Partikelflüsse
…
oder wie eine arbeitsteilige Gesellschaft in die Knechtschaft des Geldes gerät
Hinsichtlich der sozioökonomischen Verwerfungen in unserer Gesellschaft (für die Not und Arbeitslosigkeit unübersehbare Indikatoren sind) sagen die einen, dass Kostensenkungen die richtige Abhilfe seien und die anderen, dass die Wirtschaft aufhören müsse, Kostensenkungen auf dem Rücken der Arbeitnehmer vorzunehmen.
Keine Seite hat jedoch Recht.
Die wirkliche Ursache für solche Verwerfungen liegt in dem Spannungsfeld, das
v
zwischen der Gruppe von Leuten, deren Angehörige
das ihnen zugeflossene Geld nicht in vollem Umfang wieder für den Ankauf von
Wirtschaftsgütern ausgeben und
v
den
Angehörigen derjenigen Gruppe herrscht, die — um Überleben zu können (und damit
gleichzeitig die Wirtschaft am Laufen halten zu können) — genau jenes Geld
brauchen würden, das von den Angehörigen der anderen Gruppe nicht ausgegeben
wird.
Die Richtigkeit dieser Theorie lässt sich auf
die folgende Weise erläutern:
Zweifelsfrei handelt es sich bei der
Wirtschaft einer arbeitsteiligen Gesellschaft um eine auf dem Kreislaufprinzip
beruhende Dynamik. Typisches Merkmal für eine nach diesem Prinzip
funktionierende Dynamik ist der Umstand, dass die Anzahl an Partikeln, die
einem beliebigen Punkt (einer Einheit) des Systems zuströmen, der Menge an
Partikeln entspricht, die gleichzeitig von diesem Punkt (von dieser Einheit)
wieder wegströmen.
Und das bedeutet, dass
Störungen zu erwarten sind, wenn in einem solchen System diese Flüsse zu und von den
einzelnen Einheiten, welche dieses System bilden, nicht ausgeglichen sind. Sind diese Flüsse bei einer arbeitsteiligen
Gesellschaft nicht ausgeglichen, dann führt (zwingt) das zur Verschwendung von Überlebensressourcen in der
betreffenden arbeitsteiligen Einheit.
Sehen Sie auch Volkswirtschaftliches
Modell.
Inhaltsverantwortlicher:
Johann Niedermayer, Sechshauser Str. 41, 1150 Wien
E-Mail: johann.niedermayer@chello.at
Verfügbare Güter oder Leistungen nicht in Anspruch zu nehmen bzw. Arbeitskräfte nicht zu beschäftigen, das ist doch Verschwendung — oder etwa nicht?
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