KALENDER

 

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(diese Seite befindet sich noch im Aufbau, Stand 4.1.2012)

 

 

Monatsnamen deutsch Ÿ altdeutsch Ÿ slowenisch (Erklärungen zu den Monatsnamen unten)

 

Jänner (Januar) Ÿ Hartung (Eismond) Ÿ Prosinec

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Februar (Feber) Ÿ Hornung Ÿ Svečan

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Feiertage, wichtige Tage

 

  1.1. Neujahr
  6.1. Heilige Drei Könige

22.2. Aschermittwoch

 

März Ÿ Lenzmond Ÿ Sušec

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April Ÿ Ostermond Ÿ Mali traven

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20.3. Frühlingsanfang
25.3. Beginn der Sommerzeit
  6.4. Karfreitag

20.4. Vierbergelauf (Kärnten)
 
8.4. Ostersonntag
  9.4. Ostermontag

Mai Ÿ Wonnemond Ÿ Veliki traven

KW

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Juni Ÿ Brachmond Ÿ Rožnik

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  1.5. Maifeiertag
17.5. Christi Himmelfahrt
27.5. Pfingstsonntag
28.5. Pfingstmontag
  7.6. Fronleichnam
21.6. Beginn der Sommerzeit

 

 

Juli  Ÿ Heumond Ÿ Mali srpan

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August Ÿ Erntemond Ÿ Veliki srpan

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Feiertage, wichtige Tage

 

  15.8. Mariä Himmelfahrt

 

September Ÿ Herbstmond Ÿ Kimavec

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Oktober Ÿ Weinmond Ÿ Vinotok

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   22.9.  Herbstanfang

  26.10. Nationalfeiertag

  28.10. Winterzeitumstellung

    1.11. Allerheiligen
    
2.11. Allerseelen


November Ÿ Nebelmond (Windmond) Ÿ Listopad

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Dezember Ÿ Christmond (Julmond) Ÿ Gruden

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  2.12. Erster Advent
  6.12. Nikolaus
  8.12. Mariä Empfängnis
21.12  Winterbeginn
24.12. Heiliger Abend
25.12  Christtag
26.12. Stefanitag
31.12. Silvester

 

 

Die gängigen Monatsnamen lateinischen Ursprungs: I. Ianuarius vom Gott Ianus, des Gottes der Türen, des Ein- und Ausganges (erster Monat seit 153 v. Chr., davor begann das römische Jahr am 1. März). II. Februarius bedeutet „Reinigungsmonat“ (zum Verbum februare „reinigen“) auf Grund von Sühne- und Reinigungsriten, die in altrömischer Zeit üblich waren; war ursprünglich letzter Monat im Jahr, daher der kürzeste. III. Martius nach dem römischen Kriegsgott Mars, dem er geweiht war, ursprünglich war dieser auch ein Wettergott und somit für die Vegetation „zuständig“; mit dem März als Monat des Frühlingsbeginns begann das Jahr im altrömischen Kalender (vor der „julianischen“ Kalenderreform). IV. Aprilis auf altem *apero- „der hintere, spätere, folgende“ beruhend, weil er im altrömischen Jahr „der dem ersten Monat März nachfolgende“ war. V. Maius Name des gleichnamigen Gottes, dem Beschützer des Wachstums, dessen Bezeichnung die männliche Form von Maia „große Göttin, Erde“ (Mutter des Merkur) ist, von lateinisch maior, maius „größer“ abgeleitet. VI. nach der römischen Göttin Iuno (Fruchtbarkeits- und Ehegöttin, Gemahlin des Jupiter). VII. Quintilis („fünfter [Monat]“), dann zu Ehren ab 45 v.Chr. von Gaius Iulius Caesar (er reformierte den römischen Kalender, daher julianischer Kalender). VIII. Sextilis („sechster [Monat]“), dann zu Ehren des ersten römischen Kaisers (Caesar Octavianus, Beiname:) Augustus „der Geweihte, Heilige, Erhabene“ seit 27 v. Chr. so benannt. IX. ursprünglich (im altrömischen Jahr) der siebente, daher (mensis) september „der siebente (Monat)“, demnach auch X. (mensis) october „achter“, XI. november „neunter“ und XII. december „zehnter (Monat)“, von den Zahlwörtern octo „8“, novem „9“, decem „10“ abgeleitet (entsprechend bis 45 bzw. 27 v.Chr. auch VI u. VIII). Diese traditionellen Bezeichnungen wurden nach 153 v.Chr. (s.o. I) sowie der julianischen (s.o. VII) und gregorianischen Kalenderreform beibehalten (lt. päpstlicher Bulle vom 24.2.1582 folgte auf den 4.10. der 15.10.1582 [heute ist der 15. Oktober der „Tag des Kalenders“]).

Unsere altdeutschen Monatsnamen: Die römischen Monatsnamen sind in den christlichen Kalender übernommen worden; daneben haben sich noch lange die altdeutschen, auf die Zeit Karls des Großen zurückgehenden Monatsnamen gehalten, die alle einen Bezug zum bäuerlichen Jahresablauf haben. I. Hartung „der harte (= strenge) Monat“ oder Eismond bzw. -monat. II. Hornung (zu Horn in der Nebenbedeutung „Winkel“) „der aus dem verborgenen Stammende, Bastard, Benachteiligte“, also „der hinsichtlich der Anzahl seiner Tage benachteiligte Monat“. III. Lenzmond enthält Lenz „Frühling“ (alt und dich­terisch). IV. Ostermond nach dem Osterfest. V. Im Althochdeutschen hieß der Mai winnimânôd „Weidemonat“ (zu winni „Weide(platz)“), das dann zu wunnimânôd Wonnemond“ umgedeutet wurde. VI. Brachmond bezieht sich auf die in diesem Monat zu bestellenden, davor noch „brachliegenden“ Äcker und Felder. VII. Heumond nach der zu dieser Zeit einzubringenden Heuernte. VIII. Erntemond (althochdeutsch aranmânôd) war nie sehr üblich und bezog sich auf die in diesem Monat erfolgende Einbringung der Ernte; bis ins 18. Jhdt. war auch die Kurzformen Augst und Aust (= August) verbreitet. IX. Herbstmond (althochdeutsch auch witumânôd „Holzmonat“). X. Weinmond nach der dieser Zeit stattfindenden Weinlese. XI. Nebelmond, auch Nebelung bzw. Windmond (nach dem zu dieser Jahreszeit häufigen Nebel bzw. Wind). XII. Im Althochdeutschen zunächst heilagmânôd „Heiligmonat“, später dann Christmond (auch Wintermond und Julmond, letzteres nach dem germanischen Fest der Wintersonnenwende, erst seit dem 19. Jhdt. nach nördlichem Vorbild).  

Die alten slawischen Monatsnamen (hier die slowenischen) haben – ähnlich wie die altdeutschen – einen Bezug zum bäuerlichen Jahresablauf. I. Prosinec „der durchscheinende Monat“, in dem die Sonne bereits wieder durch die Wolken scheint. II. Svečan – älter sečan, sečen, wohl zu sekati „hacken“ als „Monat des Holzhackens“ (oder der wegen seiner Kürze „abgehackte Monat“), später nach dem einst bedeutenden Fest svečnica „Maria Lichtmess“ (2.2.) umgeformt. III. Sušec von suh „trocken“ (da nach dem Winter der Boden locker wird und wieder gepflügt werden kann). IV. Mali traven  „kleiner Grasmonat“ zu trava „Gras“, travnik „Wiese“. V. Veliki traven „der große Grasmonat“ (beide semantisch dem Wonnemond vergleichbar). VI. Rožnik „Rosenmonat“. VII. Mali srpan „kleiner Ernte­monat“ (zu srp „Sichel“ als Symbol der Getreideernte). VIII. Veliki srpan „großer Erntemonat“. IX. Kimavec „Monat, in dem das Vieh auf Grund der Belästigung von Bremsen u.dgl. unruhig wird“ (zu kimati „mit dem Kopf nicken, den Kopf schütteln“; semantisch dem altdeutschen Bisemânôd  „Monat, in dem das Vieh unruhig auf der Weide herumläuft“ entsprechend). X. Vinotok nach der dieser Zeit stattfindenden Weinlese (wörtlich „Weinausschank“). XI. Listopad „Blätterfall“ (nach dem Abfallen des Laubes zu dieser Jahreszeit). XII. Gruden „Schollenmonat“ (in dem die Erde vor Frost hart wird). – Die slawischen Monatsnamen sind in den Einzelsprachen recht verschieden und haben nicht überall die gleiche Bedeutung, z.B. ist listopad im Kroatischen der „Oktober“, im Tschechischen und Ukra­inischen – wie im Slowenischen – der „November“. –  Im Kroatischen, Tschechischen und Ukrainischen verwendet man meist  nur die slawischen Monatsnamen.

 

Jahresbeginn

 

Für uns ist heute selbstverständlich, dass das neue Jahr am 1. Jänner (oder binnendeutsch mit dem 1. Januar) beginnt, doch dies ist nur wenig mehr Jahre her als die doppelte Zahl unserer schlaraffischen Zeitrechnung: 152 x 2 = 304, und vor 320 Jahren hat Papst Innozenz XII. endgültig per Dekret den 1. Jänner als Jahresanfang festgelegt, bis dahin galt in weiten Teilen Europas der 6. Jänner als Jahresbeginn. Und nicht nur der: nach dem Annuntiationsstil (Mariä Verkündigung) war es am 25. März, nach dem Weihnachtsstil am 25. Dezember und nach dem Paschalstil zwischen dem 22.und 23. März und dem 25. April zu Ostern. Und dies war von Land zu Land und oft auch von Epoche zu Epoche verschieden. Der Jahresbeginn am 1. Jänner heißt übrigens Circumcisionsstil, weil an diesem Tag die Beschneidung Christi (lat. Circumcisio Domini) mit dem Festum circumcisionis gefeiert wurde.

Schon die Römer haben im Jahre 153 v. Chr. den 1. Jänner als Jahresanfang festgelegt, da der Ianuarius dem Gott Ianus, dem Gott der Türen, des Ein- und Ausganges, geweiht war – davor begann das römische Jahr am 1. März (Frühlingsbeginn). Der Schönheitsfehler: die alten Monatsnamen, die von Zahlwörtern abgeleitet waren, behielten ihre Bezeichnungen: VII. Quintilis („fünfter [Monat]“), dann ab 45 v.Chr. zu Ehren von Gaius Iulius Caesar (er reformierte den römischen Kalender, daher julianischer Kalender). VIII. Sextilis („sechster [Monat]“), dann zu Ehren des ersten römischen Kaisers (Caesar Octavianus, Beiname:) Augustus „der Geweihte, Heilige, Erhabene“ seit 27 v. Chr. so benannt. IX. ursprünglich (im altrömischen Jahr) der siebente, daher (mensis) september „der siebente (Monat)“, demnach auch X. (mensis) october „achter“, XI. november „neunter“ und XII. december „zehnter (Monat)“, von den Zahlwörtern octo „8“, novem „9“, decem „10“ abgeleitet. Da der Monat Februar der letzte war, ist er der kürzeste und der Monat mit Schalttag. Dieser war ursprünglich nicht der 29. Februar, sondern der 24., den man doppelt zählte (erst im Zuge der gregorianischen Kalenderreform wurde der 29. Februar eingeführt und die katholischen Heiligen der Tage 24.-28. Februar wurden in der Kirche in den Schaltjahren vom 25.-29. um einen Tag später gefeiert, so z.B. der Hl. Matthias in Schaltjahren nicht am 24., sondern am 25.).

Dieser Schalttag in den durch 4 teilbaren Jahren wurde von Julis Caesar im Zuge der julianischen Kalenderreform im Jahre 45. v. Chr. eingeführt. Allerdings waren diese Schalttage zu wenig, denn der Umlauf der Erde um die Sonne dauert rund 365 Tage und etwas mehr als 6 Stunden, daher fiel der Frühlingsbeginn bis zum Jahre 1582 auf den 10. März zurück. Heute wäre es ohne Reform bereits der 7. März. Daher ließ Papst Gregor XIII. auf den 4. Oktober 1582 gleich den 15. folgen und führte damit den gregorianischen Kalender ein, daher gilt heute der 15.10. als „Tag des Kalenders“. Weiters wurde festgelegt, dass zum Ausgleich  in den Jahren 1600 und 2000 (und wieder 2400) geschaltet wird, aber nicht in den übrigen Jahrhunderten. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass jedes Jahr ein paar Minuten länger dauert als 365 Tage und einen Vierteltag (also 6 Stunden). Der gregorianische Kalender wurde in den katholischen Ländern meist ab 1582/83 übernommen, in den anderen Ländern nach und nach, so in England und Amerika erst 1752, in Russland 1918, in Griechenland 1923, der Türkei 1926 und zuletzt in China 1949. Daher fand die russische Oktoberrevolution am 25. Oktober 1917 Ortszeit statt, sie wurde aber nach Einführung des gregorianischen Kalenders am 7. November gefeiert.

 

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