Liste der Straßennamen in der Josefstadt

Albertgasse
wurde 1862 nach Albert von Sachsen-Teschen, dem Erbauer der Albertinischen Wasserleitung benannt, hieß davor Breite Gasse, um 1840 An der Alserbreite
 
Albertplatz
wurde 1904 nach Albert von Sachsen-Teschen, dem Erbauer der Albertinischen Wasserleitung benannt

 
Alser Straße
benannt 1862 nach dem kanalisierten Alser Bach - ältere Namen: 1211 Alsaerstrâzze, 1628 Alstergasse, 1766 In der vordern Alstergassen, Große Gasse und Alsergrund Hauptstraße

 
Auerspergstraße
1862 benannt nach Johann Adam von Auersperg und seinem dort befindlichen Palais Auersperg, hieß davor Am Glacis und Am Paradeplatz

 
Bennogasse, Bennoplatz
1862 nach dem Schottenabt Benno Pointner, dem Gründer der Vorstadt Breitenfeld benannt, hieß davor Königsgasse

 
Blindengasse
1862 nach einem 1804 gegründeten und 1829-1896 dort befindlichen Blindeninstitut benannt, hieß davor An der Lerchenfelderlinie, Liniengasse und nach einem Brunnen im Hof des Blindeninstituts Brunngasse

 
Breitenfelder Gasse
1862 zur Erinnerung nach dem alten Vorstadtnamen Breitenfeld benannt, hieß davor Karlsgasse

 
Buchfeldgasse
1862 zur Erinnerung an das Buchfeld, schon 1281 als burcfelt bekannt, die Gegend des späteren Burgglacis. Im 17. Jahrhundert tauchte die Bezeichnung Burgfeld auf, dem Kernstück der heutigen Josefstadt

 
Daungasse
seit 1862, nach Leopold Josef Maria Reichsgraf von Daun (1705-1766), Feldmarschall, Reorganisator der österreichischen Armee nach den schlesischen Kriegen; siegte im Siebenjährigen Krieg 1757 bei Kolin über König Friedrich II.; 1760 Mitglied des Staatsrates, 1762-1766 Präsident des Hofkriegsrates

 
Feldgasse
zur Erinnerung an die agrarische Nutzung der Gegend bis ins 18. Jahrhundert, war bis 1862 Grenze zwischen Alsergrund und Breitenfeld. In der Feldgasse befindet sich das Realgymnasium und Wirtschaftskundliches Realgymnasium Feldgasse

 
Florianigasse
benannt nach dem Hausschild „Zum heiligen Florian” (Nr. 15), hieß bis 1778 Schottentorgasse, ein Teil der Gasse hieß lange Zeit Kaserngasse und Magazingasse

 
Frankhplatz
entstand 1925 als Alser Platz, 1935 nach dem kaiserlichen Rat Josef Frankh benannt

 
Friedrich-Schmidt-Platz
1927 nach Friedrich Freiherr von Schmidt benannt; erbaute u.a. das Wiener Rathaus

 
Fuhrmannsgasse
1862 nach Einkehrgasthäusern der Fuhrleute benannt, hieß ursprünglich Feldgasse, Äußere Gartengasse, Gärtnergasse und Äußere Klostergasse

 
Hamerlingplatz
1904 nach Robert Hamerling (eigentlich Rupert Johann Hammerling) benannt

 
Haspingergasse
1898 nach dem Tiroler Freiheitskämpfer Joachim Haspinger benannt

 
Hernalser Gürtel
seit 1894 zur Erinnerung an den alten Vorortnamen Hernals

 
Jodok-Fink-Platz
1929 nach Jodok Fink benannt, hieß davor Piaristengasse

 
Josef-Matthias-Hauer-Platz
1988 nach dem Komponisten Josef Matthias Hauer benannt

 
Josefsgasse
nach Kaiser Joseph I. (1678-1711) benannt, hieß ursprünglich Mittlere Gasse, wurde 2001 bis zur Lange Gasse verkürzt

 
Josefstädter Straße
1862 zur Erinnerung an den alten Vorstadtnamen Josefstadt benannt, hieß von 1690 bis 1778 Burggasse, Burgtorstraße und Obere Burgtorgasse, von 1778 bis 1862 Kaisergasse

 
Klesheimgasse
1904 nach dem Dichter Anton Freiherr von Klesheim (1812-1884) benannt

 
Kochgasse
1862 nach dem herrschaftlichen Koch Andreas Dellafuß benannt, er erbaute 1787 das erste Haus in der Gasse, hieß davor Blümelgasse dann Blumengasse

 
Krotenthallergasse
1904 nach dem Pfarrer, Lehrer und Gemeinderat Anton Krotenthaller benannt

 
Kupkagasse
1904 nach dem christlichsozialen Politiker Dr. Augustin Kupka benannt, hieß 1938 bis 1945 Streblgasse

 
Lammgasse
1780 nach einem Gasthausschild „Zum goldenen Lammel” benannt, hieß davor Lämmelgasse

 
Landesgerichtsstraße
1877 nach dem 1834-1838 erbauten Landesgericht benannt, hieß 1826 Am Glacis, 1862-1872 Am Paradeplatz, dann Rathausstraße

 
Lange Gasse
seinerzeit eine auffallend lange Gasse, angelegt 1700, ursprünglich die Hauptstraße der Vorstadt Josefstadt, hieß vor 1700 Hinter dem alten Ziegelofen oder Hinter den Ziegelöfen, dann ein Teil Hofgasse und Neue Gasse, seit 1910 Lange Gasse

 
Laudongasse
1862 nach Ernst Gideon Loudon benannt, hieß früher Hintere Alstergasse, 1778 Herrengasse, ein Teil seit 1805 Andreasgasse

 
Lederergasse
1862 nach dem 1705 erbauten Haus des Ledergroßhändlers Philipp Kemeter und dem Schild „Zur großen Lederhaut” benannt, hieß ursprünglich Hintere Kolstergasse, um 1700 Obere Klostergasse, dann Gärtnergasse

 
Lenaugasse
1862 nach dem österreichischen Schriftsteller Nikolaus Lenau (1802-1850) benannt, hieß vorher Johannesgasse

 
Lerchenfelder Gürtel
1894 nach der ehemaligen Vorstadt Altlerchenfeld benannt

 
Lerchenfelder Straße
1862 zur Erinnerung an den alten Vorstadtnamen Altlerchenfeld benannt, hieß um 1314 Kremser Straße, bis 1862 Alte Lerchenfelder Hauptstraße und Rofranogasse

 
Lerchengasse
1862 zur Erinnerung an den alten Vorstadtnamen Altlerchenfeld benannt, 1727 als Gmaingasse entstanden, hieß von 1778 bis 1862 Neue Gasse

 
Loidoldgasse
1912 nach dem Arzt, Bezirksvorsteher und Gemeinderat Dr. Johann Loidold benannt, hieß von 1839-1862 Quergasse, dann Georgsgasse

 
Löwenburggasse
1862 nach dem Stifter des Löwenburg-Konviktes Johann Jakob Graf von Löwenburg (1670-1732) benannt, hieß von 1778-1862 Krebsgasse

 
Ludwig-Sackmauer-Platz
1995 nach dem Bezirks- und Gemeinderat Prof. Ludwig Sackmauer (1913-1992) benannt

 
Maria-Treu-Gasse
1862 nach der ebendort befindlichen Piaristenkirche Maria Treu benannt, hieß davor Pfarrgasse

 
Mölker Gasse
1862 nach dem 1858 erbauten, im Besitz des Stift Melk befindlichen „Mölker Hof” benannt, hieß 1794 Kugelgasse, danach Dietrichgasse

 
Neudeggergasse
abgeleitet von der topographischen Bezeichnung „Im Neideck”, erste Häuser in der Gasse entstanden 1770, 1778 nach dem Neudeggerhof benannt, hieß davor Alter Bergsteig

 
Pfeilgasse
1862 nach einem Hausschild „Zum Pfeil”, zum benannt, hieß davor Neue Gasse im Sack

 
Piaristengasse
1862 nach dem Piaristenorden, der 1700-1716 die Piaristenkirche Maria Treu erbaute, benannt. Die Gasse ist 1716 entstanden, hieß bis 1810 Klostergasse, ein Teil bis 1862 Neuschottengasse

 
Roter Hof
1862 nach einem 1491 erwähnten Gutshof (Rottenhof) benannt, die Bezeichnung stammt vermutlich von der roten Tünchung der Häuser

 
Sanettystraße
1902 nach einem 1884 von Karoline Sanetty (1820-1897) und Peter Sanetty (1814-1885) gegründeten Josefstädter Waisenhaus benannt

 
Schlesingerplatz
2005 Neu-Benennung des Schlesingerplatzes nach der Politikerin und Kämpferin für die Frauengleichberechtigung Therese Schlesinger. Von 1901 bis 2005 benannt nach dem christlich-sozialem Reichsratsabgeordneten und Gemeinderat Josef Schlesinger, von 1938-1948 Conrad-von-Hötzendorf-Platz

 
Schlösselgasse
1862 nach dem Gasthausschild „Zum goldenen Schlössel” benannt, hieß davor Kleines Gassel in der Josefstadt, später Josefstädter Straße

 
Schmidgasse
1841 nach dem Ortsrichter und Gemeinderat Josef Schmid (1790-1854) benannt, hieß 1839 Gemeindegasse

 
Schönborngasse
1904 nach Friedrich Karl Graf Schönborn (1674-1746; Fürsterzbischof von Wien) benannt

 
Skodagasse
1881 nach dem Arzt Josef Škoda (1805-1881), seit 1987 auch nach Albin Skoda (1909-1961) benannt, hieß um 1400 der teuffe Graben und Im Hexentanz, 1700 Im Hohlweg, 1778 nach der Josefstädter Kaserne Kaserngasse, ein Teil Breite Gasse, bis 1881 Reitergasse und Hohlweggasse

 
Stolzenthalergasse
nach dem Wachszieher Matthias Stolzenthaler (1814-1877) benannt, schenkte der Gemeinde den Grund zur Eröffnung der Gasse

 
Strozzigasse
1862 nach der Gründerin der Vorstadt Strozzigrund - Maria Katharina Strozzi (1633-1714) - benannt, hieß davor Strozzigrund Hauptstraße

 
Tigergasse
hieß bei der Entstehung 1783 Alleegasse, 1862 nach einem Hausschild „Zum Tiger” (Nr. 38) in Tigergasse umbenannt, 1913 kurz Loidoltgasse

 
Trautsongasse
1862 nach dem Wiener Erzbischof und Kardinal Johann Joseph von Trautson (1707-1757) benannt, dessen Palais Trautson sich ebendort befindet, hieß davor Schiffgasse, dann Schwibbogengasse

 
Tulpengasse
1862 nach einem Hausschild „Zur Tulpe” benannt, hieß vorher Schlösselgasse

 
Uhlplatz
1894 nach dem liberalen Gemeinderat und Wiener Bürgermeister Eduard Ritter von Uhl benannt (1813-1892), hieß davor Kirchenplatz

 
Wickenburggasse
benannt nach Anton Reichsgraf Wickenburg (1750-1813), Gesandter am Hof; eröffnete 1809 die Gasse durch einen Neubau

 
Zeltgasse
nach dem Zeltlagerplatz des Kara Mustafa bei der Zweiten Wiener Türkenbelagerung benannt (tatsächlich befanden sich die Zelte auf der Schmelz). Die Gasse wurde 2001 bis zur Lange Gasse verlängert, bis 1862 Zwerchgasse