Die Geschichte des Blattes
- Die Blätterwelt
- In der Stadt
- Der kopierte Traum
- In der Wüste
- Verkehrte Welt
- Heimat
- Seefahrt
- Des Lebens Sinn
- Ende
Es war einmal ein Blatt, ein leeres weisses Blatt,
in eine heile Welt war es hineingestellt.
Grad ging die Sonne auf, das Blatt richtete sich auf,
es sah sich staunend um, das Licht fiel rundherum.
Doch wars nicht überall so wundersonnenhell,
denn hinter unsrem Blatt, da lag ein Schattenblatt.
Das Blatt drehte sich hin, der Schatten wurde klein,
dann wuchs er wieder an, die beiden sah'n sich an.
Das Blatt verneigte sich, das Schattenblatt tat's auch.
Es machte alles nach, nur war es eben flach.
So war's nicht ganz allein im hellen Sonnenschein,
der Schatten folgte ihm, wohin das Blatt auch ging.
Das Blatt ging schwankend los, in seine Welt hinaus,
und fiel's auch manchmal um, so fand es das nicht schlimm.
Es kam an einen Teich und beugte drüber sich.
Und wieder sah es sich als Spiegelbild im Teich.
"Drei Blätter gibt es hier, das
wird ja immer mehr!"
So dachte es bei sich und fiel fast in den Teich.
Das Spielgelblatt jedoch, das blieb in seinem Teich,
das ging nicht weiter mit, so wie das Schattenblatt.
Das Blatt kam in in den Wald, in eine volle Welt,
voll Blätter war es da, doch waren anders die.
Auf Bäumen hingen sie, soweit das Auge sah,
und schaukelten vereint im warmen Sommerwind.
Am Baum waren sie grün, am Boden aber braun.
Das Blatt sah lange hin, dann konnte es verstehn:
Vom Baum hängen sie ab, und wirft sie dieser ab,
verlieren sie den Saft, der ihnen Kraft verschafft.
Das Blatt schrieb auf sich drauf ein Lied vom Lebenslauf:
Du wächst an einem Ast im Frühling voller Lust,
doch bleibst du wo du bist, wirst du im Herbst zur Last.
Wie gut dass ich nicht häng am Baum mein Leben lang.
Nun wars beschrieben schon, es hatte was gesehn.
Beeindruckt von der Welt erreichte es ein Feld.
Hier bot sich weite Sicht, so weit das Auge reicht.
Da fasste es der Wind und blies es übers Land.
Der Schatten blieb zurück, der hatte nochmal Glück.
Das Blatt flog hoch hinaus und breitete sich aus.
So segelte es fort an einen andern Ort,
wo es dann stehenblieb und schaukelnd kam herab.
Es landete am Dach, das Dach, das war ganz flach,
auf einem hohen Haus, man sah sehr weit hinaus.
Die Sonne sank ins Meer der vielen Häuser hier,
und Lichter gingen an, das Blatt sah sich das an.
Da lag ein andres Blatt, das war bedruckt ganz fett,
das sagte
"Ich bin vier, die
Seitennummer - hier!".
Das Blatt sagte
"Aha, wo ist denn
Nummer drei?",
da blätterte sich's um und lächelte nur stumm.
"Und wo ist dann der Rest?" -
"Der wurde wohl zerfetzt.
Wir flogen zu geschwind in diesem
starken Wind."
Das fett bedruckte Blatt, das sagte
"Komm mal mit,
ich zeige dir etwas, was ganz
erstaunliches."
In einen Lüftungsschacht glitten sie mit mit Bedacht,
und fielen unten raus, am Gang vom grossen Haus.
Da war so ein Gerät, mit Knöpfen übersät,
da leuchtete etwas, und seitlich kam was raus.
Am Deckel oben drauf legte wer Blätter auf,
die beiden huschten hin und liessen sich kopier'n.
Und als es still dann war, da krochen sie hervor,
sie suchten die Kopien und machten sich davon.
"Wer ist hier Nummer vier?" -
Die Blätter lachten sehr.
Doch die Kopien war'n dumm und fielen dauernd um.
Da wurden sie gepackt, und in den Mist gesteckt!
Der wurde ausgeleert am Mistplatz vor der Stadt.
Dort kam das Blatt zu sich, es roch ganz widerlich.
Die Sonne ging grad auf, es richtete sich auf.
Seine Kopie war weg, verloren in dem Dreck.
Ganz traurig schlich's davon, das hat man nun davon.
Und es schrieb auf sich drauf noch einen Lebenslauf:
In einer grossen Stadt trifft man so manches Blatt,
man sieht sich in Kopien und bleibt schliesslich allein.
Die Freiheit ist nur schön, wenn man sie teilen kann.
Das Schattenblatt erschien, zerknittert, immerhin,
sie winkten sich zum Gruss und wanderten am Fluss.
Weit oberhalb der Stadt, da wusch sich dann das Blatt,
und legte sich ganz schwer zum Trocknen ans Ufer.
Das matte Blatt schlief ein und träumte von Kopien.
Die Welt ein Blätterreich, und alle sind sie gleich.
Sie schreiben auf sich drauf den gleichen Lebenslauf,
im grossen Lebensbuch ist jede Seite gleich.
Tagaus tagein der Trott ist gleich für jedes Blatt.
Kopieren jeden Tag bis hin zum Glockenschlag.
Kopierte Bücherei'n in allen Länderei'n,
man schickt sogar zum Mars eine Kopie hinaus.
Und jedes Blatt das nicht so wie die andern macht,
wird auf den Mist gebracht, dort richtet man's zurecht.
Und nirgends wird gelacht, es wird nur Angst gemacht,
niemand will anders sein, es könnt' ja was geschehn.
Nur abgeschrieben wird, auswendig jedes Wort,
am Sonntag singen sie das Loblied der Kopie.
Und die am gleichsten sind, die gehen Hand in Hand
und rennen alles um was so um sie herum.
Es gibt ein grosses Blatt, man nennt's das erste Blatt,
von dem man sich kopiert, das wird ganz hoch verehrt.
Man liebt es inniglich, viel mehr als selber sich,
man gibt sich hin dafür, man schwört ihm jeden Schwur.
Und schliesslich brennt ein Blatt vor lauter Liebesglut
zum grossen einen Blatt. Die andern finden's gut,
und brennen auch sich an, bis keins mehr brennen kann,
weil alles abgebrannt, das ganze Blätterland.
Da wachte auf das Blatt, ganz heiss vom Sonnenbad,
benommen stand es auf und schrieb was auf sich drauf:
Wie gut dass es so ist, wie's morgen nicht mehr ist.
Veränderung tut gut, doch braucht man dafür Mut.
Das Blatt hob wieder ab, der Wind trieb es hinab,
hoch über Berg und Tal, zum Meer im freien Fall.
Es gab keine Ende mehr, so gross war dieses Meer.
Es landete am Strand, nicht weit vom Wellenrand.
Und weil's da war so schön, blieb's hier und schlief bald ein.
Doch nachts kam dann die Flut und spülte fort das Blatt.
Es wachte sogleich auf, doch kam es nicht mehr auf,
das Wasser machte schwer und liess es los nicht mehr.
So trieb es auf dem Meer den Wellen hinterher,
und als der Tag dann kam, schwand alle Hoffnung ihm.
Unendlich schien die Zeit, der Ozean war weit.
Da kam ein Rettungsbrett und rettete das Blatt.
Es sagte
"Brett-sei-dank, dass ich
hier nicht versank.
Wenn hier ein Mast würd steh'n,
könnt ich ein Segel sein".
Und dann kam Land in Sicht, ein Leuchtturm schickte Licht.
Und schon kam auch der Wind und blies das Blatt an Land.
Die Sonne brannte heiss, und salzig war der Schweiss.
Das Schattenblatt war klein, sonst war nicht viel zu seh'n.
"Das ist die Wüste wohl, die ist
nicht grade voll.
Ich muss hier schnellstens raus,
sonst ist es mit mir aus."
Landeinwärts ging das Blatt, und war bald ziemlich matt,
da tauchte wie im Schlaf eine Oase auf.
Die Palmen boten Schutz, das Blatt nahm drunter Platz,
es rastete sich aus und dachte an ein Eis.
Da hörte es Geschrei, da kam etwas herbei,
geschwind versteckte sich das Blatt im Palmendach.
Es kamen Blätter an, in einer Formation,
die schwarzen streng bewacht von einer weissen Macht.
Die schwarzen mussten steh'n, die weissen konnten ruh'n,
die schrie'n auch laut herum, die schwarzen blieben stumm,
dann formten sie ein Zelt, das kühlen Schatten hielt,
für ihre weissen Herrn, die drinnen feierten.
Bald kam die Dunkelheit, und Schnarchen aus dem Zelt.
Das Blatt schwebte herab und landete im Staub,
schlich an das Zelt heran, die meisten schliefen schon,
ein Schwarzes war noch wach und knisterte ganze schwach.
"Was ist denn mit euch los, die
nutzen euch doch aus!"
"Nun ja, die sind doch weiss, die
sind was besseres."
"Und wenn ihr lauft davon?" "Dann
holen sie uns ein."
"Und wenn ihr euch dann wehrt?" "Dann
schlagen sie uns tot."
Das Blatt konnte nichts tun, drum schlich es sich davon.
Es schrieb was auf sich drauf, ein Lied vom Lebenslauf:
Die Wüste ist ein Ort, wo manches läuft verkehrt.
Wer viel hat, kriegt noch mehr, drum hungern viele hier.
Das Blatt ging rückwärts fort und kam an einen Ort,
wo alles war verkehrt, kopfüber umgedreht.
Die Häuser standen kopf, der Herd stand auf dem Topf,
ein Maulwurf flog herum, ein Storch grub Wiesen um.
Die Dummen war'n gelehrt, die Klugen ganz verwirrt,
Wer reich war, galt als arm, man sagte kalt statt warm,
der Sklave galt als frei, wer wegging kam herbei,
die Zukunft war vorbei, die Stille war ein Schrei.
Das Blatt wurde ganz schwer und hob sich immer mehr,
es sank zum Himmel hin, aus einem Loch hinein,
kam innen wieder raus und war doch vor dem Haus,
es wanderte weit weg und kam doch nicht vom Fleck.
Es fragte einen Wurm
"Wie komm ich
wieder heim?"
der Wurm drehte sich um und antwortete stumm:
"Die Nacht wird hier zum Tag, die
Wiege ist ein Sarg,
verstehst du diesen Reim, ist
überall daheim."
Das Blatt verstand es schon, man konnt' es ja hier seh'n,
doch wusste es trotz Reim nicht wie man käme heim.
Da sah es einen Zug, der oben Räder trug,
durch einen Zug-Wagon stiegs in den Bahnhof ein.
Und schon fuhr dieser ab, durchs Land bergauf bergab,
der Bahnhof blieb auch steh'n, zum Ein- und Aussteigen.
Und an der Endstation war alles anders schon,
da stand ein grosses Schild, drauf stand
"Normale Welt".
Das Blatt war hocherfreut, jetzt war es nicht mehr weit,
und hinter ihm lag bald die umgekehrte Welt.
Auf einen Berg hinauf begab es sich im Lauf,
da kam auch schon der Wind und nahm's in seine Hand.
Im Fliegen schrieb es auf noch einen Lebenslauf:
Das Leben wird zum Traum, und alles kehrt sich um,
die Wirklichkeit ist Schein, und alles kann geschehn,
doch eins und zwei ist drei, und alles geht vorbei.
Nach Hause trieb's das Blatt, es hatte alles satt,
das ist doch etwas wert, wenn man wo hingehört.
Doch war sich's nicht bewusst, wo's hergekommen ist,
drum dachte sich's:
"Ich fahr -
dorthin wo's wunderbar!"
"Ein Kartenhaus am Berg, mit Garten
und mit Zwerg,
im grünen Blätterwald, dort
werd ich gelb und alt,
erzähl den Zettelchen viel
Blätterwaldmärchen,
und werd geachtet sein, beliebt bei
gross und klein."
Bald kam es in ein Tal, wo es ihm sehr gefiel.
Dort traf es auf ein Blatt, das sagte
"Hier
mein Rat:
kauf doch bei uns ein Haus, such dir
das schönste aus.
Ein Heim braucht jedes Blatt, bei uns
kriegst du Rabatt!"
Es sagte
"Ja, ich will, doch hab ich
nicht so viel,
was ich bezahlen könnt für
euer schönes Land."
Das andre sagte drauf
"Dann denk
nicht sondern kauf.
In das Büro dort geh, das ist
die Ich-AG."
Und in der Ich-AG, da sass ein Blatt beim Tee.
Das sagte
"Such dir aus ein Ich-AG
Traumhaus,
genügend gibt es noch, und eines
passt für dich.
Ein Swimming-Pool ist cool, das ist
was ich empfehl."
In seiner Schachtel sass das Blatt und sah hinaus,
wie alle andern auch, so war das wohl hier Brauch.
Am Sonntag Rasen mähn, und abends essen gehn,
sonst arbeiten für Geld, verschuldet ist die Welt.
So ging das immerzu, man hatte niemals Ruh,
mal warf ein starker Sturm die teure Schachtel um,
dann war die Arbeit aus, der Kühlschrank leer im Haus,
die Sorgen drückten schwer, dem Blatt gefiels nicht mehr.
Und es schrieb auf sich drauf den neuen Lebenslauf:
die Fliege klebt am Leim, und ich im trauten Heim,
so wie das alles läuft hab ich mich selbst verkauft
der Ich-AG für Geld, und die kauft alle Welt.
Da fand ein Kind das Blatt und strich es sorgsam glatt,
es faltete gewandt ein Schiffchen draus per Hand.
Bevor es sich versah war schon das Segel klar
und vorwärts ging die Fahrt, hinaus zum Wassersport.
Zuerst ein schneller Bach, das ging mit Ach und Krach,
dann wurde breiter es, es kam ein kleiner Fluss.
Nach vielen Windungen und flachen Sandbänken
kam dann das Meer in Sicht, ganz still im Abendlicht.
Das Blatt fuhr stolz hinaus und steuerte gradaus,
doch blieb es alsbald steh'n, denn nichts trieb es mehr an.
Das Segel war zu klein, auch wollt kein Wind hier weh'n,
es wurde langsam feucht, dem Blatt war das nicht recht.
Und als der Tag anbrach wurde es wieder wach
und war kein Schiffchen mehr, nur mehr ein Blatt am Meer.
Es dachte
"Ich bleib cool, das
hatten wir schon mal,
bald kommt das Rettungsbrett und
nimmt mich wieder mit."
Doch diesmal kam kein Brett und niemand nahm es mit.
Und wieder war die Zeit eine Unendlichkeit,
bis es erreichte Land, da war ein Inselstrand,
der schien ganz unbewohnt, bis es dann jemand fand.
Ein schiffbrüchiger Mann, sehr bärtig und sehr dünn,
nahm vorsichtig das Blatt und trug es auf sein Bett.
Und als es trocken war, las es der Mann sich vor,
und freute sich am Reim über den Traum vom Heim.
Doch war er traurig dann von den Gedanken an
das Land aus dem er kam, zu schön ist dieser Traum.
Mit Kohle schrieb er auf das Blatt gross
"Hilfe" drauf,
verschloss die Flasche fest, ab ging die Flaschenpost.
Das Blatt war trocken nun, und konnte alles sehn,
so war es angenehm, auch wenn der Sturmwind kam.
Die Flasche trieb dahin, am grossen Ozean,
das Blatt guckte hinaus aus seinem Schiff aus Glas.
Dann sah es Land ganz nah, und was es auch noch sah,
das Ufer war ganz dicht mit Flaschenpost besteckt.
Hier schien die Endstation für solche Post zu sein,
und niemand hob sie auf und las den Hilferuf!
Bald steckte es darin, neben den anderen,
und dachte
"Nun ist's aus, hier komm
ich nicht mehr raus."
Doch falsch gedacht, es fuhr - ein Altglaswagen vor!
Der lud die Flaschen ein und machte so Gewinn.
Als Souvenir bot an die Flaschenpost der Mann.
Verkaufte davon viel, es war ein Kinderspiel.
Alsbald fand sich das Blatt auf einem Bücherbrett,
doch niemand nahms heraus, und wieder schien es aus.
Es dauerte nicht lang, da kam ein Kind heran,
gottlob wars neugierig, und gar nicht bösartig,
es holte das Papier der Flaschenpost hervor
und brachte der Mama den Hilferuf vom Meer.
Es sagte
"Mama, halt, da braucht wer
Hilfe bald!"
Die Mama lachte nett:
"Der ist jetzt
schon im Bett.
Drum sollten wir zwei nun auch
langsam schlafen geh'n."
Das Blatt war sehr enttäuscht, die Rettung war verpfuscht.
Und diesmal schrieb es auf den Überlebenslauf:
Es braucht eine jedes Wort auch einen rechten Ort
und auch die rechte Zeit ist wichtig, sonst versteht
niemand den rechten Sinn, das Leben bräuchte ihn.
Das Blatt zog wieder los, in diese Welt hinaus,
wo selten wer versteht, und viel daneben geht.
Nun war's schon recht geknickt, und manches hat geknackt,
doch war es guten Muts, man jammert nicht, man tuts.
Das Schattenblatt erschien, schon lang nicht mehr gesehn,
das Spiegelblatt im Teich schien an Erfahrung reich.
"Was ist des Lebens Sinn? Ich mache
was ich kann!"
Drum schrieb es immer mehr auf Stellen, die noch leer.
Und irgendwann dann fand ein Wanderer am Land
das Blatt am Waldeslaub, wo es gemütlich schrieb.
Erstaunt las er das Blatt und nahm es mit sich mit,
denn alt war diese Schrift, die Reime hatten Kraft.
Er ging zum Antiquar, ob diese Blatt wohl war
von ganz besond'rer Art, von irgendwelchem Wert.
Der Antiquar besah das Blatt sich von ganz nah,
und sagte
"Kinder-Reim, bring's
deinen Kindern heim."
"Wenn es von Schiller wär, ja
dann wär alles klar,
auch Goethe wär nicht dumm, doch
wer liest Kinder-Reim?"
Das Blatt hat es gewusst, es landete am Mist.
Verkannt war sein Genie, so traurig war's noch nie.
"Wozu schreib ich denn auf den ganzen
Lebenslauf,
für wen mach ich denn das, wenn
niemand lernt daraus?
Was ist des Blattes Sinn? Den
Mistplatz anzufüll'n?
Jetzt hör ich damit auf und schreibe nichts mehr auf."
Es wusch sich alles ab, grub jedem Reim ein Grab,
radierte weg den Rest und feierte ein Fest.
So leer wie am Beginn ging's Richtung Berge dann,
wollt weise werden dort an einem schönen Ort.
Doch schon am nächsten Tag dem Reimen es erlag,
den besten Lebenslauf schrieb's diesmal auf sich drauf:
Nicht jedem macht man's recht, sich selbst genügen reicht.
Was einem Kind gefällt, hat nicht den Sinn verfehlt.
Dort droben auf der Alm, da steht so mancher Halm,
der heute noch beschreibt das Blatt, das hier gelebt.
Er wiegt sich hin und her, schreibt in die Luft das Meer,
die andern wiegen mit, singen dasselbe Lied.
Die Zeit kam irgendwann und fand das Blatt allein,
sie nahm das Blatt mit sich in ihr unendlich Reich.
Sie machte draus ein Buch, das schrieb sie nicht für sich,
das schrieb sie ausschliesslich für dich und dich und dich ...
....
für EUCH !
Fritz Ritzberger
2007-01-19