Frage: Gibt es, abseits (der) Akademischen-Philosophie, noch andere Formen der Philosophie?
Antwort: Selbstverständlich!
Wenn man beispielsweise intensiv darüber nachdenkt, wie man das eigene Leben zukünftig gestalten könnte, dann ist dieses Nachdenken, über den weiteren Lebensweg, OHNE ZWEIFEL, eine philosophische Tätigkeit!
DENN: Wenn man darüber nachdenkt, wie man das eigene Leben zukünftig gestalten und führen könnte, denkt man, in der Regeln, systematisch darüber nach, und errichtet ein theoretisches Gedankengebäude, des eigenen, zukünftigen Werdegangs, mit und an dessen Hilfe man versucht ein- und zu abzuschätzen, welche Vorgehendweisen, möglicherweise, den größten Erfolg versprechen könnten.
Und eben dieses Errichten eines theoretischen Systems, um, mit seiner Hilfe, unterschiedlichste Lösungen ausarbeiten zu können, ist Philosophie/ Philosophieren!
ABER: Das Nachdenken bzw Philosophieren darüber, was man morgen, übermorgen, oder irgendwann mal, vielleicht, im privaten Bereich tun oder lassen könnte - oder vielleicht sogar sollte -, ist keine wissenschaftliche Frage, sondern eine Frage des privaten Lebens.
Und, da sie das ist, daher ist JEDES Nachdenken und Philosophieren, über den eigenen, persönlichen Lebensweg, ein eindrücklicher Beleg dafür, dass Philosophie AUCH, abseits akademischer Gelehrsamkeit, (als etwas Sehr-Privates) möglich ist, und existiert!
'Es gibt wohl keinen akademischen Philosophen, der nicht AUCH Privat-Philosophie betreibt!'
siehe dazu auch, die folgenden Beiträge:
Frage: Im Beitrag
Beweis-Was-ist-Philosophie Nr. 2 wurde allgemeingültig nachgewiesen, dass Philosophie nichts gänzlich Unbestimmtes bzw Undefiniertes ist.
Wenn aber Philosophie nichts gänzlich Unbestimmtes ist: Warum wird dann, in diversen Definitionen von Philosophie dennoch immer wieder auf die Unbestimmtheit der Philosophie hingewiesen?
Antwort: Der Grund dafür ist, dass die Philosophie zwar nicht gänzlich, ABER DOCH, in zweierlei Hinsicht Unbestimmt bzw Undefiniert ist!
Im Gegensatz nämlich zu Einzelwissenschaften, wie zB der Physik oder der Biologie, verfügt die Philosophie WEDER über einen fest vorgegeben, vorherdefinierten Gegenstandsbereich NOCH verfügt sie über bestimmte, vorgegebene Erkenntnis-Methoden, die für ihr Sein typisch wären.
Physik und Biologie hingegen, bedienen sich als Naturwissenschaften, typischer, naturwissenschaftlicher Erkenntnis-Methoden.
Heute definieren sich die Naturwissenschaften über ihre Methoden... Es werden Hypothesen gebildet und systematische Experimente durchgeführt, um diese Hypothesen zu überprüfen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Naturwissenschaften (27.2.2008)
Aber auch die Aufgabenverteilung zwischen den Naturwissenschaften, wie Physik und Biologie, ist klar geregelt:
Die Physik (griech. physike 'die Natürliche') ist die grundlegendste der Naturwissenschaften. Sie beschreibt elementare Gebiete der Natur und deren Zusammenhänge, zum Beispiel Kräfte und die Bewegung von Körpern, aber auch komplexe Zusammenhänge wie die Dynamik von Raum und Zeit oder den Atombau.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Naturwissenschaften (27.2.2008)
und
Die Biologie (griech. bíos Leben und lógos Lehre) befasst sich mit lebenden Organismen, angefangen bei den kleinsten Organismen wie Bakterien bis hin zum Menschen. Sie baut dabei einerseits auf Erkenntnisse der Chemie auf und beschreibt und erklärt die stofflichen Vorgänge in lebenden Organismen. Andererseits formuliert sie übergreifende Gesetze über die Entwicklung, die Lebensweise und Fortpflanzung und andere Vorgänge und Erscheinungen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Naturwissenschaften (27.2.2008)
Die Philosophie hingegen, ist nicht nur auf einen bestimmten, einzelnen Teil-Aspekt der Wirklichkeit beschränkt!
DENN: Im Grunde, kann alles zum Gegenstand bzw zum Thema der Philosophie erhoben werden, und, man kann daher, im Grunde, über alles und jedes philosophieren.
Thematisch sind somit, der Philosophie, keine Grenzen gesetzt!
Aber auch in ihrer Methode ist sie völlig frei!
DENN: In der philosophischen Auseinandersetzung ist es, grundsätzlich, ebenso gestattet sich des Glaubens, der Gefühle, oder der Intuition zu bedienen, wie auch des Verstandes - oder anderer Erkenntnis-Mittel.
Eine allgemein bevorzugte Erkenntnis-Methode, gibt es in der Philosophie nicht!
Und daher ist man, in der Philosophie, SOWOHL in der Wahl der Mittel ALS AUCH in der Wahl des Themas, völlig frei!
DOCH: Diese völlige Freiheit in der Wahl der Erkenntnis-Mittel UND der Themen sollte nicht dahingehend falsch verstanden werden, dass Philosophie, in ihrer Gesamtheit, etwas gänzlich Beliebiges ist!
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