennen, selbstwidersprüchlich, und daher unzutreffend! Als Zusatz-Info kann der folgende Beitrag dienen:

  • Gelöste-philosophische-Frage-Erkenntnistheorie Nr. 6 : Ist es grundsätzlich möglich alles zu widerlegen?
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