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Sub-Portal : Was ist Philosophie?

Dialoge Nr. 1-10

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Version: 2010/ 04
Projektname: Verwirrter Melissos
Erscheinungsdatum: 2010

Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 1 : Was ist DEINE Philosophie? - Ist Philosophie ausschließlich eine Wissenschaft?

Verfasst: 24.7.2007/ Status: L-r2/ Lexikon: Philosophie, Wissenschaft

Der folgende Dialog ist fiktiv:

Nikolaus: Jede Zeitung, jeder Fernsehsender, jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, hat eine EIGENE, ganz spezifische Philosophie.

Verfügst auch du über eine EIGENE Philosophie?
Und wenn ja: Was ist DEINE Philosophie?

Rita: Ob ich über eine EIGENE Philosophie verfüge?

Was für eine eigenartige, seltsame Frage!

Nein!
Natürlich nicht!

Ich besitze, NATÜRLICH, ebenso wenig eine EIGENE Philosophie, wie ich eine EIGENE Physik oder keine eine EIGENE Biologie besitze.

Man kann eine EIGENE Meinung haben - das ja.

Aber niemals verfügt man über eine EIGENE Form der Wissenschaft.

Wissenschaft, ist immer inter-subjektiv.

Und Philosophie ist eine Wissenschaft!

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 10 : Was ist das früher Entstandene: die Philosophie oder die Religion?

Verfasst: 7.4.2010/ Status: L-F/ Lexikon: Philosophie, Religion, Kultur

Der folgende Monolog bezieht sich auf eine reale Diskussion, im Philosophie Forum : Die Grundlagen der Philosophie:

Nikolaus: Es schon richtig: Der Begriff 'Philosophie' ist - im Vergleich zur Religion - das wesentlich später Entstandene.

ABER das, wofür 'Philosophie' und das 'Philosophieren' steht, gab es schon lange bevor der Mensch für sich Religion entdeckt hatte...

Oder: Was war früher?
Das Staunen und das Nachdenken darüber, was diese seltsamen Lichtpunkte am Himmel sein könnten, oder die Überzeugung bzw der Glaube, dass sie Götter sind?

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 2 : Philosophie ist nicht nur etwas Akademisches

Verfasst: 24.7.2007/ Status: L-r1/ Lexikon: Philosophie, Wissenschaft

Der folgende Dialog ist fiktiv, und bezieht sich auf den Beitrag Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 1:

Nikolaus: Hallo Niki!

Das letzte Mal als wir uns getroffen haben, meintest du, dass es unmöglich sei, über eine EIGENE Philosophie zu verfügen.
Und: Du hast diese, deine Meinung, ungefähr, folgendermaßen begründet:

Eine EIGENE Philosophie zu besitzen, ist unmöglich!
Und zwar ist dies deshalb unmöglich, da der subjektive Besitz, einer EIGENEN Philosophie, bedeuten würde, dass Philosophie etwas rein Subjektives wäre.

Philosophie aber ist, deiner Meinung nach, nichts rein Subjektives!
DENN: Philosophie ist eine Wissenschaft - und eine Wissenschaft ist stets etwas Inter-Subjektives.

Rita: Ja, so sehe ich das!

Nikolaus: Deine Begründung klingt, auf dem ersten Blick, durchaus überzeugend...

ABER: Je länger ich darüber nachdenke, desto größer werden meine Zweifel!

DENN:

FAKT IST UND BLEIBT: Auch, wenn du etwas anderes behauptest:
ICH verfüge SEHR WOHL über eine EIGENE Philosophie - und mit mir, viele andere Menschen!

Und bitte, versuche mir jetzt nicht einzureden, dass ich mich diesbezüglich irre, und im Grunde nicht weiß bzw wissen kann, ob ich über eine EIGENE Philosophie verfüge oder nicht!

Ich weiß genau, WAS ich besitze!

Und wenn du ehrlich zu dir selbst bist, wirst du nicht leugenen, dass auch du, dein Leben, nach einer bestimmten, ganz persönlichen Philosophie gestaltest und ausrichtest!

Philosophie - und das zeigen, unter anderem, unsere unterschiedlichen Lebenskonzepte - ist nicht nur etwas Akademisches!

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 3 : Ist das Erstellen einer Einkaufsliste, tatsächlich, bereits Philosophie? (Verfasst: 6.2.2008/ Status: L-F-Bl/ Lexikon: Philosophie)

Der folgende Dialog ist fiktiv:

Rita: Im Beitrag Beweis-Was-ist-Philosophie Nr. 2 stellst du die These auf, dass überall dort, wo ein theoretisches System entsteht, AUCH Philosophie entsteht.

Du setzt also das Vorhandensein eines theoretischen Systems, allgemein, mit Philosophie gleich.

jedes/ ein theoretisches System = Philosophie

Wenn ich mich allerdings an deiner These orientiere, dann würde das ja bedeuten, dass auch etwas völlig Alltägliches, wie das Erstellen einer Einkaufsliste, ein philosophischer Akt wäre.
Denn: Jede Einkaufsliste, ist ein theoretisches System.

Und ich frage mich: Ist es, tatsächlich, Philosophie, eine Liste für den nächsten Einkauf zu erstellen?

Nikolaus: Ja, das ist es!

DENN: Immer dann, wenn du eine Einkaufsliste erstellst, überlegst du, strukturierst und planst du, einen bestimmten, zukünftigen Teil deines Lebens.

Ein Einkauf, ist zwar nur ein sehr kleiner Bereich, des (Alltags-)Lebens - aber: immerhin.

Durch das Erstellen einer Einkaufsliste, gibst du, einem Teil deines Lebens, eine bestimmte theoretische Basis, und damit Ordnung.

Und wenn man es genau betrachtet, so ist das Erstellen einer Einkaufsliste, im Grunde bzw im Kleinen, nichts anderes, als wenn ein Unternehmen, im Großen, versucht, für sich, eine Unternehmens-Philosophie auszuarbeiten.
Denn: Sowohl in dem einen als auch im anderen Fall, wird versucht, dem eigenen Verhalten, eine theoretische Grundlage zu geben, an der man sich, im jeweiligen Fall, orientieren kann.

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 4 : Ist auch das Ausführen, das Verwirklichen eines Plans etwas Philosophisches? (Verfasst: 6.2.2008/ Status: L/ Lexikon: Philosophie)

Der folgende Dialog ist fiktiv:

Rita: Und was ist mit dem Sessel, auf dem ich sitze?

Nikolaus: Was soll, mit deinem Sessel sein?

Rita: Dieser Sessel, auf dem ich sitze, ist etwas Besonderes.

Er ist etwas Besonderes, da er nicht beliebig erzeugt wurde.

Der Tischler, der ihn angefertigt hat, ist beim Bau dieses Sessels einem bestimmten Bau- bzw Konstruktions-Plan gefolgt.

Jeder Plan aber, ist ein theoretisches System, und ist damit - wenn man deiner These (siehe: Beweis-Was-ist-Philosophie Nr. 2) folgt - etwas Philosophisches.

Dass das Erstellen eines Plans, etwas Philosophisches ist, erscheint mir einsichtig.

Ebenso nachvollziehbar erscheint mir, dass der (fertige) Plan selbst, etwas Philosophisches ist.

ABER: Ich frage mich: Wie verhält es sich mit der Ausführung, der Verwirklichung eines Plans?

Ist die Ausführung, die Verwirklichung eines Plans, ebenfalls, etwas Philosophisches?

Und wenn ja, so müsste, meiner Meinung nach, auch der Sessel, auf dem ich augenblicklich sitze, als etwas Philosophisches anzusehen sein!?

Oder: Versteh ich da etwas falsch?

Nikolaus: Deine Frage, ob die Ausführung und Verwirklichung eines Plans - und damit: ob auch dein Sessel - , allgemein, als etwas Philosophisches einzustufen ist, lässt sich leider nicht allgemeingültig beantworten, da kein allgemeiner Konsens dahingehend besteht, wie Philosophie zu definieren ist.

Welche Antwort du also auf deine Frage erhältst, hängt jeweils davon ab, auf wen du triffst, und, wen du fragst.

Grundsätzlich, kann allerdings festgehalten werden, dass es, was die Definition von Philosophie betrifft, zwei große Denk- bzw Definitions-Schulen gibt - und jede, wie auch immer geartete Philosophie, ist entweder der einen oder der anderen Richtung zuzurechnen.

Der Einfachheit halber, nenne ich die eine Richtung, die Rein-Theoretische-Definitions-Schule, und, die andere, die Ganzheitliche-Definitions-Schule der Philosophie.

Für Vertreter der Rein-Theoretischen-Definitions-Schule, ist Philosophie, etwas Rein-Theoretisches.

Soll heißen: Für die Vertreter dieser Sichtweise, ist Philosophie, ausschließlich, auf das Theoretische selbst, und, auf die Ausarbeitung und Überarbeitung des Theoretischen beschränkt.

Ganz nach dem Motto: 'Die einzige Aufgabe der Philosophie, besteht darin, die theoretische Basis zu liefern! Und alles andere, ist nicht (mehr) Philosophie!'

Oder: Anders ausgedrückt: 'Gemäß der Rein-Theoretischen-Definitions-Schule der Philosophie, ist der Philosoph, einzig und alleine, für die Ausarbeitung und Pflege des theoretischen Konzepts verantwortlich!'

Und so ist es - gemäß dieser speziellen Sichtweise, von Philosophie -, eine durchaus philosophische Tätigkeit, den Produktionsverlauf von Sesseln zu planen, oder, ein Verkaufskonzept, für Sessel, zu entwickeln.

DOCH: Das Zusammenschrauben und Zusammenleimen von Sesseln, und, das 'handgreifliche' Endprodukt - die Sessel selbst -, sind - gemäß dieser Definitions-Schule -, NICHTS Philosophisches (mehr).

Anders: Die Ganzheitliche-Definitions-Schule:

Auch für die Ganzheitliche-Definitions-Schule, ist Philosophie, etwas Theoretisches.

DOCH: Vertreter dieser Definitions-Schule, betrachten das Ausführen und Verwirklichen einer Theorie, nicht als etwas von der Theorie Getrenntes.

Im Gegenteil: Für sie sind Ausführung und Verwirklichung einer Theorie, stets, ein Teil der Theorie.

Und da - gemäß der Ganzheitlichen-Definitions-Schule - die Ausführung und Verwirklichung einer Theorie, stets, ein Teil der Theorie ist, wird, daher, jeder Vertreter der Ganzheitlichen-Definitions-Schule, den du fragst, bestätigen, dass dein, nach einem bestimmten Bau- bzw Konstruktions-Plan erzeugter Sessel, etwas Philosophisches ist.

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 5 : Warum jede philosophische Richtung - selbst der/ ein Nihilismus - ein theoretisches System bildet bzw beinhaltet (Verfasst: 12.2.2008/ Status: L-Bl/ Lexikon: Philosophie)

Der folgende Dialog, ist inspiriert von einer Diskussion mit dem User sw, im Philosophie Forum : Die Grundlagen der Philosophie

Rik (fiktiver Gesprächspartner): Hallo Nikolaus.

Deine, im Beitrag Beweis-Was-ist-Philosophie Nr. 2 aufgestellte Behauptung, dass das Vorhandensein eines theoretischen Systems, stets, gleichzusetzen ist, mit dem Sein von Philosophie, wird, unter anderem, dadurch widerlegt, dass es nicht nur systembezogene Philosophien gibt.

Ein Eklektiker oder Nihilist, ist, zB, kein Systemdenker!

Und wie sagte schon Nietzsche:

Ich misstraue allen Systematikern und gehe ihnen aus dem Weg. Der Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit.

Quelle: http://www.gutenberg.org/etext/7203

Nikolaus: Hallo Rik.

Du widersprichst meiner geäußerten These, dass jede, wie auch immer geartete Philosophie ein theoretisches System ausbildet bzw beinhaltet, und benennst, als Begründung, für deine Sichtweise, zwei philosophische Richtungen, von denen du meinst, dass sie sich dadurch auszeichnen, dass sie eben kein theoretisches System ausbilden bzw beinhalten.

Mag sein, dass meine These auf tönen Beinen steht...

Doch: Deine Sichtweise, dass eine philosophische Richtung - wie zB der Eklektizismus - kein, wie auch immer geartetes theoretisches System ausbildet bzw beinhaltet, ist, objektiv, unzutreffend.
Und zwar, aus folgenden Gründen:

Sobald nämlich Philosophie, in unterschiedliche Richtungen, auf- und eingeteilt wird, entsteht schon alleine durch dieses Auf- und Einteilen, der Philosophie, in unterschiedliche Richtungen, ein theoretisches System; und, im Verlaufe dieses Auf- und Einteilens, wird bestimmt bzw definiert, welche spezifischen Eigenschaften den einzelnen, sich von einander unterscheidenden Richtungen zukommen.
Und dies bedeutet, dass jede, wie auch immer geartete philosophische Richtung, nicht nur, regelmäßig, Teil eines theoretischen Systems ist - sondern selbst auch, immer, ein solches darstellt.

Eine philosophische Richtung also, die kein, wie auch immer geartetes theoretisches System bildet bzw beinhaltet, kann es niemals geben!

Und... was das von dir eingebrachte Nietzsche-Zitat betrifft...

Glaubst du, dass Nietzsche damit zum Ausdruck bringen wollte, dass er gegen jede Form des theoretischen Systems eingestellt war?
Oder: Richtete sich seine Kritik, vielleicht, gegen eine ganz bestimmte Form des/ eines theoretische Systems?

Und was glaubst du, warum, häufig, von der/ einer (speziellen) Philosophie Nietzsches gesprochen wird?

Gab es, deiner Meinung nach, im Philosophieren Nietzsches, keine, wie auch immer geartete Ordnung, keinen Zusammenhang?

War, deiner Meinung nach, Nietzsches Art zu philosophieren, vollständig chaotisch?

Und: Was ist, deiner Meinung nach, Philosophie?

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 6 : Wenn du etwas, zum Maßstab deines Handelns machst (Verfasst: 21.2.2008/ Status: L-F-Bl/ Lexikon: Philosophie)

Der folgende Dialog, bezieht sich auf den Beitrag Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 3, und ist von einer Diskussion im Philosophie Forum : Die Grundlagen der Philosophie inspiriert.

Niki (fikitiver Gesprächspartner):

Wie mir scheint, bist du der festen Überzeugung, dass jeder Quatsch Philosophie ist!?

Ich erachte es, unter anderem, als nicht sehr weise, einen Satz, wie: 'Ich gehe unvoreingenommen an ein Thema heran.', künstlich, zu etwas Philosophischem zu machen.

Nikolaus: Hallo Niki.

Ja, man kann jeden Quatsch zur Philosophie erklären.

Entscheidend ist jedoch, ob man lediglich sagt, dass etwas eine Philosophie ist, oder, ob man es tatsächlich auch so meint!

Wenn du beispielsweise den Satz
'Ich gehe unvoreingenommen an ein Thema heran.'
einfach nur so von dir gibst, ohne zu meinen, was er an Bedeutung in sich trägt,
so ist er, einfach nur ein Satz, für dich.

Wenn du aber das Unvoreingenommene-Herangehen, an ein Thema, zum Maßstab machst, für deine künftige Auseinandersetzung, mit diversen Themen, so wird das Unvoreingenommene-Herangehen, zu einer theoretischen Ausgangsbasis, und damit zu einer Philosophie, für dich.

Sich vorzunehmen, diverse Themen möglichst unvoreingenommen zu behandeln, ist, meiner Meinung nach, ein sehr konkreter, erkenntnis-theoretischer Standpunkt.

Oder... siehst du das etwa anders?

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 7 : Man KANN jeden Quatsch zur Philosophie erheben - Philosophie, hat stets etwas mit einer gewissen Grundeinstellung zu tun (Verfasst: 27.2.2008/ Status: L/ Lexikon: Philosophie)

Der folgende Dialog ist fiktiv, und bezieht sich auf den Beitrag : Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 6:

Rita: Mag ja sein, dass man jeden Quatsch zur Philosophie erheben kann. ABER: Man MUSS es nicht!

Nikolaus: Stimmt, man MUSS nicht jeden Quatsch zur Philosophie erheben.
ABER: Und das ist meiner Meinung nach entscheidend: Man KANN - so man dies möchte!

Ich bin auch davon überzeugt, dass Philosophie, sehr viel, mit einer gewissen Grundeinstellung zu tun hat.

Man kann, in vielen Fällen, ganz einfach (stupide) das tun, was man so tut - ohne sich lange und ausführlich damit auseinanderzusetzen (zu müssen).
So kann man, beispielsweise, tagein tagaus, am Fließband sitzen, und (stupide) einen Kugelschreiber nach dem anderen zusammenstecken - ohne sich groß Gedanken über das zu machen, was man tut.
ODER: Man kann sich auch für das, was man tut, zu interessieren beginnen, kann beginnen es zu hinterfragen, um es besser zu verstehen, und kann, für sich, oder auch für andere, selbst aus Alltäglichem - wie eben zB dem Zusammenstecken von Kugelschreibern, oder dem Gehen oder Atmen -, eine Philosophie entwickeln.

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 8 : Warum gelten Platon, Nietzsche oder Habermas, allgemein, als Philosophen? (Verfasst: 4.3.2008/ Status: L-Bla/ Lexikon: Philosophie)

Das folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion, mit dem User sw, im Philosophie Forum : Die Grundlagen der Philosophie:

Nikolaus: Wenn es tatsächlich so sein sollte, wie du sagst, und es keine Gemeinsamkeiten zwischen den unterschiedlichen Philosophien gibt bzw geben kann, dann frage ich mich: Warum gibt es dann, überhaupt, den Begriff Philosophie?

Warum werden Platon, Nietzsche oder Habermas als Philosophen bezeichnet, und, warum finden sich ihre Namen, in diversen Lexika, STETS, in der Rubrik Philosophie - und nicht unter der Rubrik 'Große Meister der Kochkunst'?

Warum, wird an unseren Schulen Philosophie unterrichtet?

Und warum bezeichnet man es als persönliche Lebensphilosophie, wenn man, zB, die Anwendung von körperlicher Gewalt, prinzipiell, ablehnt?

Was meinst du?

Und vor allem: Was verstehst DU, unter Philosophie?

sw: Bitte genau zuhören!
Ich habe nicht gesagt, dass es keine Gemeinsamkeiten zwischen den Philosophien gibt.

Du kannst Unmengen von Gemeinsamkeiten und Parallelen zwischen Philosophien finden.
Auch Ähnlichkeiten.
'Das Verbindende'. Da wirst Du vermutlich nie fertig.

Ich glaube nicht, dass es 'DIE Gemeinsamkeit' zwischen Philosophien gibt. Also eine 'absolute' Gemeinsamkeit.

Du hattest gefragt (Zitat Nikolaus): 'Meine Frage lautet daher: Was ist es, das, ausnahmslos, ALLEN Philosophien gemeinsam ist?' (siehe dazu: Beweis-Was-ist-Philosophie Nr. 1 : Das Gemeinsame ALLER Philosophien ist weder die Liebe zur Weisheit, noch ist es die Suche nach Wahrheit und nach Wirklichkeit)

Meine Antwort lautet: Vielleicht, ist das allen Philosophien Gemeinsame, dass man sie nicht wirklich (letztlich) voneinander trennen kann.
Aber das, beantwortet wohl nicht Deine Frage, die eher nach 'etwas Bestimmten' fragt.
Richtig?

Ich denke, man nennt die Menschen nach ihren Taten, bzw. Tätigkeiten.
So wie man einen Bäcker nach seinem Handwerk nennt oder einen Maler nach seiner malerischen Tätigkeit, so würde man auch jemanden der sich lange mit dem Thema Philosophie beschäftigt - und dieses eben auch selbst betreibt - wohl Philosoph nennen.

Und um ein großer Meister der Kochkunst zu sein, bedarf es wohl durchaus einer gewissen Philosophie (z.B. 'nur die besten Zutaten', etc.).

Dein Anspruch war aber ein anderer.
Du wolltest eine allgemeingültige Definition für Philosophie.
Du selber nimmst aber eine Abgrenzung vor... indem Du sagst: Philosophen sind keine Köche, oder große Meister der Kochkunst.

Ich sage daher: Warum sollen Philosophen nicht auch beim Kochen das Universum ergründen?
Vielleicht, kommt man da ja auf die besten Ideen?

Ich jedenfalls finde die Philosophie viel zu 'komplex', um sie allgemein-gültig zu 'beschränken'.

Nikolaus: Du missverstehst mich.

Ich habe nie behauptet, dass Köche keine Philosophen sein können, noch habe ich die Sichtweise vertreten, dass Kochen nicht auch etwas Philosophisches sein kann.

Es gibt eine Reihe, sehr interessanter Gastrophilosophen :-)

Im Grunde, kann man von allem und jedem, zum Philosophieren, inspiriert werden, und man kann, im Grunde, über alles philosophieren!
Nicht umsonst wird, in vielen gängigen Definitionen von Philosophie - siehe zB: http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie -, dezidiert darauf hingewiesen, dass der Gegenstandsbereich der Philosophie ein allgemeiner, und damit ein nicht-begrenzter ist.

Meine Frage(n) an dich, zielte(n) jedoch in eine andere Richtung.
Ich habe dich nämlich gefragt, warum zB Platon, Nietzsche oder Habermas, ALLGEMEIN, als Philosophen bezeichnet werden, und warum ihre Namen, in diversen Lexika, REGELMÄSSIG, unter der Rubrik Philosophie zu finden sind - und nicht, zB, unter der Rubrik 'Große Meister der Kochkunst' ?

Über die Gastronomischen-Fähigkeiten eines Platons, Nietzsches oder Habermas wissen wir annähernd so wenig, wie über jene von Epikur, Hume oder Mach.
Und daher ist davon auszugehen, dass es nicht die Liebe zur Kochkunst ist, die diese Persönlichkeiten eint, und die, primär, dafür verantwortlich zeichnet, dass sie, in diversen Lexika, als Philosophen gelten.

Die Liebe zum Kochen ist somit nicht, notwendigerweise, etwas Typisch-Philosophisches.
Und ein Koch muss nicht, unbedingt, ein Philosoph sein.
ABER: Die Liebe zum Kochen, KANN zum Philosophieren führen, und sie KANN etwas Philosophisches sein.
Und ebenso KANN auch ein Koch, ein Philosoph sein.

Und wieder stellt sich mir die Frage: Was ist denn nun das Eigentlich-Philosophische, am Philosophieren?
Und warum gilt jemand - wie Platon, Nietzsche, Habermas, Epikur, Hume oder Mach -, ALLGEMEIN, als Philosoph?

Eine mögliche Antwort hast du ja bereits gegeben, als du meintest, dass Menschen, unter anderem, nach ihrem Tun benannt werden.
DOCH: Deine Antwort, weist einen kleinen Schönheitsfehler auf.
DENN: Aus ihr geht nämlich in keinster Weise hervor, was denn nun das Charakteristische, das Einzigartige ist, am Thema Philosophie.
Und da du, ebenfalls, nicht darauf eingehst, worin sich nun das Tun eines Philosophen, typischerweise, von anderem Tun - wie zB dem für einen Bäcker oder Maler Typischen-Tun -, unterscheidet, erfährt man aus deiner Antwort, letztendlich, leider auch nicht mehr, als dass ein Philosoph jemand ist, der sich für etwas interessiert, das sich Philosophie nennt, und dass er das, was sich Philosophie nennt, auch betreibt.

Was allerdings Philosophie konkret ist, und warum Persönlichkeiten wie Xenophanes oder Hegel, ALLGEMEIN, als Philosophen gelten, bleibt LEIDER auch weiterhin unklar, und unbeantwortet...

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Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 9 : Liegt es im Wesen der Philosophie, dass sie sich jeglicher allgemeingültigen Definition entzieht? (Verfasst: 8.9.2007/ Status: L/ Lexikon: Philosophie, Definition)

Der folgende Dialog ist fiktiv, und bezieht sich auf den Beitrag : Dialog-Was-ist-Philosophie Nr. 6:

Der folgende Dialog ist fiktiv:

Niki (fiktiver Gespächspartner): Immer wieder kommst du darauf zu sprechen, dass es inakzeptabel sei, dass es für (die) Philosophie keine allgemeingültige Definition gibt.

Langsam aber sicher wird jedoch dein Wiederholen des Immer-Selben ziemlich öde; und ich finde, dass du endlich dazu übergehen solltest zu akzeptieren, dass es nun mal im Wesen der Philosophie liegt, dass sie sich, GRUNDSÄTZLICH, jeglicher allgemeingültigen Definition entzieht!

Nikolaus: Glaubst du lediglich daran, dass es im Wesen der Philosophie liegt, dass sie sich jeglicher allgemeingültigen Definition entzieht, oder, hast du zur Unterstützung dieser, deiner Sichtweise, noch mehr zu anzubieten, als lediglich deinen subjektiven Glauben?

Rita: Diesbezüglich, gibt es nichts zu glauben!

Es ist eine, sich immer wieder aufs Neue bestätigende Tatsache, dass Philosophie NICHT allgemeingültig definierbar ist!

Nikolaus: Aber siehst du es nicht?!

Erkennst du es nicht?!

Indem du die Aussage, dass Philosophie nicht allgemeingültig definiert werden könne, zur unbestreitbaren Tatsache erhebst, tust du genau das, von dem du sagst bzw behauptest, dass es nicht möglich ist:
Du definierst Philosophie, in allgemeingültiger Art und Weise!

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