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Sylt - Die Küstenlinie der Westküste

Johannes F. Fuxmagen (Dezember 2009)

( email: hannesfux@hotmail.de )

Key-words: running, GPS-global positioning system, GPS-drawing, Sylt, Germany, applied geography, sports


Einleitung


Was für Wien gilt (siehe Running Vienna), das gilt natürlich alles genauso für die Nordseeinsel Sylt im deutschen Wattenmeer. Das Laufen am Wasser fällt auf dieser kleinen Sandinsel naturgemäß besonders leicht, weil die langgestreckte Insel stellenweise ziemlich schmal und man dadurch dem Wasser fast immer ganz nahe ist. Neben befestigten Wegen (wie z.B. einer ehemaligen Bahntrasse der Inselbahn zw. Hörnum und Westerland oder dem Damm um das Rantum-Becken) ist das Laufen am Strand natürlich das großartigste Erlebnis für Landratten. Zeitig am Morgen oder am Abend ist man dabei fast alleine, man atmet die gesunden Aerosole der Meeresluft ein, es ist praktisch nie zu heiß für einen Lauf, der Sand ist sehr fein, der Strand meist weit und flach. Die Strandlauf-Erfahrung lehrt aber, daß Laufen im feinen, trockenen Sand fast unmöglich bzw. extrem anstrengend ist. Daher läuft es sich hier am besten nach der Flut bei ablaufendem Wasser im Sandbereich, der noch feucht und damit hart ist. Man tut also gut, den Gezeitenkalender für die Planung eines Runs zu konsultieren. Was es auch noch gibt: Wind - mal von vorne, mal von hinten, mal in Sturmstärke, absolute Windstille ist hier ein seltenes Ereignis. Und das wichtigste auf Sylt: Die Insel ist ein ziemlich einzigartiges Naturparadies und ein ganz besonderer Lebensraum, der durch winterliche Sturmfluten höchst gefährdet ist. Daher dürfen Dünen nur auf deklarierten Wegen überquert werden, da sonst der den Sand stabilisierende Strandhafer zerstört wird, Vögel bei Rast oder Brut gestört werden usw. Die Schutzstation Wattenmeer (Wattwanderungen und verschiedenste Führungen) und das Erlebniszentrum Naturgewalten geben hier die besten Einblicke und Informationen. Auch Teile des Oststrandes (Watt-Seite) sind Vogelschutzgebiete und können daher auch nicht durchlaufen werden. Wenn man dagegen brav auf der Westseite bleibt, wird man nicht nur durch spektakuläre Brandungsbilder belohnt: Einmal habe ich nahe der Südspitze der Insel eine Kegelrobbe am Strand gesehen, ein anderes Mal an der Westküste neben mir herschwimmend und gelegentlich auftauchend zwei Schweinswale, die man hier in der Wal-Schutzzone überraschend oft (auch beim Baden!) beobachten kann, wenn man aufmerksam ist.


Resultate

Hier ist der Lauf entlang der Sylter Westküste einschließlich eines Laufs um den Ellenbogen im Norden, die Südspitze und um das Rantum-Becken:

Fig. 1: GPS-gezeichnete Sylt-Küstenlinien (links als GPS-Draw, in der Mitte auf Karte, rechts in Google Maps)


Und hier noch ein paar geographisch interessante Beispiele wie etwa der nördlichste Punkt von Deutschland: Mein GPS-Empfänger hat dabei etwa 55° 03' 30,13920'' Nord (bei 08° 25' 00,01560'' Ost) angezeigt.


Fig. 2: Der nördlichste Punkt Deutschlands

Fig. 2: Der nördlichste Punkt Deutschlands betrachtet von der Fähre nach Römö aus

Einige Tracks in Google Maps (in separaten Fenstern)
Nördlichster Punkt Deutschlands
Das Rantum-Becken
Von Rantum nach Hörnum
Um die Südspitze bei Hörnum

Hindenburgdamm und Butterfahrten
Statt immer nur zu Laufen, kann man auch die Schiffsverbindungen der Adler-Reederei von Hörnum nach Amrum (Wittdün) oder Föhr (Wyk) aufzeichnen oder die Fahrt von Niebüll mit dem Zug nach Westerland über den Hindenburgdamm (Fig. 3, "rote" Linie).

Fig. 3: Sylt und "Umgebung": Amrum, Föhr, Langeneß und der Hindenburgdamm


"Ausser Konkurrenz": Ein kleiner Tornado östlich von Hörnum
Noch ein paar Fotos von einem seltenen Naturphänomen, das man auf Sylt sehen kann: Eine "Windhose" östlich von Hörnum, die langsam Richtung Norden wandert. Aus solchen Dingern können ganz große Tornados entstehen!!!

Fig. 4: Tornado über Hörnum/Sylt, fotografiert von West nach Ost (17. Aug. 2007, etwa 11:07:30 Uhr)

Dieser Tornado zwischen Sylt und Amrum wurde auch von anderen Beobachtern fotografiert und ist auf der Tornado-Liste von Thomas Sävert dokumentiert. Link: http://www.naturgewalten.de/070817sylt.htm

Equipment, Methoden, Erfahrungen

Holux M-241
Eine gründliche Vorstellung des verwendeten GPS-Loggers hat Herr Jens Rudolph getätigt: GPS-Logger M-241 im Test. Die offizielle Produkt-Beschreibung auf der Holux-Seite ( M 241, wireless GPS logger ) gibt einige technische Details bekannt. Dieses Gerät ist vergleichsweise preisgünstig, ein Universalgerät für den GPS-Empfang und die Datenaufzeichnung. Für Läufer gibt es natürlich eine ganze Reihe anderer Geräte mit Spezialfunktionen, Wasserdichtheit oder anderen Eigenschaften, der Holux-Logger besitzt aber gute Konnektivität (USB-Port, Bluetooth) und erlaubt eine Ausgabe in verschiedenen öffentlichen GPS-Datenformaten.

Nike Air Pegasus +
Gute Laufschuhe sind natürlich ebenfalls ein unbedingtes Tool für ein gesundes, also verletzungs- und belastungsfreies Laufen. Meine Nike Air Pegasus + haben sich als Amateur-Allround-Schuhe für unterschiedlches Gelände (Asphalt, Gras, Schotter, Waldboden) bewährt.

Weiterführende Literatur bzw. Links

GPS
Global Positioning System auf Wikipedia (web-site): http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System
GPS drawing-Website: http://www.gpsdrawing.com/
GPS TrackMaker (great software (Freeware-Version)): http://www.gpstm.com/
GPS Visualizer (web-site): http://www.gpsvisualizer.com/
Google Maps (Google Earth Bilder im Browser): http://maps.google.at/


Equipment
Holux GPS data logger M-241: http://www.holux.com/JCore/en/products/products_content.jsp?pno=341
Jens Rudolphs M-241-Test: GPS-Logger M-241 im Test

Nike Running Webseite: http://nikerunning.nike.com/nikeplus/?locale=de_de

Sylt
Die offizielle Web-Page: http://www.sylt.de/
Sylt ist auf dem Landweg nur über den Hindenburgdamm auf einer Bahnstrecke erreichbar: http://www.syltshuttle.de
Gute Ausgangspunkte für Läufe sind der Süden oder der Norden:
Hörnum im Süden:
http://www.hoernum.de/
List im Norden: http://www.list.de/

Wattenmeer-Schutzstation: http://www.schutzstation-wattenmeer.de/verein/hoernum.html
Erlebniszentrum Naturgewalten: http://www.naturgewalten-sylt.de/
Inselläufe: http://www.insellaeufer.de/
Tornado vom 17. August 2007: http://www.naturgewalten.de/070817sylt.htm


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