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Im wesentlichen war die
Großlandschaft vor 350 Mio. Jahren ein Hochgebirge vergleichbar
dem Himalaja, und wurde in weiterer Folge durch Jahrmillionen
intensiver Erosion und Plattentektonik in der Kreidezeit unter
die südlich entstandenen Gesteinsformen der heutigen Alpen
geschoben. Dieser Vorgang setzte sich auch in der Erdneuzeit
fort und die neuentstandenen Erdplatten begruben den Südrand
der Böhmischen Masse, deren Gestein bei Tiefenbohrungen
in den Alpen immer noch als Fundament nachweisbar ist. Im Zuge
der Alpenbildung wurde die Landschaft zu einem Mittelgebirge
erhoben, und dabei teilweise zerbrochen, wodurch die heutige
Rumpfschollenlandschaft entstand. Die dadurch entstandenen großen
Höhenunterschiede verursachten hohe Fließgeschwindigkeiten,
und dadurch beschleunigte Erosion. Die tief eingeschnittenen
unregelmäßigen Schneisen sind somit Indikatoren für
relativ junge Flusstäler. Die Flüsse schlugen ihre
Bahnen meist entlang der Bruchlinien ein, da an diesen Stellen
das Material lockerer war, und sie sich somit leichter eingraben
konnten. Das beeindruckenste Beispiel für diesen Vorgang
stellt die Ysperklamm dar, aber auch andere Gewässer zeigen
ähnliche Talformen, beispielsweise die Losenegger Klamm
bei St. Oswald.
Bei den Gefällestufen spielen wahrscheinlich auch die durch
Hebung und Senkung entstandenen Querbrüche eine Rolle,
denn starke und schwache Gefälle tauchen bei Ysper und
Sarmingbach an den gleichen Stellen auf. Außerdem sind
einige Wissenschafter der Meinung, die Ysper sei einst nach
Osten durch die Pöggstaller Talung und dann durch den Spitzer
Graben in die Donau geflossen, bevor die heutige Wasserscheide
zwischen Laimbach und Pisching entstand. |
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