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Herr Zyx reist nah, 
Herr Zyx reist weit

Herr Zyx, ein nicht mehr junger Mann der vieles weiß und manches kann,
besitzt im sechsten Mond des Jahres,
der Juni heißt, ein sonderbares
Talent: an ungeraden Tagen
das zu verstehen, was Tiere sagen.

1

Ach aller Anfang ist am schwersten!

Und dennoch möchte Zyx am Ersten

weit fort. Ein weltberühmtes Ziel

nimmt er sich heute vor; den Nil.

Nun, mit Magie gelingt es leicht.

Herr Zyx besteigt das Luftgespann

es zieht das Pferdchen kräftig an, 

steil aufwärts geht es auch sofort 

und kaum gedacht, ist schon der Ort,

wo Zyx sich hingewünscht, erreicht. 

2

Ein dunkler Streif im Ufersand

wird gleich als Krokodil erkannt.

Ein Riesenstück, Jahrzehnte alt,

von furchterregender Gestalt.

Mit offnem Maul und spitzen Zähnen,

als müsste es beständig gähnen,

so liegt es an des Flusses Rand,

von heißer Sonne braun gebrannt.

Es sieht recht grimmig zu ihm her,

und erschreckt ihn anfangs sehr.

3

Doch kaum hat Zyx den Gruß gesprochen,

-- aus sicherer Entfernung zwar,

denn er verkennt nicht die Gefahr --

gleich glätten sich die wilden Mienen

des Ungetüms, und zwischen ihnen,

wo noch soeben Feindschaft war,

ist augenblicks das Eis gebrochen.

<<Sieh da! Ein Mensch der Freundlichkeiten

uns sagt, ist rar in diesen Zeiten! .... >>

4

Und plötzlich sitzt ein Schmetterling
auf seinem golden Sigelring.
Mit langen Fühlern tastet er
auf Zyxens Fingern hin und her.
<<Ein Pfauenauge,>> denkt er laut,
<<seit Kindertagen wohlvertrau.
 
Sei mir willkommen, flügelleichtes,
an Farbenwundern unerreichtes,

5

geliebtes Tierchen, das als Zeichen

 verlorner Schönheit nach mir fasst,

der ich hier selber nur zu Gast.

Schon lange war mir deinesgleichen

lebendig dicht vor mir  zu schauen

nicht mehr vergönnt. In unserem rauhen,

in manchem Sinne trüben Nordenist Deine Gattung rar geworden>>.  6

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