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Definition Finanzierung (am Beispiel der Hotellerie)

 

Unter Finanzierung versteht man nicht nur die Existenzgründung, in der Eigenkapital und Fremdkapital eingesetzt werden müssen, sondern auch die Existenzsicherung, dass heißt man muss das Angebot der sich veränderten Kundenwünsche anpassen und auch im laufenden Betrieb immer wieder Investitionen tätigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Meistens muss man Fremdkapital beschaffen um den Geldkreislauf in Gang zu setzten, jedoch sollte immer bedacht werden, dass der Großteil des Kapitals Eigenkapital sein sollte, um den späteren Gewinn nicht zu sehr durch zu hohe Rückzahlungsraten zu schmälern.

Weiters steht man am Anfang vor dem Problem, dass der Geldkreislauf beginnt bevor man Einnahmen tätigt, das heißt , man muss Anlagen, Güter und Mitarbeiter anschaffen, bevor man überhaupt über die Einnahmequelle verfügt (Pre-Opening-Kosten).

Dieser Prozessablauf ist im Hotelunternehmen durch zwei gegenläufige Ströme gekennzeichnet, nämlich den Güter- und Geldstrom.

,,Dabei kommt beim Hotelbetrieb die Besonderheit hinzu, dass Leistungserstellung, Absatz und Konsum örtlich und zeitlich zusammenfallen.“

 

Finanzierungsregel

„Die Goldene Finanzierungsregel besagt, dass das Anlagevermögen und der ,,eiserne“ Bestand des Umlaufvermögens langfristig, also mit Eigenkapital oder langfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital und das Umlaufvermögen (ohne den ,,eisernen“ Bestand) mit kurzfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital zu finanzieren ist.“

Investitionen

Investitionen in das Anlagevermögen,

  sind z.B. Neubau, Umbau, Erweiterungen oder Modernisierung von bereits vorhandenen Anlagen. Diese erhöhen, ersetzen oder erneuern das Anlagevermögen.

Sie werden durch Eigen- oder lang- bzw. mittelfristiges Fremdkapital finanziert.

 

Investition in das Umlaufvermögen

  Umlaufvermögen entsteht z.B. durch den Kauf von Waren, Rohstoffen, Getränken oder Sanitärartikel. Da der Kapitalbedarf schwankend ist und der Zeitraum zwischen Aus- und Einzahlung relativ kurz ist, liegt hier ein schneller Kapitalumschlag vor. (Umsatz steigt = Kapitalbedarf steigt)

 

Die Planung der Investition

  Da die Hotellerie ein Wirtschaftszweig mit Besonderheiten ist, müssen bestimmte Bedingungen beachtet werden:

  • Kapitalintensität
  • Anlagenintensität
  • Geringer Kapitalumschlag
  • Geringer Eigenkapitalanteil (sollte im besten Fall jedoch den größten Teil ausmachen)
  • Eine tendenziell wachsende Verschuldung
  • Hohe Belastung durch den Kapitaldienst
  • Absatzrisiko

 

Kapitalintensität

In der Hotellerie gibt es einen hohen Kapitalbedarf, der nicht nur Neubauten, sondern auch Modernisierungen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit einschließt.

Natürlich beeinflusst auch der Trend zu immer größeren Betrieben den Kapitalbedarf.

Das betrifft:

  Die Grundstückskosten:

  • Grundstückskosten hängen vom Typ des Hotels ab, das man errichten möchte. Diese Kosten minimieren sich jedoch, wenn man ein LOW-BUDGET Hotel plant, da man bei dieser Art von Betrieb auf Zusatzangebote , wie Garage oder Freizeitanlagen, verzichtet.

 

Den Standort:

  • Der Standort ist ein weiterer wichtiger Punkt der Überlegungen, da er ausschlaggebend für den Gewinn ist. Für LOW-BUDGET Hotels bieten sich z.B. Grundstücke in Gewerbeparks an, da diese wesentlich billiger sind.

 

Den Grundstückspreis:

  • Der Preis eines Grundstückes hängt natürlich immer von der Lage am Immobilienmarkt und vom Eigentümer ab. Die Kosten sollten etwa 10% der gesamten Investitionssumme betragen.

Die Baukosten:

  • Die Baukosten unterliegen in der Hotellerie spezifischen Bedingungen, z.B. wird in der Hotellerie nicht in m² sondern in m³ gerechnet, da es in der 4 und 5 * Hotellerie sehr unterschiedliche Raum- und Stockwerkshöhen gibt. Natürlich hängen die Kosten auch davon ab, wie hoch man die Qualitätsstandards haben möchte. Weiters muss man sich natürlich überlegen, wie groß man die anderen Räume plant, wie z.B. Empfangshalle, Frühstücksraum, Technik, Verwaltung, Bar usw. In der 3-5* Hotellerie geht man von einer Drittelteilung aus, dass heißt, ein drittel Gästezimmer, ein drittel öffentliche und ein drittel sonstige Räume, wie Verwaltung, aus.

 

Einrichtung und Ausstattung:

  • Diese Kosten hängen zu 100% von dem Qualitätsstandard ab, den man in seinem Betrieb bieten möchte. Man kann davon ausgehen , dass man pro Zimmer zwischen 15.000 und 25.000 € investieren kann/muss.

 

Die Vorinvestitionskosten:

  • Darunter fallen Beratungskosten für diverse Analysen, wie z.B. Standortanalyse, oder anfallende Zinsen für Zwischenfinanzierungen oder Gebühren. Diese Kosten sollten 25% der Gesamtkosten nicht überschreiten.

 

Die Vor - Eröffnungskosten:

  • Diese beinhalten die oben erwähnten PRE-OPENING-Kosten. (siehe Punkt 1)

 

Diese Kalkulation sollte man sehr genau machen, da bei Ihr die meisten Fehler auftreten können, die geschäftsschädigend oder im schlimmsten Falle sogar existenzgefährdend sein können.

 

 

Die Kapitalstruktur

 

Die Struktur des Kapitals besteht aus Eigen- und Fremdkapital, wobei das Eigenkapital normalerweise den größeren Teil des Kapitals ausmachen sollte. Dies ist nicht immer möglich, deswegen muss man meist noch Fremdkapital heranziehen.

Dadurch entstehen für das Unternehmen Probleme:

  • Kreditwürdigkeit wird eingeschränkt
  • Sicherheiten für das Fremdkapital können nicht gestellt werden
  • Der Fixkostenanteil erhöht sich
  • Durch das Fremdkapital wird die Eigenständigkeit eingeschränkt

 

Daraus lässt sich schließen, dass es kaum Möglichkeiten gibt, finanzielle Rücklagen anzulegen und dass die Struktur der Verbindlichkeiten die Liquidität des Betriebs stark beeinflusst.

 

Das Absatzrisiko

 

Das Risiko ist natürlich sehr stark von der Nachfrage am Markt und von den Kunden abhängig. Die größten Probleme bzw. Risken ergeben sich natürlich aus Faktoren, die kein Gründer beeinflussen kann, wie z.B. Saisonen, konjunkturellen Schwankungen, Wetter oder Modeerscheinungen. Natürlich kann man durch Investitionen gewissen Risken entgegenwirken, jedoch beeinflussen diese wiederum die Rentabilität und sollte die Nachfrage trotzdem ausbleiben, muss der Unternehmer mit starken Umsatzeinbußen rechnen.

 

Finanzierung

 

Möglichkeiten der Finanzierung

 

Es gibt mehrere Arten der Finanzierung. Beim Einsatz von Eigenkapital muss auf die Rendite und beim Einsatz von Fremdkapital auf die Fremdkapitalkosten Rücksicht genommen werden.

 

Innenfinanzierung

 

Ist die Finanzierung aus Überschussfinanzierungen, einbehaltenem Gewinn, Abschreibungsgegenwerten und Pensionsrückstellungsgegenwerten.

 

Überschussfinanzierung

 

Die auch als Selbstfinanzierung bezeichnete Überschussfinanzierung besteht aus einbehaltenem Gewinn, der für Investitionen genutzt werden kann.

Vorteile:

  • Die Unabhängigkeit wird nicht durch Fremdkapital beeinflusst .
  • Eigenkapitalbasis wird gestärkt, Haftungsbasis erweitert, Verschuldungsspielraum wird erhöht.
  • Die Liquidität wird nicht beeinflusst.

Nachteile:

  • Der Vorteil wird weniger geprüft als bei Fremdkapital .
  • Die Gewinne werden nicht immer unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit investiert.

 

Die Eigenfinanzierung ist für ein Unternehmen oft die einzige Chance das Eigenkapital zu erhöhen, jedoch wird diese Möglichkeit meistens überschätzt.

Außerdem können Fehleinschätzungen oder falsche Kalkulation dazu führen, dass das Unternehmen eine Fremdkredit aufnehmen muss um die Kosten zu decken.

 

Finanzierung aus Vermögensumschichtung

 

Diese Art der Finanzierung setzt auf die Freisetzung von Anlagen und Umlaufvermögen und nicht auf die Mittel aus dem Umsatzprozess.

 

Freisetzung aus dem Anlagevermögen:

  • Es werden Anlagen verkauft, die keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit oder die Marktposition des Betriebes haben.
  • oder es werden Veränderungen im Leistungsangebot gemacht, die bestimmte Anlagen ersetzten oder überflüssig machen.

 

Freisetzung im Umlaufvermögen

  • Abbau von Vorräten im F&B Bereich, z.B. Sonderangebote,
  • oder durch den Abbau von Forderungen.

 

Die Außenfinanzierung

 

Eine Erhöhung des Eigenkapitals wird durch Kapitaleinlagen bereits vorhandener Anteilseigner oder/und neuer Anteilseigner erreicht.

 

Vorteile:

  • Hat keine negativen Auswirkungen auf die Liquidität, da keine Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Kapitaldienst entsteht.
  • Es liegt kein fester Rückzahlungstermin vor, daher ist das Kapital langfristig verfügbar.
  • Der Eigenkapitalspielraum erweitert sich.

 

Nachteil:

Die meisten Unternehmer befürchten durch diese Art der Finanzierung einen Kontrollverlust, da die Anteilseigner - in einem bestimmten Rahmen - Mitwirkungsrecht haben.

 

Finanzierung über Anlagenfonds

 

Es gibt zwei Arten der Anlagefonds, die offenen und die geschlossenen Immobilienfonds.

 

Offene Immobilienfonds:

  • Sie sind für jeden jederzeit zugänglich, es kann jederzeit verkauft und gekauft werden, außerdem sind Anlagen (Objekte) unbegrenzt möglich, jedoch erfordern offene Immobilienfonds eine ständige Liquidität.

 

 

Geschlossene Immobilienfonds:

  • Das Kapital ist bereits im vorhinein festgelegt und beinhaltet bereits die einzubeziehenden Objekte. Ist das Kapital erbracht, ist keine Beteiligung mehr möglich.

Das große Problem dieser Art der Finanzierung besteht in der Trennung von Management und Kapital.

 

Die Kreditfinanzierung

 

Mit dieser Art der Kapitalsbeschaffung entstehen Gläubigerrechte, die damit verbunden sind, dass ein Rechtsanspruch auf die Rückzahlung des Kredits besteht.

Der Kreditgeber hat jedoch keinerlei Anteil an der Führung des Unternehmens.

Mögliche Kredite: Kontokorrentkredit, Lieferantenkredit, Bankkredit und Brauereikredit.

 

Kontokorrentkredit (roulierender Kredit)

  • Diese Art wird als kurzfristige Finanzierung genutzt, bei der der Hotelier und die Bank einen Kredithöchstbetrag ausmachen und dieser ohne Rücksprache mit der Bank in Anspruch genommen werden kann. Die Zinsen richten sich dann nach der tatsächlich in Anspruch genommen Kreditsumme und werden in einer ausgemachten Zeitperiode zurück gezahlt.

 

Lieferantenkredit

  • Ist eine kurzfristige Kreditmöglichkeit bei der der Hotelier das Zahlungsziel in Anspruch nimmt. Der Lieferant tut dies, da er am Absatz seiner Ware interessiert ist. Achtung: Das ist eine der teuersten Kreditformen!

Die Kosten berechnen sich durch Skonti:

 

I = Skontosatz x 360

Zahlungsfrist – Skontofrist

 

Bankkredit

  Der Bankkredit ist der am meisten verwendete Kredit und untergliedert sich in Ratendarlehen und Annuitätsdarlehen.

 

Ratendarlehen:

  • Das Darlehen wird in gleichbleibenden Tilgungsraten zurückgezahlt.

 

Annuitätsdarlehen:

  • Die Gesamtbelastung bleibt über die gesamte Laufzeit gleich. Die Rückzahlungsbeträge setzten sich aus Tilgungs- und Zinsbeträgen zusammen.

 

Brauereikredit

  • Ist eine Sonderform des Kredites, bei der die Brauerei die Investitionen finanziert und im Gegenzug vertreibt der Unternehmer die Produkte der Brauerei. Dies steht oft im Zusammenhang mit einem Pachtvertrag. Die Rückzahlungskonditionen variieren dabei von Brauerei zu Brauerei.

 

Vorteile:

  • In der Regel sind keine banküblichen Sicherheiten zu hinterlegen, da die Brauerei am Absatz ihrer Produkte interessiert ist.
  • Außerdem erfolgen durch die Brauerei Serviceleistungen und Beratung.

Nachteile:

  • Die Verträge binden über eine längeren Zeitraum, daher ist eine Kündigung kaum möglich.
  • Die Verträge schreiben in der Regel ein sehr hohes Bezugsvolumen vor, das bei Minderbezug über Schadensersatz auszugleichen ist.
  • Die Abnahme von Getränken endet nicht mit der Rückzahlung des Darlehens.
  • Es ist schwierig den Vertrag aufzulösen, sollte das Unternehmen verkauft werden. Da sich der Bezug oder der Kredit auf das Gebäude beziehen kann.

 

Beteiligungsfinanzierung in Form von Aktien bzw. Anleihen

 

Beteiligungsfinanzierung bedeutet, dass eine Person oder ein Unternehmer sich mit ihrem bzw. seinem Kapital an einem Unternehmen beteiligt, z.B. durch Kauf von Aktien oder Anleihen.

 

Ø      Für Anbieter von Wertpapieren setzt der Gang an die Börse ( going public, initial public offering) eine bestimmte Unternehmensgröße voraus, die von durchschnittlichen österreichischen Klein- und Mittelbetrieben oft nicht erreicht wird.

 

Ø      Auf Seiten der Nachfrager zeigt sich, dass die Österreicher ihr Geld noch immer lieber aufs sichere Sparbuch legen als in Aktien oder Anleihen zu investieren.

Ein Unternehmen kann durch die Ausgabe von Aktien (sog. Anteilspapieren, da sie einen Anteil am Unternehmen verbriefen) das Eigenkapital erhöhen oder durch die Ausgabe von Anleihen (sog. Forderungs- bzw. Gläubigerpapieren) das Fremdkapital erhöhen.

 

Finanzierung über öffentliche Förderprogramme

 

Dahinter steht der Wunsch des Bundes, Bundeslandes oder der EU, Jungunternehmer zu fördern. Dabei werden dem Unternehmer bei Vorliegen bestimmter Bedingungen Kredite zu sehr guten Konditionen und langer Laufzeit angeboten.

 

ERP Darlehen (European Recovery Programm)

 

  • Es werden günstige Darlehen mit festen Zinsätzen über die gesamte Laufzeit angeboten. Dies ist für Existenzgründer gedacht und deckt bis zu 50% der Investitionssumme ab. Außerdem bietet es tilgungsfreie Jahre an und kann jederzeit zurückgezahlt werden.

 

Eigenkapitalhilfeprogramm

  • Dient zur Aufstockung des Eigenkapitals bis auf 40% der Investitionssumme. Außerdem bietet es alle Annehmlichkeiten des ERP, darüber hinaus sind keine Sicherheiten erforderlich.

 

Wichtig ist, dass alle Kredite aus öffentlichen Fördermitteln kommen und über die Hausbank rechtzeitig beantragt werden müssen, da dies eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.

 

Die Bedeutung von Kennzahlen

 

Der Verschuldungsgrad

 

Die Verschuldung kennzeichnet die wirtschaftliche Lage eines Betriebes und errechnet sich durch das Eigen- und Fremdkapital. Da sich viele Hotels nur durch Fremdkapital finanzieren, ist die Verschuldung sehr groß. Dies ist ein Trend, der sich in der Hotellerie leider immer öfter findet.


Statischer Verschuldungsgrad = Verbindlichkeiten

                                                           Eigenkapital            

 

 

 

,,Der dynamische Verschuldungsgrad (oder Cash Flow Quotient) orientiert sich am Cash Flow. Er zeigt, wie lange es dauert, wenn bei einem angenommenen gleichbleibenden Cash Flow Höhe die Schulden des Betriebes getilgt werden. Damit wird die Schuldentilgungskraft des Hotelbetriebes charakterisiert, die ein wichtiger Maßstab für Fremdkapitalgeber ist.“

Dynamischer Verschuldungsgrad = Verbindlichkeiten

                                                                Cash –Flow

 

Die Anlagenintensität

 

Sie drückt das Verhältnis von Anlagevermögen zum Gesamtvermögen aus.

  Anlagenintensität = Anlagevermögen

                                   Gesamtvermögen

 

Hotels haben ein sehr hohes Anlagevermögen, welches bei Eigentümerbetrieben bis über 90% der Bilanzsumme ausmachen kann.

Der Unterschied zwischen Eigentümer- und Pachtbetrieben besteht darin, dass Pachtbetriebe einen geringeren Anteil am Anlagevermögen des Gesamtvermögens aufweisen als Eigentümerbetriebe, da die Vermögenspositionen Grund und Boden nicht in der Bilanz erscheinen.

 

In der Hotellerie gilt,  je höher die Anlagenintensität ist, umso höher ist der Fixkostenanteil, das heißt, der Anteil der Fixkosten gemessen an den Gesamtkosten steigt und je höher dieser Anteil ist, desto geringer ist die Flexibilität eines Hotelbetriebes.

 

Der Kapitalumschlag

 

Der Kapitalumschlag zeigt das Verhältnis von Umsatz und Gesamtkapital auf und wie oft das eingesetzte Kapital durch den Umsatz umgeschlagen wird.

Er zeigt wie gut oder schlecht das eingesetzte Kapital im Umsatzprozess genutzt wird.

Daraus ergibt sich, dass ein hoher Umschlag auf eine effiziente Erwirtschaftung von Erträgen zurückzuführen ist.

 

 

Kennzahlen:

 

Kapitalumschlagshäufigkeit = Betriebserträge

                                                     Bilanzsumme

 

Kapitalumschlagsdauer (Tage) = 365 Tage

                                                        Kapitalumschlagshäufigkeit

 

 

Hotels weisen - gemessen am Gesamtkapital - einen geringen Umsatz auf, daher ist der Kapitalumschlag gering. In der Regel dauert es mehr als ein Jahr bis das Kapital durch den Umsatz gedeckt wird.

Daraus folgt, dass der Pachtbetrieb auf Grund der anderen Vermögensstruktur viel flexibler reagieren kann und dass der Erfolg eher vom Pachtaufwand abhängt.

 

Eigenkapitalsrentabilität:

Berechnung: Gewinn x 100

                        Eigenkapital

 

Diese Kennzahl gibt an, wie die Verzinsung des Eigenkapitals ist.

 

 

Gesamtkapitalsrentabilität:

 

Berechnung:            Gewinn + Fremdkapitalszinsen x 100

                                                Gesamtkapital

 

Bei der Berechnung werden die Fremdkapitalzinsen zum EGT (=Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit) addiert, um den Vergleich zwischen Betrieben mit unterschiedlicher Kapitalstruktur zu ermöglichen. Es handelt sich um eine Risikokennzahl: Das Kapitalrisiko wird beurteilt nach dem Kapitaleinsatz der notwendig ist, um eine bestimmte Rentabilität zu erzielen. Diese Kennzahl drückt die Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals in der Abrechnungsperiode aus. Je höher der Prozentsatz, desto günstiger. Ein Vergleich der Gesamtkapitalrentabilität mit dem Fremdkapitalzinssatz zeigt, ob das eingesetzte Fremdkapital mehr an Überschüssen erwirtschaftet, als es an Zinsen kostet. Es empfiehlt sich, neben der Verhältniszahl auch Zähler und Nenner gesondert zu beurteilen (die Rentabilität ist umso höher, je höher das EGT und je kleiner das Gesamtkapital).

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