Bei PhilLex wird Philosophie, allgemein, folgendermaßen beschrieben bzw definiert:
Heute bezeichnet man als Philosophie jede theoretisch begründete Anschauung vom Weltganzen, der Stellung des Menschen im Weltganzen, der Werte, der Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten des Menschen sowie seiner Rechte und Pflichten.
Die Fragen nach der Abgrenzung des Gegenstandsbereichs und nach der Gültigkeit von Argumenten und Theorien sind philosophische Fragen ist.
Die Philosophie setzt die Einzelwissenschaften voraus. Die Einzelwissenschaften brauchen die Philosophie zur Begründung ihrer allgemeinen, mit anderen Wissenschaften gemeinsamen Begriffe und Methoden.
Quelle: http://www.phillex.de/philos.htm (19.2.2008)
Diese Definition kommt einer allgemein-umfassenden Definition des Phänomens Philosophie bereits sehr nahe - näher vielleicht sogar, als die meisten Definitionen.
Leider jedoch, weist sie einige Schwächen auf.
Ein Schwachpunkt dieser Definition ist, zweifelsohne, dass sie den Mensch, zu sehr, in den Mittelpunkt stellt.
So könnte es, durchaus sein, dass auch andere Lebewesen, als der Mensch, Philosophie(n) entwickeln (können). Und daher sollte, eine jede, möglichst allgemein-umfassende Definition, von Philosophie, nicht zu menschbezogen sein, und sollte, demzufolge, nicht die Möglichkeit, dass auch andere Lebewesen Philosophie(n) entwickeln (können), von vornherein, ausschließen.
Manch religiöse Texte, gelten, für manch Religiös-Gläubige, als von Gott, oder anderen 'Höheren Wesen', stammend.
Und wenn daher Philosophie ZU MENSCHBEZOGEN definiert wird, wird es, in vielen Fällen schwer, bis unmöglich, zu erklären, was das Philosophische, zB, in und an 'Heiligen Schriften', wie der Bibel oder dem Koran ist.
Des Weiteren, lässt die Definition von PhilLex, auch viele Kleinere-Philosophien, unberücksichtigt - wie zB Lebensphilosophien, die, dem Einzelnen, nur über die nächsten Tage hinweghelfen (sollen).
Und die Behauptung, dass (die) Philosophie die Einzelwissenschaften zur Voraussetzung hat, ist, schlicht und ergreifend unzutreffend.
Denn: Viele Religions-, Moral- oder Rechtssysteme, viele Unternehmens-Philosophien, viele Politische-Philosophien, und, viele Lebensphilosophien, beziehen sich in keinster Weise auf Einzelwissenschaften, noch haben sie mit Wissenschaft überhaupt etwas am Hut.
Im Philosophie Lexikon 'Peter Möllers Philolex' wird Philosophie, allgemein, folgendermaßen beschrieben bzw definiert:
Es ist schwierig, wenn nicht unmöglich, eine Definition für Philosophie zu finden, der alle Philosophen zustimmen.
Die Philosophie gibt es so wenig wie die Religion. Die Philosophen haben in den vergangenen ca. 2500 Jahren die unterschiedlichsten und widersprechensten Behauptungen aufgestellt, zu denen sie oft auf unterschiedlichsten Wegen gelangten, und sie haben sich untereinander häufig gegenseitig zu Scharlatanen erklärt.
Am ehesten wird folgende Definition die meiste Zustimmung finden:
'Philosophie ist der Versuch des Menschen mit dem Mittel des Denkens sein Dasein, die von ihm wahrgenommene äußere Welt und sein eigenes Inneres zu erklären.'
Dieser Definition werden aber vielleicht die Menschen nicht zustimmen, die nicht erklären wollen, weil sie dies für unmöglich halten und jene, die nicht mit Denken, sondern auf anderen Wegen, z.B. durch Intuition oder Meditation, die Wahrheit zu finden glauben.
Quelle: http://www.p-moeller.de/philosop.htm (20.2.2008)
Dass Philosophie schwer zu definieren ist, bedeutet noch lange nicht, dass es unmöglich ist.
Und dass nicht jeder, einer möglichst allgemein-umfassenden Definition, von Philosophie, zustimmen wird, ist nahezu voraussehbar...
Schon aus purer Eitelkeit, werden wohl manche einer Definition, die nicht von ihnen kreiert wurde, NICHT zustimmen!
ABER: Bei genauer Betrachtung, ist es auch keineswegs notwendig, dass alle einer Definition zustimmen (müssen).
Denn: Vielmehr entscheidend für eine (Sprachlich-beschreibende-)Definition ist, dass sie nicht zu weit gefasst ist, dass sie keinerlei innerer Widersprüche aufweist, und, dass das, das sie beschreibt bzw definitorisch festhält, tatsächlich zutreffend ist.
Für eine möglichst all-umfassende Definition, des Phänomens Philosophie, bedeutet dies,
dass es gänzlich irrelevant ist, ob Frau Hinz oder Herr Kunz, einer allgemein-umfassenden Definition, von Philosophie, zustimmen - oder, ob sie dies nicht tun.
Und zwar, ist dies so lange irrelevant, so lange folgende 3 Bedingungen erfüllt sind:
1.: Es ist so lange irrelevant, so lange die Definition, von Philosophie, nicht zu weit gefasst ist, sodass eine klare Abgrenzung, zu anderen Phänomenen, unmöglich ist.
2.: Es ist so lange irrelevant, so lange die Definition keine inneren Widersprüche aufweist, und sie sich, solcherart, selbst widerlegt.
Und 3.: Es ist so lange irrelevant, so lange das, das die Definition über Philosophie aussagt, AUSNAHMSLOS, auf ALLE Philosophien zutrifft.
Ein weiterer Kritikpunkt, an der Philosophie-Definition von Peter Möller, ist, dass zwar behauptet wird, dass es DIE (Definition) von Philosophie nicht gibt, ABER: Nur einen Satz später, wird darauf hingewiesen, dass sich DIE Philosophen in der Vergangenheit nicht auf eine gemeinsame Definition, von Philosophie, einigen konnten.
Wenn es nicht DIE Philosophie gibt, dann gibt es auch nicht DIE Philosophen!
Und abschließend muss festgehalten werden, dass die Definition, von der Peter Möller glaubt, dass sie den meisten Zuspruch erfahren wird, nicht nur alle Glaubenssysteme und Östlichen Philosophien ausklammert, sondern auch all jene Philosophien, deren Sinn bzw Zweck nicht darin besteht, nach Wahrheit und nach Wirklichkeit zu suchen (siehe:
Beweis-Was-ist-Philosophie Nr. 1).
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