Meinung-Was-ist-Philosophie Nr. 1 : Wenn du nicht mehr weißt, was Philosophie ist - Der Begriff Philosophie, im Alltäglichen-Sprachgebauch (Verfasst: 13.5.2008/ Status: L-F-Bl-r2/ Lexikon: Philosophie)
Wenn du dir verstärkt darüber klar werden möchtest, was Philosophie ist, ruf dir in Erinnerung, wie der Begriff Philosophie, im so genannten Alltäglichen-Sprachgebrauch, verstanden und verwendet wird.DENN: EIGENTLICH ist dir der Begriff Philosophie alles andere als ein Rätsel. Er ist - so du ein gewisses Mindestmaß an Bildung aufweist - ein Teil deines alltags- sprachlichen Vokabulars. Im Alltäglichen-Sprachgebrauch verwendest du den Begriff Philosophie durchaus häufig.
UND: VOR ALLEM: Im Alltäglichen-Sprachgebrauch verstehst du den Begriff! Ein Beispiel: Wenn dir ein Freund davon erzählt, dass er die letzten Tage weitestgehend damit verbracht hat, intensivst, über seine ehemaligen Liebesbeziehungen, und über die Liebe im Allgemeinen, zu philosophieren, verstehst du in der Regel - zumindest in Grundzügen -, was er damit meint.
Du verstehst, dass dein Freund in den letzten Tagen, intensivst, über seine Liebesbeziehungen, und die Liebe im Allgemeinen, NACHGEDACHT HAT. Im Allgemeinen-Sprachgebrauch ist Philosophieren, für dich, ident mit Nachdenken! 'Wer philosophiert, denkt nach!' ABER: Nicht jede Art des Nachdenkens ist, für dich, ein Philosophieren. DENN: Wenn dir derselbe Freund, der dir von seinem Philosophieren über die Liebe erzählt hat, davon erzählt, dass er bei seiner letzten Prüfung enorm gefordert wurde und sich gewaltigst anstrengen musste, um alle Fragen innerhalb der vorgegebenen Prüfungszeit, zumindest einigermaßen, zu beantworten, wirst du vermutlich, in der Mehrzahl der Fälle, sein Nachdenken, über das Lösen von Prüfungsfragen, wohl eher nicht als ein Philosophieren einordnen. Da, für dich, Philosophieren ident ist mit Nachdenken, aber, wie sich zeigt, keineswegs jede Art des Nachdenkens, für dich, ein Philosophieren ist, hat dies zur logischen Konsequenz, dass Philosophieren, für dich, nicht irgendein Nachdenken, über etwas ist sondern sehr wohl eine besondere Form des Nachdenkens darstellt. Worin jedoch unterscheidet sich, für dich, ein Nachdenken, das du als Philosophieren einstufst, von anderem, Nicht-Philosophischen-Nachdenken?
Die Antwort darauf lautet:
'Gewöhnliches'-Nachdenken, geht nicht in die Tiefe, und fragt beispielsweise nicht danach, welche tiefere Bedeutung dem innewohnt, worüber du nachdenkst! Um, zB, Prüfungsfragen zu beantworten, musst du zwar nachdenken:
Dein Nachdenken, das darauf abzielt Prüfungsfragen zu bearbeiten, wird allerdings, in den seltensten Fällen, derart weit gehen, dass du etwa, Schritt für Schritt, nachzufragen beginnst, warum dir die gestellten Prüfungsfragen, ausgerechnet, zu diesem Zeitpunkt gestellt werden, was diese Fragen, eventuell, für dich und dein weiteres Leben bedeuten könnten, oder welcher Sinn es, insgesamt macht, sich Prüfungsstress auszusetzen und scheinbar sinnlose Fragen zu beantworten. 'Gewöhnliches'-Nachenken ist oberflächlich und ist vielfach nicht mehr, als ein sich Erinnern, an einmal Erfahrenes und/ oder Gelerntes. Manchmal ist 'Gewöhnliches-Denken', durchaus, auch etwas Kreatives... Philosophisches-Nachdenken hingegen ist mehr, als ein Bloßes-sich-erinnern und/ oder ein kreatives Kombinieren, von einmal Erfahrenem und/ oder Gelerntem.
Philosophisches-Nachdenken bzw Philosophieren ist, für dich, ein verallgemeinerndes Nachdenken. Wenn du über etwas philosophierst, verallgemeinerst du das, worüber du philosophierst; und du suchst und fragst danach, was die gemeinsame, allgemeine Basis dessen ist, worüber du philosophierst, und/ oder du suchst und fragst danach, welche allgemeinen Schlüsse bzw Einsichten du, aus dem, worüber du philosophierst, gewinnen kannst!

