Durch die Verwitterung des Gesteinsuntergrundes fand nach der letzten Eiszeit die Bodenbildung statt. Der kristalline Untergrund ließ im Waldviertel ziemlich nährstoffarme und saure Böden entstehen, die nicht besonders ertragreich sind. Die beiden am häufigsten auftretenden Bodentypen sind verschiedene Arten der Braunerde und des Podsols. Kurz gesagt bezieht sich der Name der Braunerde auf die Farbe des Verwitterungshorizonts (B-Horizont), die durch Eisenoxide ocker bis rotbraun gefärbt sein kann. In Mulden und Tälern ist das Ausgangsmaterial für die Bodenbildung wesentlich feiner, der Boden ist eher dem Grundwasser ausgesetzt. In der Folge ist dort der Lehmanteil höher und es kann auch zur Bildung von Gleyerde kommen. Wenn der Boden sandig und die Bodenfeuchtigkeit geringer ist, kann sich als Zwischenprodukt podsolige Braunerde bilden. Der auch als Bleicherde bezeichnete Podsol (russ.: "Boden unter Asche") ist relativ nährstoffarm und durch starke Versauerung gekennzeichnet. Durch den Vorgang der Podsolierung oder Vergleyung weist der Boden einen fahlen Auswaschungshorizont auf, das heißt, der Oberboden ist durch Auswaschung von Humus- und Eisenverbindungen gebleicht. Dieser natürliche Vorgang, der vor allem in saueren Böden und bei kühlem Klima abläuft, wird durch Fichtenmonokulturen noch verstärkt, da die Nadeln sehr langsam verrotten. Wird dieser Boden ausreichend mit Nährstoffen versorgt, kann man bei geeigneter Fruchtwahl mittelmäßige Erträge erzielen.
Der hohe Steinanteil vieler Böden erschwert die Bewirtschaftung. Böden über Granit können in Hanglagen recht trocken sein, wenn sie viel Sand und Granitgrus enthalten. Über Gneis entstehen tonreiche, schwere Böden. Die vielen kleinen Rinnsale deuten darauf hin, dass der Boden wenig wasserdurchlässig ist.