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von Michael Pernek |
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![]() Auf nach Mittelerde (29.4.2007)Das effektverwöhnte Auge eines World of Warcraft Veteranen ist zu Beginn etwas enttäuscht. Das puristische Design von Der Herr der Ringe Online wirkt fast ein wenig abschreckend. Kein Wunder, kommt man ja auch von einer poppigen Comicwelt in eine ernste Rollenspielumgebung die sich streng an die Vorgaben von J.R.R. Tolkien hält. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich schließlich an die neue Umgebung und entdeckt (vielleicht so wie ich) dass wenig manchmal wirklich mehr sein kann. Wenn mal nicht bei einem Erstlevel Zauberspruch die Grafikkarte in die Knie geht, wird ein kleiner Feuerball oder ein seltenes magisches Artefakt wieder zu etwas Besonderem, und genau das macht die Welt von Tolkien so einzigartig. Wo andere Fantasiewelten mit Rassen und Magie überladen werden, bleibt der Herr der Ringe auf dem Boden und findet die Balance zwischen Fiction und Glaubwürdigkeit. Diese Atmosphäre ist auch in Der Herr der Ringe Online spürbar. Leider geht viel davon verloren wenn zahllose Streiter für das Gute durch dieselbe Höhle hechten um die verschiedenen Quests zu lösen. Schon am ersten Spieltag kam ich mir vor wie in Disneyland. Bei einen MMORPG ist dies aber leider nicht anders zu erwarten. ![]() Dreht man in den Optionen an den Grafikeinstellungen herum, zeigt die Spieleengine von Herr der Ringe Online ihre Stärken. Wo man mit einem schwachen Rechner noch vor ziemlich ernüchternden Resultaten steht, macht Mittelerde ab der Einstellung "Hoch" im Grafikmenü erst so richtig was her. Denn dann zeigen sich malerische Landschaften, herrliche Wassereffekte und realistische Schatten. Doch soviel Pixelpracht schlägt sich natürlich auf die Leistung. Schlachtfelder wie bei WoW werden auf einem Durchschnittsrechner kaum spielbar. Hat World of Warcraft jetzt ausgedient? So schnell nicht. Auch wenn Der Herr der Ringe Online grafisch höhere Leistungen erzielt und vieles besser macht, ist das gute alte WoW zu diesem Zeitpunkt einfach ausgereifter. Übersetzungsfehler, Bugs oder unlösbare Quests sind bei neuen RPGs leider nicht so schnell auszumerzen. Es wird sicher noch eine ganze Weile dauern, bis Der Herr der Ringe Online so flüssig läuft, wie heute World of Warcraft und für Spieler mit schwachen Rechnern am heimischen Schreibtisch, lohnt der Wechsel ohnehin nicht. Mittelerde mit minimaler Grafikleistung zu spielen macht meiner Meinung nach keinen Spaß. |
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Fazit: Mich konnte Der Herr der Ringe Online auf dauer genau so wenig fesseln wie davor schon WoW. Zu ident sind sich die beiden Titel und zu lange habe ich schon Warcraft gezockt um nun noch länger als drei Monate in Mittelerde auszuhalten. Trotzdem sei bemerkt das sowohl WoW als auch Herr der Ringe sehr gute Spiele sind und man die Frage wer besser ist jetzt noch nicht klären kann.
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Aus dem Archiv |
Alles wartete auf das Erscheinen des vielleicht wichtigen MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game, also ein Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel) dieses Jahres. "Der Herr der Ringe Online" verspricht Fans von Tolkiens Trilogie ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden. Aber hat dieser Titel das Zeug "World of Warcraft" vom MMORPG-Thron zu schubsen?
Im Westen nichts Neues.
"Eriador" (das erste Gebiet, das man im virtualen Tolkienuniversum betreten kann) unterscheidet sich grafisch natürlich stark von "Azeroth" (der Welt von WoW). Doch gespielt wird in beiden Welten recht identisch. Beide Titel bauen auf demselben süchtig machenden Prinzip auf: jagen und sammeln.
Auch punkto Einsteigerfreundlichkeit sind beide Titel vorbildlich. Doch ist das Gameplay nach über drei Jahren "World of Warcraft" nicht schon etwas zu abgedroschen um nun auch noch einen "Herr der Ringe" Aufguss zu tragen.
Nachdem WoW nichts an seiner Popolarität eingebüßt hat, lautete die Antwort wohl: nein. Außerdem bietet "Der Herr der Ringe Online" eine sehr schöne und für jede Rasse individuelle Einführung in die Welt der Hobbits. Da trifft man schon mal Stars wie Gandalf oder hilft Elrond im Kampf gegen Orks und Trolle.
Doch all zu bald kamm ich beim Spielen der Beta-Version wieder in den gewohnten MMORPG-Alltagstrott zurück (töte hier, sammle dort, begleite den).
Fazit: Wer WoW mochte, wird auch mit "Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar" etwas anfangen können. Interessant ist der Titel vor allen für Tolkien-Fans und Leute die "World of Warcraft" nicht mehr sehen können und trotzdem nicht auf gutes Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel verzichten möchten.