Österreich hat Anteil an drei sehr unterschiedlichen Landschaftsformen
- Die Alpen erstrecken sich im Osten vom Wienerwald und dem oststeirischen Hügelland bis weit über die Westgrenze Österreichs hinaus, und bedecken auch in der Nord-Süd Richtung das ganze Land südlich der Donau.
- Die Beckenlandschaft im Osten und Südosten ist der Übergang zur Pannonischen Tiefebene - auch sie entstand während der Auffaltung der Alpen.
- Die Böhmische Masse setzt sich bis an die Donau fort. Sie überschreitet sie auch an einigen Stellen, wie zum Beispiel im Weinsberger Wald östlich von Melk.
Im Waldviertel erfolgte die Plattenbewegung im Zuge der Variszischen Gebirgsbildung von Westen nach Osten, denn hier unterscheidet man zwischen dem Moldanubikum bis zur Linie Krems-Langenlois-Horn-Geras, und dem Moravikum östlich davon. Die Überlagerung ist in diesem Gebiet zwischen 100 und 300km weit ausgedehnt. Die hinuntergedrückten Gesteinsschichten waren enormem Druck und sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, wodurch diese durch Metamorphose in Gneis umgewandelt wurden. Typisch für diese Steine ist die durch den hohen Druck entstandene Schieferung. Auch die für das Waldviertel so charakteristischen Felsgebilde entstanden durch
Verwitterung, wegen der abgerundeten Formen als "Wollsackverwitterung" bezeichnet. Dieser Vorgang war vermutlich im warmen subtropischen Klima des älteren Tertiär besonders ausgeprägt, und nachdem im kühleren Klima der darauffolgenden Epochen das lockere Material abgetragen worden war, blieben die Felsen als "Restlinge" zurück. Ganze Felsburgen können oft auf Kuppen herausragen oder auch als Schwimm- oder Wanderblöcke ganze Hänge übersähen. Die riesigen Gletschergebiete der Eiszeit erreichte das Waldviertel jedoch nie. Die Alpengletscher reichten maximal bis ins Donaugebiet, die polaren Gletscher etwa
bis zu Linie London - Dresden - Kiew. Dazwischen erstreckte sich eine baumlose Kältesteppe, vergleichbar mit der heutigen Tundra. Der größte Teil des Gebietes von "Nochilinga" wird vom schon erwähnten Granitkörper eingenommen, dem größten zusammenhängenden Granitmassiv Mitteleuropas. Es reicht weit nach Oberösterreich und Böhmen hinein und ist geologisch sehr einheitlich. Das dominierende Gestein in dieser Region ist der Weinsberger Granit, aus dem durch Verwitterung die beschriebenen bizarren Felsgebilde entstanden sind.
Interessant ist auch das Vorkommen von Höhlen. Diese werden im Granitgebiet nie so groß wie die berühmten Karsthöhlen im Kalkgestein, aber in der Oberen Saubachlhöhle in der Nähe der Ysperklamm wurden bis 1987 immerhin 300m vermessen. Damit ist sie wahrscheinlich die größte Granithöhle Österreichs. Bodenschätze jedoch sind in dieser Region sehr rar. Granitgrus, Serpentin und Vermiculit wurden abgebaut, der Gneis wird zum Teil für Natursteinplatten verwendet. "In der Gleisen am Zusammenfluß Großer und Kleiner Ysper soll einmal Gold gesucht worden sein."