KontaktSponsoren Literatur ProjektFussreise 1825 Orte Josef Kyselak

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Ich lebte einige Wochen in Teplitz, und versäumte nicht, die reizenden Umgebungen des Badeortes zu durchstreifen. An einem schönen Abend bestieg ich den Schloßberg; meine trunkenen Blicke schweiften über die schöne Gegend hin, und weilten bald auf den duftumhauchten Waldhöhen des Erzgebirges, auf dem Biliner Felsen oder der waldigen Boskopola, aus deren Waldkronen sich der Mileschauer Berg und der spitze Kletschenberg hoch in die blaue Luft hoben; bald ruhte das Auge auf dem fernen Silberband der Elbe bei Außig oder auf den zahlreichen Dörfern und Häusern in der Ebene. Als ich endlich den ermüdeten Blick vom Abendrot geblendet, auf die Burgtrümmer des Schloßberges wandte, fiel mir ein Name auf der mit kolossalen schwarzen Buchstaben hoch auf die gelblich weiße Mauer gemalt war; ich las: I. KYSELAK, 1828. (...) Man erzählte mir, daß dies der Name eines jungen Handlungsdieners aus Pommern sei, der durch einen bedeutenden Lotteriegewinn in den Stand gesetzt wurde, seiner Reiselust zu folgen.

Eduard Ferrand, Ein neuer Ueberall und Nirgends, 1845.

Schon zu Lebzeiten soll Kyselak eine Legende gewesen sein – doch bei weitem nicht alles, was über ihn geschrieben wurde, stimmt so – und auch Bilder wollen sorgfältig geprüft sein! Zu den Geschichten, die sich die literarische Welt über ihn erzählte, kamen bald Illustrationen und Karikaturen hinzu. Noch heute finden sich Nachahmungen, Hommagen und Fälschungen – nicht zuletzt im internet.

 

Literatur zu Joseph Kyselak

(kursiver Text führt zu Beiträgen online)

Grab Die Wiener Bevölkerung hat Kyselak immer verehrt.

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