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| Das Klima in dieser Gegend ist mitunter
ziemlich rau. Nicht umsonst heißt eine alte Waldviertler
Bauernregel: "Acht Monate Winter und vier Monate kalt."
Die klimatischen Verhältnisse sind im Waldviertel oft auf
kürzeste Distanz sehr verschieden, was durch die geographische
Lage, das hügelige Landschaftsprofil und die daraus resultierenden
unterschiedlichen Seehöhen stark beeinflusst wird. Klimatisch
ebenfalls große Bedeutung haben der beinahe ständig
zumindest leicht wehende Wind und im Sommer die hohe Wärmegewittertätigkeit.
Im Gegensatz zu anderen Gebieten Österreichs, wie zum Beispiel
dem südlichen Burgenland, gibt es nur wenige ausgiebige
Sonnentage im südlichen Waldviertel, und auch die Vegetationsperiode
ist hier verhältnismäßig kurz. |
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Prinzipiell ist das Waldviertel
eine niederschlagsbegünstigte Region, da der Rücken
des Ostrongs als "Regenfänger" fungiert, doch
in den vergangenen Jahren mussten die Landwirte bereits mehrmals
mit Trockenperioden fertigwerden. Die verursachten Schäden
sind oft enorm, und viele der Betroffenen sind dazu gezwungen,
ihre Brunnen aufgrund des sinkenden Grundwasserspiegels nachgraben
zu lassen.
Zuletzt waren die Bauern der Gemeinde St.Oswald im Jahr 1994
vom lang andauernden Wassermangel betroffen - so betrug die
Gesamtniederschlagsmenge von Juni bis November 357 Liter pro
m², im gleichen Zeitraum 2000 waren es 550 Liter pro
m².
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Die Vegetationsperiode schwankt regional
zwischen 223 Tagen im Jahr im Donautal und 189 Tagen in 900m
Seehöhe. Auch der Vorfrühling mit Baumblüte und
Laubentfaltung kann im Donautal um mehrere Wochen früher
einsetzen.
Im Winter ist die Nebelverteilung auffallend, wobei die mittleren
Lagen, wie Nöchling, St.Oswald oder das Yspertal oft begünstigt
sind. Hier gibt es viele Sonnentage auch dann, wenn in den Donauniederungen
Nebel liegt. Darüber, an den Höhenrücken über
700-800 m oder am Hochplateau des Waldviertels, kann andererseits
der Nebel "hängen bleiben". Die Reifbildung,
aber auch die Wirkung von Luftschadstoffen wird dadurch verstärkt,
da diese in den Nebeltröpfchen gelöst werden und so
Säuren bilden. |
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