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ae american football - Fragen / Antworten


american football ist nicht nur von den Regeln am Spielfeld her ein wohlüberlegter Sport, viel Rundherum trägt ebenfalls dazu bei, jedes Jahr neue Situationen herbeizuführen, mittelfristig Ausgewogenheit zu gewährleisten und nicht zuletzt dienen die Regeln selsbt auch dazu, dass taktische Überlegungen beider Teams während des Spieles die Spannung aufrecht halten. Auch bei gutem Verständnis der Regeln bleiben da zahlreiche Fragen offen.
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by Heinrich Hofer

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Wie kommt der Spielplan der NFL zustande? * Wie funktionieren eigentlich die Drafts?
Was bringt eine Two-Points-Conversion? * Was ist blitz? * Was ist shotgun?
und Vieles mehr

 

Eine der wohl häufigst gestellten Fragen (nicht nur von neuen Fans des american football) ist:

Wie wird der Spielplan erstellt ?

Der neue Spielplan der NFL (seit 2002)

Lang ersehnt und 2002 endlich realisiert: Mit der Hinzunahme der Houston Texans erhöhte sich die Anzahl der Teams in der NFL auf 32. Eine herrlich runde Zahl, die eine Begradigung der Divisionseinteilung und des Spielplanes ermöglichte.
Gleichzeitig konnten damit auch Korrekturen bei der regionalen Zuteilung zu Divisions vorgenommen und (natürlich gewachsene) Seltsamkeiten, wie etwa Atlanta in einer West-Division, beseitigt werden.
Der Aufbau des Spielplanes ist seither aufrecht geblieben und da er sich bewährt hat, ist mit Änderungen in absehbarer Zeit nicht zu rechnen.

AFC EAST
New York Jets
New England
Buffalo
Miami
AFC NORTH
Cleveland
Pittsburgh
Baltimore
Cincinnati
AFC WEST
Kansas City
San Diego
Oakland
Denver
AFC SOUTH
Jacksonville
Indianapolis
Tennessee
Houston
NFC EAST
New York Giants
Philadelphia
Washington
Dallas
NFC NORTH
Green Bay
Minnesota
Chicago
Detroit
NFC WEST
San Francisco
St. Louis
Arizona
Seattle
NFC SOUTH
New Orleans
Tampa Bay
Carolina
Atlanta

Da in der NFL nicht jeder gegen jeden spielt, sondern ein Mischsystem praktiziert wird, sind die Änderungen im grundsätzlichen Spielplan auch von Bedeutung für die Ausgangssituation zum Erreichen der Play-Offs.
Werfen wir also einen Blick auf das seit 2002 gültige System.

Jede Mannschaft spielt 16 Spiele gegen 13 verschiedene Gegner.
Jeweils 4 Mannschaften pausieren in den Runden 3 bis 10.
Der Grunddurchgang (regular season) besteht somit auf 17 Runden.

Spiele in der eigenen Division:
Es gibt jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel
gegen jedes der 3 anderen Teams.
Das sind 6 Spiele (bisher 8).

Spiele gegen eine Division der eigenen Conference:
Es gibt jeweils ein Spiel
gegen jede der 4 Mannschaften.
Das sind 4 Spiele (bisher 4).

Spiele gegen eine Division der anderen Conference:
Es gibt jeweils ein Spiel
gegen jede der 4 Mannschaften.
Das sind 4 Spiele (bisher 4).

Neu sind die Spiele gegen gleichgesetzte Teams zweier Divisions der eigenen Conference:
Das entspricht 2002 der Setzung und ab dann
der Platzierung der Vorsaison.
Es spielen also 1. gegen 1., 2. gegen 2. usw.
Das sind 2 Spiele (bisher 0).

Damit wurden seit 2002 die Spiele in der eigenen Division reduziert und damit etwas abgewertet.
Das hat große Bedeutung, da nur mehr 2 Wild Cards für die Play-Offs (je Conference) zu vergeben sind, um die sich insgesamt 8 Zweit- und Dritt-Platzierte in den Divisions bewerben. Deshalb ist es positiv, dass es 6x gegen Teams anderer Divisions in der eigenen Conference geht, weil damit der Kampf um Punkte für die Wild Cards direkter gestaltet wird und sich stärkere Divisions bessere Positionen sichern können.

Sehr positiv sind die beiden neueingeführten Spiele von Gleichplatzierten. Was für uns recht ungewöhnlich ist (weil bei uns meist über Kreuz gespielt wird - also 1. gegen 4. usw.), doch dies entspricht den amerikanischen (Ballsport-) Auffassungen von Chancengleichheit. Überdies wurden damit zusätzliche Schlagerspiele eingeführt.


Den Spielplan des jeweils aktuellen Grunddurchganges finden Sie unter www.nfl.com

Grundsätzliches zu den Conferences und Divisions

Das gesamte System der Einteilung in Conferences und Divisions mutet für europäisches Denken seltsam an.
Die beiden Conferences (AFC und NFC) sind nicht künstlich geschaffen worden, sie haben schon bestanden, bevor es eine NFL (als Dachorganisation) gab. Deshalb werden sie auch heute noch relativ getrennt geführt und im großen Finale, der Super Bowl stehen einander zwei Champions gegenüber, jener der NFC und der AFC.
Das war bis vor wenigen Jahren noch ein gewisser Schutz für die AFC als deutlich schwächere Conference, was sich zuletzt jedoch gravierend geändert hat.
Da theoretisch in der AFC auch nicht-US-amerikanische Teams mitspielen dürften (was derzeit nicht der Fall ist), können die Amerikaner behaupten, dass die Super Bowl eine Art Weltmeisterschaft ist.

Die Play-Offs (post season)

Sie werden conference-intern gespielt.
Teilnehmer sind die jeweiligen vier Divisions-Sieger und die insgesamt nächstbesten 2 der Conference.

Grundsätzlich gilt für alle Play-Off-Spiele: Die bessere Mannschaft hat Heimrecht. Es lohnt sich also, den Grunddurchgang gut abgeschlossen zu haben.
Die beiden besseren Division-Sieger sind in der ersten Runde des Play-Offs spielfrei.

Nach zwei Spielrunden wird das Conference Finale bestritten, der Sieger darf sich Champion nennen und die beiden Champions bestreiten nun die "Weltmeisterschaft" - die Super Bowl, das weltgrößte Einzelevent im Sport.

  Was geschieht bei Gleichstand zweier Teams?

Besteht Gleichheit im Prozentsatz Siege/Niederlagen bei zwei Mannschaften der gleichen Division, zählen zuerst die (1) Resultate der Spiele gegeneinander, dann jene (2) innerhalb der eigenen Division und schließlich die (3) innerhalb der eigenen Conference. Als 4. Kriterium folgt der Quotient aus allen Spielen, in denen die beiden Teams gegen gleiche Mannschaften gespielt haben.
Erst wenn das noch immer keine Differenzierung gebracht hat, kommen die Netto-Punkte (erzielte minus erhaltene) zum Zug und zwar jene der Spiele innerhalb der Division. So weit ist es jedoch noch nie gekommen.

Tiebreaker zwischen Teams verschiedener Divisionen erfolgen ähnlich.

Die Pro Bowl ist ein reiner Show-Bewerb und wird zwischen den ausgewählten Superstars der AFC und NFC nach der Super Bowl (in Hawaii) bestritten


Nicht minder eigenwillig und rätselhaft für den europäischen Betrachter wirken die Drafts. Sie sind das spektakulärste Event der NFL ausserhalb des Spielfeldes (und der Saison).

  Was sind eigentlich diese Drafts?

Sie sind der große Transfermarkt der NFL.
Es sind an die 2.000 Spieler bei den Clubs beschäftigt, klar, dass da eine erhebliche Fluktuation stattfindet. Rund 250 Spieler finden jährlich bei den Drafts ihren neuen Brötchengeber.
Das Spektakel findet in gebührendem Rahmen (Madison Square Garden) unter größtem öffentlichen Interesse an einem Wochenende Mitte April statt und bietet natürlich lange vorher bis lange nachher Stoff für Spekulationen und Analysen. So retten sich die Fans über die lange Spielpause hinweg.

Wie funktionieren die Drafts?

Grundsätzlich gibt es 7 Runden, in denen die Clubs je einmal einen Spieler auswählen dürfen (Picks). Um einen gewissen Ausgleich zu schaffen, kommen in jeder Runde die Clubs in umgekehrter Reihenfolge zum letztjährigen Spielerfolg zum Zug.
Das heisst konkret: Der Schwächste des letzten Jahres wählt in jeder Runde als erster, der Super Bowl Sieger als 32.
Diese Festlegung ist aber nur grundsätzlich, denn die Clubs können ihre Berechtigungen verkaufen oder tauschen. Das geschieht häufig, nur etwa 2/3 der Picks finden in der echten Reihenfolge statt.

Zudem gibt es noch zusätzliche Picks (an die 30). Ehrlich gestanden: Wieso bestimmte Vereine in den Runden 3 bis 7 nach dem Pick des 31. zusätzlich wählen dürfen, habe ich nicht verstanden (meine Detailkenntnis reichen hiezu nicht aus). Ich möchte Ihnen jedoch die Originalbegründung nicht vorenthalten, hier also der Text:
"... a team loosing more or better compensatory free agents than it acquires in a year is eligible to receive compensatory draft picks."
Da natürlich jeder Club, wenn er an der Reihe ist, erst einmal sichten muss, welche Spieler ihm bereits weggeschnappt wurden, gibt es eine Bedenkzeit von 15 Minuten in der ersten Runde, 10 in der 2. und 5 ab der dritten. Solcherart dauert die 1. Draftrunde etwa 5 Stunden, die letzte ca. 1 Stunde.

Für die Spieler ist es natürlich eine Frage des Prestiges und gleichzeitig eine Verpflichtung, wenn sie früh, möglichst in der ersten Runde, gedraftet wurden. Und auch der Stress für die Einkäufer ist groß: Wird ihr Erstrundendraft später ein Flop, ergießt sich Hohn und Spott über sie. Wird ein spät gedrafteter Spieler ein Superstar, dann dürfen sich die Einkäufer insgesamt die Vorwürfe noch jahrelang anhören.
John Elway - Superstar der Saisonen 1997/98 und 1998/99 - war übrigens 1983 (gutes Draftjahr für QBs) der allererste Pick. Käufer Indianapolis verscherbelte ihn danach umgehend an Denver ...

Soweit also Spielpläne und Drafts.
Für den mit amerikanischen Sportarten nicht sehr vertrauten Europäer wird trotz gewissem Regel-Verständnis manches Geschehen auf dem Feld rätselhaft sein. Hier einige Fragen, die immer wieder auftauchen, samt Antworten:


Warum wirken Quarterbacks oft so feige?

Es fällt auf, dass im Sport der harten Männer gerade die Quarterbacks direkten Duellen aus dem Weg gehen. Das hat jedoch einige gute Gründe:

  • Sie sind die Spieler, die das Spielsystem bestimmen. QBs sind praktisch unersetzlich und müssen sich deshalb der Verletzungsgefahr entziehen.
  • QBs werden von ihren Gegnern mit besonderer Härte angegriffen, schon alleine um sie einzuschüchtern.
    Allerdings werden QBs seit einigen Jahren auch besonders geschützt: Übertriebene Härte wird bestraft und einen QB anzugreifen, nachdem er den Ball abgeworfen hat, gilt als besonders strafwürdiges Vergehen. Andererseits wird jetzt auch ein QB bestraft, wenn er den Ball ungezielt ins Out wirft, um einem Sack (und damit Raumverlust) zu entgehen.
  • Ein weiterer (nicht so unbedeutender) Grund liegt auch darin, dass QBs vergleichsweise eher zart gebaut sind ...

Übrigens: Es gibt auch immer wieder QBs, die sich nicht nur als Gehirne und Verteiler sehen, sondern selbst gerne ins Spiel direkt eingreifen. Das Spiel der San Francisco 49ers war stets auf selbst laufende QBs aufgebaut, Joe Montana war für seine Läufe und Touch Downs berühmt (80er Jahre), ebenso sein Nachfolger Steve Young.


Warum sehen die Kicks/Punts so seltsam aus?

Sieht man von Free-Kicks (Ziel: Ball durch die Stangen/Goal) ab, dann liegt die Hauptaufgabe der Kicks und Punts darin, zwar weit zu sein, aber gleichzeitig auch hoch genug zu fliegen, um der eigenen Mannschaft die Zeit zu geben, rechtzeitig am Ort des Geschehens einzutreffen.
Allerdings sind gerade Punter häufig der Schwachpunkt der Teams (wohl ein wenig beliebter Job, wie etwa Tormann bei uns) und man muss bedenken, dass das Spielen des Balles mit dem Fuss in den USA nicht die Tradition hat, wie in Europa.
Deshalb werden auch gerne europäische Ex-Fussballer als Kicker eingesetzt.


Wozu wird eine 2-Points-Conversion gebraucht?

Nach jedem Touchdown gibt's als Bonus noch einen Kick, der 1 Punkt zählt. Aufgrund der kurzen Distanz kann dieser Kick als beinahe 100%-Chance gesehen werden.
Die 2-Points-Conversion kann anstelle dessen gewählt werden und ist ein einziger, zusätzlicher Spielzug, der im Erfolgsfall mit 2 Punkten belohnt wird. Die Chance ist jedoch bei weitem nicht halb so gut.
Die unsichere 2-P-C wird deshalb nur gewählt, wenn man sich von einem sicheren Punkt wenig bis gar nichts verspricht, etwa:
2 Minuten vor Schluss führt eine Mannschaft mit 5 Punkten Vorsprung. Ein Punkt zusätzlich bringt nichts, denn es ist unwahrscheinlich, dass der Gegner noch 2 Fieldgoals (=2x3 Punkte) erzielen kann, um auszugleichen. Folglich versucht man, den Vorsprung auf 7 Punkte auszuweiten, um im Falle eines gegnerischen TDs (6 Punkte plus praktisch sicherem Extrapunkt) noch das Remis zu wahren.


Gibt's in der NFL ein Unentschieden?

Ja, aber sehr selten (und nicht in den Play-Offs). Bei Unentschieden nach regulärer Spielzeit wird ein Sudden Death angeschlossen (OT=Overtime): Die Mannschaft, die zuerst punktet, hat gewonnen. Wird innerhalb eines Quarters kein Punkt erzielt, endet das Spiel endgültig Unentschieden und bringt einen halben Punkt für beide.
Am Rande: Interessanterweise ist es (statistisch gesehen) kein Vorteil, im Sudden Death ersten Ballbesitz zu haben. Eine Statistik hat gezeigt, dass die Chancen für die ersten Ballbesitzer sogar minimal negativ stehen (49:51).

In der NFLE (Europa) wird die Overtime etwas anders gespielt: Hier muss jede der beiden Mannschaften in Ballbesitz gewesen sein, bevor die siegbringenden Punkte zählen. Erzielt somit eine Mannschaft mit dem ersten Ballbesitz Punkte, bekommen die Gegner die gleiche Chance zugesprochen.


Was bringt das Niederknien des Kick-Off-Returners?

Der K-O-R ist einer der wichtigsten Spieler im Team (er bestimmt die Ausgangslage seines Teams zu Beginn jeden Quarters und nach allen gegnerischen Punktegewinnen) und nimmt sicherlich die härteste Position ein.
Auf ihn stürmen grundsätzlich alle Gegner frontal zu. Das ist allerdings auch seine große Chance: Hat er einmal die Linien durchbrochen, steht ihm meist das Feld frei und die Gegner stehen auf dem falschen Fuss. K-O-R erzielen häufig spektakuläre Touch-Downs über 90 und mehr Yards.
Seine allererste Aufgabe ist es jedoch, den Ball über die 20-Yards-Linie zu tragen. Sieht er, nach Fangen des Balles und in einer raschen Lagebeurteilung, dazu keine Chance, dann lässt er sich auf ein Knie nieder bzw. signalisiert, dass er nicht laufen wird (fair catch). Er darf nun nicht mehr angegriffen werden.


Warum wird nur einmal gepasst?

Die Regeln erlauben pro Spielzug nur ein einziges Werfen des Balles nach vorn (durch den QB), um der verteidigenden Mannschaft ihre Aufgabe nicht unmöglich zu machen.
Während des Spielzuges wäre lediglich ein Pass nach hinten zulässig. Das scheint jedoch nicht zielführend zu sein, weshalb es in der NFL auch sehr selten zu sehen ist.
In den unteren Gefielden kommt es jedoch vor: Erst vor wenigen Jahren war ein Spielzug aus der College-League zu sehen, in welchem der Ball sehr oft (ich glaube, es waren 9x) gepasst und ein Touch-Down erzielt wurde.
Das Rückwärtspassen ist Spielelement im Rugby.


Warum werden von den Referees gelbe Flaggen geworfen
und der Spielzug läuft trotzdem weiter?

Es ist eine (gegenüber dem europ. Fussball) verbesserte Vorteilsregel, vergleichbar dem Handheben des Referees im Eishockey.
Mit dem Werfen der Flagge stellt einer (mehrere) der Referees einen Regelverstoß fest. Damit kann die Mannschaft, die meint, den Verstoß nicht begangen zu haben, nun wesentlich mehr Risiko eingehen:
Gewinnt sie im Spielzug mehr, als durch die Bestrafung des Gegners, kann sie die Strafe ablehnen. Verliert sie etwa den Ball (Fumble, Interception), dann bleibt das wirkungslos, weil die Strafe (Wiederholung des Downs, Yardsverlust) zum Tragen kommt.
Allerdings ist in der Eile nicht immer klar, wer den Regelverstoß begangen hat, das steht erst nach der Konferenz der Referees fest.


Warum stecken Mannschaften, die hoch führen,
oft schon frühzeitig auf?

Das hat mit der amerikanischen Sportauffassung zu tun und wäre in europäischen Sportarten undenkbar.
Grundsätzlich: In amerikanischen Sportarten zählt nur der Sieg, die Höhe des Sieges ist unbedeutend (Punktdifferenzen spielen praktisch nie eine Rolle). Deshalb versuchen amerikanische Ballsportler auch selten, ihre Gegner bewusst zu deklassieren.
Ist eine Mannschaft uneinholbar in Führung, dann wird sie experimentieren, neue QBs einsetzen, andere Varianten testen. Und niemand wird verübeln, dass die Gegner noch Ergebnis-Kosmetik betreiben können.


Warum ist die Punktedifferenz unwichtig?

Für die Feststellung der Plazierungen (wichtig etwa für Heimrecht in den Play-Offs) wird nach anderen Scheidekriterien berechnet, als die Punkte-Differenz: Es zählt der direkte Vergleich, der Vergleich innerhalb der eigenen Division, innerhalb der Conference (AFC, NFC) etc.
Die Punktedifferenz (erzielte minus erhaltene) ist erst das 5. Scheidekriterium und das auch nur bei Spielen zwischen Mannschaften der gleichen Division.

Bisher musste noch kein Playoff-Platz aufgrund von Punktedifferenzen vergeben werden ...


Warum laufen ballführende Spieler gegen Ende des Spieles
so häufig freiwillig ins Out?

Um Zeit zu sparen. Die Spielzeit wird angehalten, wenn der Ball im Out ist.
Steht eine Mannschaft unter Zeitdruck und hat nicht mehr genügend Time-Outs (auch dabei wird die Zeit angehalten) zur Verfügung, dann ist es die beste Möglichkeit, die Zeit anzuhalten.
Ein solche Zeitspar-Massnahme kann auch der QB betreiben:
Erhält eine Mannschaft den Ball zum 1. Down, dann kann der QB nach rascher Aufstellung den Ball zu Boden werfen. Das gilt als unkompletter Pass und die Zeit wird ebenfalls angehalten. Damit wird zwar ein Down vergeben, man hat jetzt jedoch Zeit genug (25 Sekunden), den Spielzug in aller Ruhe zu besprechen und vorzubereiten.
Die Zeit wird nicht angehalten, wenn ein ballführender Spieler innerhalb des Feldes zu Boden gebracht wird.


Wieso wird den Timeouts soviel Bedeutung zugemessen?

Weil sie tatsächlich von eminenter Bedeutung sind. Nicht in jedem Spiel, aber in sehr vielen Spielen (mit knappem Ausgang).

Obwohl american football z.T. über Netto-Zeitmessung verfügt, läuft die Spielzeit auch während Zeiten ab, in denen kein Spielzug im Gange ist. Timeouts wurden zwar grundsätzlich dafür gedacht, die Spieler zu Besprechungen zum Trainer zu holen, in Zeiten der Funkübertragung von Coach-Anordnungen ist diese Funktion jedoch praktisch geschwunden, man braucht Timeouts dringend für Wichtigeres: Zum Anhalten der Uhr bei knappen Spielständen.

Ist gegen Ablauf der Spielzeit ein knapper Spielstand gegeben, wird die im Rückstand befindliche Mannschaft versuchen, zwischen den Spielzügen so wenig wie möglich Zeit vergehen zu lassen. Das kann sie nur, wenn sie in Ballbesitz ist. Wenn nicht anders möglich, muss sie nach Beendigung eines Spielzuges, bei dem die Uhr weiterlaufen würde, so rasch wie möglich Timeout anzeigen, damit die Zeit erst wieder bei Start des nächsten Spielzuges ins Laufen kommt.

Aber auch zum Ende des 2. Quarters kommen Timeouts vermehrt zum Einsatz (sie würden sonst verfallen, ab dem 3. Quarter gibt es neue Timeouts und keine 'Gutschrift). Da der Ball zu Beginn des 3. Quarters NICHT an dem Platz abgelegt wird, an dem er zu Ende des 2. Quarters war (sondern neu ins Spiel gebracht wird), wird die Mannschaft in Ballbesitz versuchen, noch einen Score zu erzielen. Und dabei kann mit Timeouts Zeit gewonnen werden.


Warum schreit der Quarterback vor dem Snap irgendwelches Zeug?

Es ist ein Signal.
Da ein blitzschnelles Reagieren der kompletten Linie beim Snap (Aufnahme des Balles) nötig ist, wird vorher ein Signalwort (z.B. eine Zahl) vereinbart.
Um die Gegner zu verwirren (die das Signal nicht wissen), schreit der QB also einiges und wenn das Signalwort fällt, weiss seine Mannschaft, dass es losgeht.
Das Signalrufen hat übrigens in den Play-Offs vor zwei Jahren zu einer originellen Situation geführt: Das Publikum wurde vom Referee aufgefordert, leiser zu sein, widrigenfalls der Heimmannschaft strafweise ein Time-Out gestrichen werde.
Der gegnerische QB hatte sich beschwert, dass seine Signale in dem Getose untergingen ...


Was ist shotgun?

Es handelt sich beim shotgun um eine Offensiv-Variante. Der QB steht dabei nicht direkt hinter dem Center (jener Mann, der den snap macht), sondern einige Yards entfernt und bekommt den Ball zugeworfen. Er hat damit etwas länger Zeit, nach einem geeigneten Receiver Ausschau zu halten.
Allerdings können sich damit auch die Verteidiger (die den shotgun an der Aufstellung erkennen können) leichter auf Pass-Verteidigung einstellen.


Was ist blitz?

Der blitz ist ein spezielles Verteidigungsspiel. Dabei wird der gegnerische QB mit mehr Spielern als üblich angegriffen (vor allem seitlich und aus der zweiten Linie).
Beim blitz wird allerdings auch die eigene Pass-Verteidigung geschwächt.


Warum ist die american football Saison so kurz?

Diese Frage wird eigentlich nur von Europäern gestellt, was daran liegt, dass in den USA die Sportarten eben anders gehandhabt werden, als hierorts.

Die sportlichste Begründung: american football ist ungeheuer anstrengend und verletzungsanfällig. 16 Wettbewerbsspiele für die meisten Mannschaften und 19-20 Spiele für die Super Bowl Teilnehmer stellen das äusserst zumutbare dar. Zudem ist aufgrund der großen Anzahl von Spielern, die jede Mannschaft stellen muss, ein Rotationssystem nicht möglich.

Die sachliche Begründung: american football ist höchst taktisch. Je nach vorhandenen Spielerqualitäten müssen weit mehr als hundert Grundspielzüge zuerst konzipiert und danach präzise einstudiert und trainiert werden. Die Vorbereitungszeit beginnt bereits kurz nach den Drafts (April) und dauert bis zur Preseason (Vorbereitungsspiele).

Andere Begründungen liegen im Kommerziellen: Vor allem versuchen die 4 großen US-Ballsports einander so wenig wie möglich ins Gehege zu kommen. Da zahlreiche Großstädte in mehr als einer Sportart involviert sind, sollen die Fans nicht zu sehr aufgesplittet werden. Darüber hinaus haben die Amerikaner erkannt: Ein bisschen "Aushungern" der Fans bringt insgesamt mehr als Übersättigung. Was Jahr für Jahr bewiesen wird.





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