Segeln am Neusiedlersee:


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Seit ca. 10 Jahren bin ich Wochenendpendler zwischen Wien und Rust am Neusiedlersee.

Eine kurze Information über den Neusiedlersee und Rust.

 Im äußersten Osten ÖSTERREICHS, am Schnittpunkt zwischen Alpen und Pußta, befindet sich ein großer Steppensee, von dem böse Zungen behaupten, es handle sich bloß um ein mächtiges Reisfeld. Wer aber jemals am Neusiedlersee gesegelt ist, weiß um die Qualitäten des seichten Gewässers Bescheid. Der Neusiedlersee hat nämlich eine eingeschworene FANGEMEINDE, die das BESTE SEGELREVIER Österreichs schätzt, liebt, verteidigt, aber auch fürchtet. Erst aus der Luft wird klar, daß sich auf dem 30 Kilometer langem Gewässer die Erdkrümung so stark bemerkbar macht, daß man auch bei bester Sicht nicht vom NORDUFER das SÜDUFER erblicken kann.

An den Ufern ist der See von einem Schilfgürtel umgeben, der bis zu 5 Kilometer stark sein kann.
Der Neusiedlersee hat eine Fläche von rund 150 Quadratkilometer und den zweitgrößten geschlossenen Schilfbestand Europas (nach dem Donaudelta). Die angrenzenden Seegemeinden mußten daher kilometerlange Dämme und Straßen in den Schilfgürtel bauen, um einen Zugang zum offenen Wasser und zum Bau der Club- und Steganlagen zu erhalten.

Der einzige Steppensee Europas ist durchschnittlich nur einen Meter tief und der schlammige Boden, der durch Wind und Wellen immer aufgewühlt wird färbt das Wasser grau und macht es undurchsichtig. Das rasch wachsende Schilf ist die Heimat eines vielfältigen Vogelbestandes, der mit bis zu 300, teilweise seltenen Vogelarten in Europa einzigartig ist.

In den schönen Monaten herrscht eine ausgelassene Stimmung rund um den See, wie sie nur Pußta, pannonische Küche und unzählige Buschenschänken so trefflich erzeugen können. Land und Wein gedeihen dank der hohen Sonnenscheindauer besonders gut und im schattigen Garten, unter Weinlaube, schmecken G´SPRITZTER und SCHMALZBROT besser als anderswo.
 

Die Freistadt Rust
im Wandel der Zeit
Eine Auswahl der wichtigsten Meilensteine aus der bewegten Ruster Geschichte.

1317  Rust wird als "Ceel" (ungarisch Ulme, Rüster) in einer Schenkungsurkunde des ungarischen Königs Karl Robert I. von Anjou-Neaple für seinen Gefolgsmann Desiderius Hedevary als "possessio Ceel vocatum circa stagnum Ferthew" erstmals urkundlich erwähnt.
1436  Erste urkundliche Erwähnung einer eigenen Pfarre.
1470  Rust wird zum Markt erhoben. Aus dieser Zeit stammen die ersten Privilegien der Ruster (Marktrecht und Recht den Marktrichter selbst zu wählen).
1479  Entstehung der Zech, das heißt der Zunft der Weinbauern und die Bestätigung der Weinausfuhrprivilegien durch Matthias Corvinus.
1512  Der Markt Rust wird erstmals mit Mauern, Gräben und anderen Schutzwehren umgeben und befestigt.
1524  Seit diesem Jahr dürfen die Ruster ein gekröntes  in ihre Fässer einbrennen (Königin Maria). Noch heute verwenden viele Ruster dieses Brandzeichen auf ihren Weinkorken.
1529  Rust wird durch die Türken zerstört.
1532  Seit diesem Jahr blieb die Stadt unzerstört und das alte Stadtbild erhalten.
1583  Die Pest wütet in Rust. Viele Bewohner fliehen nach Niederösterreich vor allem in die Gegend von Wr. Neustadt.
1624  Kaiser Ferdinand II. verleiht Rust das Recht auf die Abhaltung eines Wochenmarktes an jedem Dienstag.
1649  Durch Zahlung von 6.000 Gulden in bar und 1000 Eimer Ausbruch kauften sich die Ruster von allen Abgaben, Zahlungen, Dienstleistungen und der Gerichtsbarkeit der Herrschaft Ungarisch Altenburg los und erwarben sich ihre Autonomie.
1681  Am 3. Dezember 1681 erhebt Kaiser Leopold I. auf dem Reichstag in Ödenburg Rust zur Freistadt. Die Ruster Bürger erkauften sich ihren Freibrief um 60.000 Gulden in bar und mußten 500 Eimer Ausbruch für die kaiserliche Hofburg abliefern.
1703  Kuruzzenkriege. Rust ergibt sich kampflos. Graf Karoly, ein Kuruzzengeneral, errichtet in Rust sein Hauptquartier.
1809  Feindliche französische Soldaten marschieren in Rust ein.
1836  Kaiser Ferdinand erteilt der Freistadt Russt das Recht, insgesamt vier Jahrmärkte abzuhalten.
1876  Zu dieser Zeit wurden die jahrhundertealten Privilegien abgeschafft. Die Schaffung der österreichisch-ungarischen Monarchie unterstellte die Freistadt Rust der Komitatsverwaltung Ödenburg.
1921  Das Burgenland - und damit auch Rust - kommt zu Österreich.
1954  Die Ruster Altstadt wird als erste Österreichs unter den Schutz der Haager Konvention gestellt.
1975  Neben Salzburg und Krems wird die Freistadt Rust im "Jahr des europäischen, architektonischen Erbes" ausgezeichnet, weil hier keine revitalisierte, sondern eine vitale Altstadt besteht.
1981  Die "Weinstadt" Rust schließt eine Städtepartnerschaft mit der "Bierstadt" Kulmbach/BRD - www.kulmbach.baynet.de
1989  Die erste deutschsprachige "Weinakademie" der Welt wird in Rust gegründet.

Und ein wichtiger Aspekt, das Wetter:

Das Wetter in Österreich

Das Wetter in Österreich als Karte:

Satelitenaufnahme Wetter in Europa: (wird stündlich erneuert.)