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KÖCHIN GESUCHT

ISBN 3-900436-88-6
ibera verlag, Wien 1999, 159 Seiten.
Motto (Wilhelm Busch): Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, was man läßt.


Alex Peters, 28, Innenarchitekt, arbeitet in London. Er kann Margit nicht vergessen, die keinen Mut zum Ja hatte, weil sie zehn Jahre älter ist als er. Alex sieht Margits Annonce „Köchin gesucht“, und erfährt, daß Margit geheiratet hat. Sofort kehrt Alex nach Wien zurück. Da stirbt die Malerin Natascha Pittkowitz, und kurz darauf wird deren Rechtsanwalt Dr. Ullmann ermordet. Deshalb heißt es nun in einem Steckbrief: „Köchin gesucht“. Die Gesuchte, Anna, war früher bei Alex - zuerst Kindermädchen, dann Köchin. Alex ist von Annas Unschuld überzeugt, und versteckt sie. Hierauf gerät Alex selbst in Mordverdacht und wird verhaftet.
Major Klaus Mertens klärt die beiden Morde auf, die mit Kunst-Verfälschung in Zusammenhang stehen. Aber er versucht vergeblich, Ilona Bergmanns Neigung durch Vertonung ihrer Texte zu erringen.



Leseprobe aus dem 10. Kapitel:
(Vorbemerkung: Im 9. Kapitel fand Anna Natascha Pittkowitz tot im Bett)
Fünf vor Sieben brachte Anna Ullmanns Frühstück ins Eßzimmer. Sie stellte das Radio an. Die letzten Sätze der täglichen Drei-Minuten-Sendung „Gedanken zum Tag“ waren zu hören, dann die Kennmelodie und die Siebenuhrmeldung des „Morgenjournals“. Anna wartete etwas, dann ging sie zum Badezimmer und lauschte. Alles war still. Sie ging zu Ullmanns Schlafzimmer und klopfte.
„Herr Doktor, guten Morgen, es ist also Sieben vorbei.“
Nichts rührte sich. Anna klopfte lauter, dann wiederholte sie den Satz, gleichfalls lauter als zuvor, bekam aber keine Antwort. Anna ging wieder ins Eßzimmer und drehte das Radio ab. Am Weg zur Küche entdeckte Anna, daß im Vorzimmer die Türe zum Kanzleitrakt offenstand. Deshalb ging sie nun dorthin.
„Herr Doktor?“
Anna ging ins Kanzlei-Vorzimmer, dann ins Zimmer der Sekretärin, und schließlich in Ullmanns Arbeitszimmer. Dort lag er am Boden, zur Seite gedreht. Anna kniete sich neben Ullmann, erkannte, daß er tot war, und hatte nur einen Gedanken: Weg von hier!
Anna wieselte in ihr Zimmer, packte in Panik ihre Sachen und verließ damit die Wohnung. Von einer Telefonzelle aus rief sie Alex an. Anna schilderte, was geschehen war - Ullmann sähe aus, wie vergiftet - und bat Alex, sie zu verstecken, bis der Mörder gefunden sei.
„Hast du die Polizei verständigt?“
„Nein. Das soll also die Sekretärin machen, wenn sie kommt.“
„Anna, Anna! Du bist doch unschuldig!“
„Natürlich. Nur das wird mir also jetzt keiner glauben!“
„Unsinn! Aber du kannst selbstverständlich zu mir kommen, wenn du das willst.“

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