SINGLE

Ich sitz beim Frühstück ganz allein,
im Radio spielt Musik –
müd wart ich auf den neuen Tag
und was er wieder bringen mag.

Allein in dieser großen Stadt, bin wie verirrt im Wald –
Ich friere, wenn ich um mich seh’, denn alle sind so kalt.

Und jetzt der Job den ganzen Tag,
i will besteh'n, i muss;
in der Pause rasch ein Bier,
zwei Zigaretten helfen mir.
Die Seele braucht's, der Körper schreit,
ich schau zur Uhr, es ist so weit,
geh’n wir’s wieder an!

Allein in dieser großen Stadt, bin wie verirrt im Wald –
Ich friere, wenn ich um mich seh’, denn alle sind so kalt.

Endlich daheim vor meiner Tür hör’ ich das Telefon,
sperr auf, renn hin, zu spät ...
verklungen ist der letzte Ton,
wahrscheinlich falsch, wer will mich schon.
Ich lese Zeitung, nehm’ ein Bad,
schau einen Film noch an,
der Tag ist aus, ich hab’ nun Ruh,
die Stille schütt mit Bier ich zu.

Allein in dieser großen Stadt, bin wie verirrt im Wald –
Ich friere, wenn ich um mich seh’, denn alle sind so kalt.

Ich bin so müde, will doch nicht schlafen,
vielleicht ruft wieder jemand an?
dann geh’ ich aber doch ins Bett, allein.
Ich mach noch Liebe ganz allein,
hab’ einen schönen Traum allein,
das Bett ist viel zu groß, allein,
ich bin allein richtig allein.

Single




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