american football gewinnspielAmerican Football
Worauf es ankommt bei American Football



american football unterscheidet sich grundlegend von den in Europa gebräuchlichen Sportarten. Nicht einmal das britische Rugby lässt sich damit vergleichen, obwohl sich american football davon ableitet.
Natürlich sind es die Regeln, die dem Sport seine Erscheinungsform verleihen, aber allein aus den Regeln lässt sich die Spannung noch nicht ableiten, es bedarf schon einiger "Übung" im Zusehen (sofern man nicht das Vergnügen hat, american football selbst zu spielen), um herauszufinden, dass es sich hierbei NICHT um einen brutalen Knochenbrechersport handelt, sondern um eine hochtaktische Mischung aus Kreativität und präziser Ausführung. Und es gibt nur wenige Sportarten, die so von Fairness geprägt sind, wie american football (sonst würde kaum jemand eine Saison überleben ...)

In Folgenden versuchen wir ein paar Elemente darzustellen, die dem american Fottball das Wesen aufprägen. Die wichtigsten, stellvertretend für zahllose Feinheiten.
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by Heinrich Hofer

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ae american football - Das Wesen


Das nächste 1. Down * Die Defense entscheidet * Verheerende Strafen
Die wichtigsten Spielerpositionen und deren Aufgaben
Zu den Regeln


Das nächste 1. Down

Darum dreht sich alles: Das nächste 1. Down zu erreichen.
Ein 1. Down zählt zwar keine Punkte, aber es bedeutet eines: Man bleibt in Ballbesitz. Und Ballbesitz ist in keiner anderen Ballsportart so viel wert, wie beim american football.

Es ist wichtig zu wissen, dass Siege im american football praktisch immer Arbeitssiege sind - bei aller Faszination spektakulärer Angriffsspielzüge und genialer Einzelleistungen. Wer mehr 1. Downs erzielt und damit auch (meist) länger in Ballbesitz ist, kann beinahe sicher mit dem Sieg rechnen.

Im Unterschied zu etwa dem europäischen Fussball gibt es bei american football kaum so etwas wie den überraschenden 1:0 Sieg (durch einen Konter aus grundsätzlich unterlegener Position erzielt).
Das liegt schon alleine daran, dass es bei american football häufiger Punktgewinne gibt (etwa 7 bis 8 Mal im Durchschnitt). Da ist es kaum möglich, genügend überraschende Situationen zu schaffen, die nicht dem Spielverlauf entsprechen.

Somit bleibt fast immer die Notwendigkeit, sich 1. Down um 1.Down dem Sieg entgegenzukämpfen.

Lesen Sie auch:
Die Regeln des american football
(Spielregeln NFL)


Die Defense entscheidet

Wer mit american football noch nicht so vertraut ist, übersieht sie gerne: Die Denfense.

Obwohl die Leistungen der Defense im Allgemeinen nicht besonders spektakulär aussehen, sind sie eigentlich die echt bemerkenswerten.

Während die Offense gut einstudierte Spielzüge im Idelafall nur so präzise wie möglich abspulen muss, kann sich die Defense nur auf ihre rasche Reaktion und blinde Harmonie verlassen.

Die größte Chance der Defense besteht darin, die Wahlmöglichkeit der gegnerischen Offense einzuschränken.
Das bedeutet erstens, die Gegner nicht weit vorrücken zu lassen (je näher der Endzone, desto mehr Varianten stehen der Offense zur Verfügung) und zweitens, möglichst schon im ersten Down zu behindern.
Die einfachste (und gefahrloseste) Möglichkeit einer Offense, zum erwünschten 1. Down zu gelangen, sind 3 Laufspiele (von denen etwa je 4 bis 5 Yards zu erwarten sind).
Gelingt nun etwa der Defense ein Sack (Niederwerfen des gegnerischen Quarterbacks, bevor dieser den Ball weitergegeben hat), dann lautet die neue Aufgabe der Angreifer, mit nur mehr 2 Spielzügen jetzt 13, 14 oder 15 Yards überbrücken zu müssen - das ist mit Laufspiel alleine kaum mehr möglich und schafft Risken, die von der Defense genutzt werden können.

Grundsätzlich stehen der Offense zwar 4 Spielzüge für das Überwinden der 10 Yards und dem Erreichen des nächsten 1. Down zur Verfügung, es wird jedoch der 4. Spielzug fast immer zu einem Kick (Feldtorversuch, wenn es die Distanz erlaubt) oder Punt (die Ballübergabe an den Gegner, möglichst tief in deren Spielhälfte) genutzt.
Nur wenn es um Inches Restdistanz oder Verzweiflungsaktionen (Rückstand mit wenig Restspielzeit) geht, wird ein 4. Down echt ausgespielt. Somit kann auch die Verteidigung fix damit rechnen, dass die gegnerische Offense nur 3 Spielzüge für das nächste 1.Down nutzt.

Abgesehen davon, dass die Defense mit ihren gelungenen Aktionen gegnerische Punkte verhindert, ist sie auch für die Ausgangsposition der eigenen Offense zuständig.

Die Defense sorgt dafür, dass die eigene Offense nicht zu lange auf der Bank sitzen muss (und der Kampfgeist abkühlt) und sie verhindert, dass ihre Angreifer nicht ständig den Ball nahe der eigenen Goalline erhalten, aus welcher Position wesentlich weniger Spielvarianten zur Vefügung stehen und auch leichter Verlustpunkte (Safety oder nach Turnover) drohen.

Solcher Art gesehen muss die erfolgreiche Arbeit der Defense schon als erste Phase des nächsten eigenen Gegenangriffes gesehen werden, mit der die wichtigste Grundlage für eventuellen Punktgewinn geschaffen wird.


Verheerende Strafen

Sie gehören eigentlich nicht hier her, die Penalties, weil sie nicht das Wesen des american football sind.
Aber sie waren schon häufig spielentscheidend (bei engen Partien) und vor allem: Sie sind unnötig!

Im american football gibt es im Unterschied zum europäischen praktisch keine Möglichkeit für ein taktisches Foul, mit dem man sich helfen kann. In einem solchen Fall würden die Regeln dafür sorgen, dass kein Vorteil für das regelverletzende Team entsteht.
Penalties gibt es daher fast immer nur nach Unachtsamkeiten (Offside) oder unnötiger Härte.

Bei der Anzahl von Referees am Platz besteht nur wenig Chance mit einem Regelverstoß durchzukommen und die Strafen dafür sind für den Spielzug von entscheidender Bedeutung:
Bereits 5 Yards-Strafen verschaffen entweder der Offense leichte 1. Downs (wenn von der gegnerischen Defense verschuldet) oder bringen die Offense in ballverlustträchtige Situationen, wenn selbstverschuldet.
10 bzw. 15 Yardsstrafen zugunsten der Offense bedeuten für die Defense den Entgang einiger Downs, in welchen sie den Gegner zu Fehler zwingen könnten und gegen die Offense ausgesprochen, bedeuten sie praktisch bereits Ballverlust oder noch schlimmer: Fordern zu Hasardaktionen heraus, die dann besonders gefährliche Situationen schaffen.
Worst Case ist schließlich die Strafe eines neuen First Downs am Ort des Vergehens, ausgesprochen bei "Passinterference", sprich Behinderung eines Receivers bei der Ballannahme. Mehr Vorteil als das kann einer Offense kaum veschafft werden.

Da Penaltys praktisch immer auf Indivualfehlern (völlig unnötig) beruhen, darf der verursachende Spieler auch mit entsprechenden Reaktionen seitens seiner Mitspieler und der Coaches rechnen...


Lesen Sie auch:
Die Regeln des american football
(Spielregeln NFL)


Die wichtigsten Spielerpositionen und ihre Aufgaben

Quarterback (Offense)
Er ist der zweifellos wichtigste Spieler. Alle offensiven Spielezüge laufen über ihn, da er als erster den Ball erhält und damit den Angriff einleitet.

Die Position wird allerdings bisweilen etwas überschätzt. Er ist nicht das absolute Hirn der Mannschaft, die Spielzüge sind sorgfältig einstudiert worden (anhand des Playbooks, das vor Beginn der Saison erstellt wird) und was tatsächlich gespielt wird, gibt der Coach von aussen (per Funk) vor.
Wird ein Laufspiel beschlossen, ist die Aufgabe des QB eine (relativ) einfache: Er übergibt den Ball an den Running Back (der von hinten kommt) und kann im Grunde nur den Erfolg des Angriffes abwarten.

In zwei Situationen allerdings hat der QB die entscheidende Funktion: Wenn es zu einem Passspiel kommt, muss er abschätzen, ob der vorgesehene Passempfänger tatsächlich richtig gelaufen und entsprechend ungedeckt ist. Ist dies der Fall, dann muss er den Pass präzise werfen. Darin besteht seine technische Fertigkeit und die Präzision ist häufig unglaublich.
Sein Hirn und seine Kreativität kommt zum Tragen, wenn er erkennt, dass der geplante Spielzug nicht möglich ist. Dann muss er z.B. blitzschnell einen anderen Passempfänger wählen (er darf allerding nicht zu jedem werfen), selbst laufen (tun die meisten QBs ungern) oder in jedem Fall dafür sorgen, dass möglichst kein oder nur ein geringer Raumverlust zustandekommt, bevor er gesackt (zu Boden gebracht) wird.

Running Back (Offense)
Er ist für die Knochenarbeit im Angriff zuständig.

Er steht zumeist hinter dem QB, läuft an diesem vorbei und bekommt währenddessen den Ball übergeben. Nun sollte er (ab der Line of Scrimmage gemessen - das ist die Linie quer zum Feld durch den Punkt, wo der Ball zu Beginn des Spielzuges gelegen ist) etwa 4 bis 5 Yards im Minimum Raumgewinn erzielen (oder den nächsten 1. Down).

Läuft alles plangemäß, hat ihm die Mannschaft Lücken geschaffen, wenn nicht muss er entweder schnell ausweichen, oder in der Mauer der Gegner versuchen, noch das eine oder andere halbe Yard zu erschieben.
Kräftige RBs sind dabei immer wieder in der Lage, mit bloßer Kraft diese letztendlich wichtigen halben Yards nach dem Auflaufen auf die Gegner zu erzielen, die in Summe den Unterschied zu einem 1. Down oder nicht ausmachen können.

Wide Receiver (Offense)
Er ist für die Vollendung der großen Spielzüge zuständig.

Er muss sich möglichst schnell freilaufen, um dem QB zum Pass Zeit zu lassen und möglichst weit gelaufen sein (zumindest für ein 1. Down).
Er muss sehr fangsicher sein (auch in Bedrängnis). Nichts blöder, als ein perfekter Pass des QB zu einem freistehenden Receiver, der den Ball dann fallen lässt. Er ist eigentlich der wichtigste Partner des Quarter Back.

Es gibt noch ein zweites, wichtiges Kriterium für den Receiver: Die Yards After Catch.
War das Fangen die Pflicht, dann ist das Weiterlaufen nach dem Catch die wichtige Kür. Fast nur diese Yards After Catch sind es, die einen Passspielzug wirklich zu einem großen Erfolg werden lassen. Und die ganz großen Receiver sind es durch ihre Fähigkeit geworden, auch in Bedrängnis noch diese zusätzlichen Yards zu erzielen (und dann häufig auch Touch Downs).

Erwähnenswert ist hierbei die Spielvariante West Coast Offense (so genannt, weil von den SF 49ers eingeführt), die das Geschehen der 80er und 90er-Jahre prägte. Diese Spielart besteht darin, dass der QB einen nicht sehr weiten Pass, meist diagonal oder überhaupt seitlich) spielt und die entscheidenden Yards dann im Lauf erzielt werden - etwas entfernt vom großen Getümmel.
Perfekt praktiziert (wie von den legendären 49er QBs Joe Montana und Steve Young) ist die West Coast Offense kaum zu verteidigen.

Kicker (Special Team)
Er ist für den Abschluss (meist 4. Down) bis dahin nicht erfolgreicher Angriffe zuständig, soferne die Ballposition (Distanz) es zulässt.

Seine Punkte sind sehr häufig entscheidend und er gilt damit auch sehr oft als Matchwinner bzw. Matchverlierer.
Es ist also in erster Linie Nervensache, ob der Kicker erfolgreich ist. Die Zahl jener Kicker, die eineganze Saison über sagenhafte Leistungen erbracht haben, es in den Play-Offs jedoch durch einen einzigen Totalverhauer in letzter Sekunde vergeigt haben, ist Legion :)

Den Point After Touchdown (Sonderpunkt/20-Yards-Kick) betrachtet man als sicher verwandelt. Darüber hinaus wird etwa bis zur 20 Yard-Linie (was dann einen 37-Yards-Kick ergibt) ein Erfolg erwartet, bis etwa zur 35 Yards-Linie besteht eine mehr oder weniger realistische Chance, weiter zurück beginnen dann die Wunder.

Die Länge des Kicks errechnet sich aus:
Position der line-of-scrimmage (Distanz zur Endzone) + 7 Yards (der Ball wird zurückgeworfen) + 10 Yards (weil das Goal am Ende der Endzone liegt). Ein Ball an der 30 Yards-Linie würde demnach einen 47 Yards-Kick ergeben.

Kick off Returner (Spezial Team)
Er muss für eine gute Ausgansposition der Offense sorgen, wenn der Ball (nach Punkten oder zu Beginn eines Quarters) von den Gegnern gleichsam übergeben wird.

Geht der Ball ungefangen in die Endzone, dann beginnt der folgende Spielzug der Offense (1. Down) an der 20 Yard-Linie. Macht der KR einen sogenannten Fair Catch (zeigt an - durch Handheben oder Niederknien -, dass er nach dem Fangen nicht laufen will), dann ist dort die neue Line of Scrimmage.

Eigentlich erwartet man vom KR, dass er ein besseres Ergebnis erzielt, als die 20-Yard-Linie.
Entscheidet er sich zu laufen, so ist er der einzige Spieler in einem Match, der mit dem Ball einer über viele Yards herbeistürmenden Armada von Gegners entgegenläuft. Er muss zweifellos der mutigste Spieler sein. Sein Vorteil: Gelingt es ihm, die heranstürmenden Gegner zu überwinden, dann steht ihm meist der Lauf in die Endzone offen.
Die spektakulärsten Touch Downs (über 90 und mehr Yards) erzielen zumeist die Kick Off Returners.

Der Kick-Off-Returner spielt häufig auch noch in anderen Positionen (z.B. Wide Receiver).

Middle Linebacker (Defense)
Er ist der Chef der Abwehr und steht zumeist in der Mitte hinter den Spielern, die an der Line of Scrimmage stehen.

Sein Wirken fällt dem Beobachter kaum auf (wie generell die Arbeit der Defense eine unauffälligere ist).
Da die Defense nicht weiß, sondern nur abschätzen kann, welcher Spielzug als nächster folgen wird, sind die Möglichkeiten, etwas Einstudiertes zu tun, ziemlich beschränkt.
Die Aufgabe des MLB (der aufgrund seiner Position den besten Überblick hat) ist es, trotzdem für eine organisierte Verteidigung zu sorgen.
Manche Feinschmecker des american footballs sind geneigt, dem Wirken des Defense-Chefs mehr Bedeutung für das Spiel zuzumessen als dem QB.
Worüber sich nächtelang diskutieren ließe ...

Lesen Sie auch:
Die Regeln des american football
(Spielregeln NFL)

und Wissenswertes (FAQS) - auch dort werden
noch einige spezielle Aspekte behandelt.

 
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