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von Michael Pernek |
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Allods OnlineEin Bericht von Michael Pernek
Free to Play MMORPG Luftschiffe, zauberhafte Grafik und Feen in sexy Unterwäsche! Das hat mich zunächst an Allods Online gelockt. Ja zugegeben, ich kam wegen der sexy Feen aber ich blieb wegen dem guten Gesamteindruck. Schon beim Herunterladen des Spiels wird klar: Hier handelt es sich um ein hochwertiges Stück Software. Der 3,8 GB Download ging schnell und unkompliziert, genau so wie das Anmelden auf der Internetseite von GPotato. Keine unsinnigen Fragen oder ungewollte Abos. So gefällt mir das! Doch auch beim ersten Start der Software trumpft Allods Online durch komplette Deutsche Sprachausgabe und ausführlichem Tutorial auf. Das Gute gegen das Böse, mal wieder: Ja, es gibt wieder zwei Fraktionen. Das Imperium auf der einen und die Liga auf der anderen Seite. Das ist aber schon die einzige Standartkost die uns Allods Online vorsetzt. Den schon bei den Rassen unterscheidet sich das Spiel von seinen Genrekollegen. Auf Seiten der Liga Kämpfen Menschen, Elfen und Gibberlings. Das Imperium setzt mit Xadaganiens, Arisen und Orks dagegen. Und auch die Klassenauswahl kann sich sehen lassen. Auf beiden Seiten tummeln sich Krieger, Paladine, Späher, Heiler, Behüter, Beschwörer, Magier und Psioniker. Und da sind ja auch noch die Luftschiffe. Aber eins nach dem andern. Story: Wir beginnen unsere Reise in einer Instanz, wie man das auch aus anderen MMO's kennt. Auffällig bei Allods Online sind vielleicht die langen und oft ausschweifenden Questtexte, welche zum Glück nicht komplett gelesen werden müssen. Denn wer Lust auf so viel Text hat sollte sich lieber Herr der Ringe kaufen. (Das Buch, nicht das Spiel ;-D) Als Mitglied der Liga startet man in einer aufreibenden Tutorial-Sequenz, in einem einstürzenden Turm, welcher vom Imperium angegriffen wird. Nach dem man sich durch das berstende Gemäuer gekämpft hat und einigen Überlebenden zur Flucht verhalf, landet man auf einer schwebenden Insel, einem Allod, wie es sie zu unzähligen in dieser Welt gibt. Die Aufgabe ist zunächst einfach. Runter von diesem verlassenen Felsen und zwar am besten per Luftschiff. Doch genau so eins gibt es nicht und deshalb helfen wir erst mal den anderen Überlebende so gut wir können. Man muss nicht Nostradamus sein um sich auszumalen wie diese Geschichte wohl weitergeht. Alles in allem ist die Seite der Liga sehr Fantasielasstig und wird vor allem WOWler anlocken. Ganz anders stellt sich da die vermeintlich böse Seite dar. Als Imperialer fühlt man sich von Anfang an eher wie in einem Science-Fiction-Game. Auf einem Luftschiff mitten im Astralraum schlummern wir gemütlich in der Kajüte als wir von einem Ork unsanft und unfreundlich geweckt werden. Der Umgangston beim Imperium ist generell etwas rauer, wie man das von den „Bösen“ ja erwarten kann. Aus dem Nichts taucht ein feindliches Ligaschiff auf und es kommt zu einem heftigen Schusswechsel. Damit noch nicht genug wird von dem Trubel auch noch ein Astralmoster angelockt. Aber wenn dieses riesige Biest jemanden verspeist dann doch wohl den Feind. Also teleportiert ihr auf das Ligaschiff und schwächt deren Verteidigung. Besonders futuristisch wird dieses Szenario noch wenn man einen Arisen spielt. Diese Cyborgs erinnern besonders in ihrer weiblichen Variante an die Borgköniginnen aus Star Trek, auf Ägyptenurlaub. Dies ist eine gelungene Abwechslung zu den ganzen Fantasie-Einheitsbrei. Doch ein richtiges Science-Fiction oder gar Syberpunk- Szenario sucht man natürlich vergebens. Allods Online ist bestenfalls ein Steampunk-Game. Grafik und Gameplay: Gut gefallen kann hier das vertraute und kaum abweichende WOW-Gameplay sowie die solide Engine welche mit Antialiasing und Wettereffekten auch sehr gut aussieht. Der vertraute Comiclook kann vor allem durch seine Verspieltheit punkten. Das ganze läuft aber auch auf alten Rechnern hervorragend und kommt lediglich beim PVP etwas ins stocken. Weniger Gut gefällt die Abwesenheit einer Minimap. An ihrer Stelle findet sich nur ein Kompass, der uns immer den Weg zum nächsten Questgebiet weisen soll. (Ob dies das richtige Spiel für so eine Lösung ist? Trinkt aus Piraten, Joho!) Doch ein Blick auf die große Karte mit „M“ zeigt uns dann doch schnell wo wir lang müssen. Wer müde wird, muss zahlen: Wenn man in der Welt von Allods zu lange Questet wird unser Held schnell müde. Die Erfahrungspunkteleiste ändert die Farbe und wir steigen nicht mehr im Level. Abhilfe schafft da nur ein Wirt der einem mit seinen Getränken wieder auf die Beine bringt. Und das es das erfrischende Nass nicht umsonst gibt versteht sich nun mal von selbst. Kostet zwar nicht die Welt, geht aber auf Dauer ins Geld. Nach dem Umtrunk ändert sich erneut die Farbe der Erfahrungspunkteleiste und schon sind wir auf dem Level der uns zusteht. Ignoriert man die Müdigkeit zu lange werden Erfahrungspunkte garnicht mehr gezählt. Schade darum.
Fazit:
Allods Online ist ein Free to Play MMORPG das alles bietet was man von einem Vollpreis MMO auch erwarten würde. Wer eine Abwechslung zu WOW sucht wir hier sicher eine interessante Alternative vorfinden. Wer mit World of Warcraft nichts anfangen kann, der wird auch Allods Online nicht mögen. Den Download ist das Spiel auf jeden Fall mehr als wert und ich möchte sogar eine besondere Empfehlung für diesen Titel aussprächen.
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