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Final Fantasy XI
Ein Bericht von Michael Pernek Lektorat: Gabriela Dudzus
"Lass uns doch mal von unserem erfolgreichen Kurs abkommen und etwas völlig anderes machen", dachten sich wohl die Macher von Final Fantasy XI. Und dieses Vorhaben ist ihnen ja auch gelungen. FF XI ist anders, ganz anders sogar.
Gut, dass die Welt und die Protagonisten in jedem Teil ausgetauscht werden ist den Fans der Serie bekannt. Auch das Gameplay wird mit jedem neuen Teil grundlegend verändert. Doch der rote Faden, welcher sich durch alle Final Fantasy Spiele zieht, blieb bisher immer gleich. Final Fantasy war stets ein klassisches japanisches Rollenspiel.
Rundenbasierender Kampf und eine detaillierte Steampunk Spielwelt waren bisher der Schlüssel zu den Herzen der FF Fangemeinde.
Nicht zu vergessen die aufwendigen Rendersequenzen, welche den Spieler den Atem rauben.
All das fehlt in Final Fantasy XI, den hier versuchten sich die Spielemacher nämlichen an einem MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game, also ein Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel).
Wer da jetzt an "World of Warcraft" oder "Der Herr der Ringe Online" denkt, ist zwar in der richtigen Schublade, aber im falschen Fach.
World of Warcraft punktet durch Einsteigerfreundlichkeit und unkomplizierter Steuerung.
Auch das sind Eigenschaften die Final Fantasy XI nicht aufweisen kann.
Nun gut, aber wenn es das alles nicht ist, was ist es dann?
FF XI ist ein MMORPG der alten Garde, welche sich durch eine hochspezielle und deshalb für den Neuling undurchsichtige Steuerung, verwirrende und meist unzureichend erläuterte Quests und einem Gameplay das erst nach mehreren Stunden Spielzeit richtig in Fahrt kommt, auszeichnet. Nach Wochen oder gar Monaten des Einspielens können solche Spiele wirklich Spaß machen. Aber wer hat häut zutage schon so viel Zeit?
Fazit: Wer Spiele wie EverQuest mag, wird auch mit FFXI seine Freude haben. Allen anderen und vor allem den Fans der Final Fantasy Serie sei vom Kauf von FFXI abgeraten. Das Spiel hat mit seinen legendären (und auch weniger legendären) Vorgängern nichts am Hut. Wer Englisch nur auf Hauptschulebene beherrscht, wird nicht mal über den Startbildschirm hinauskommen.
Achtung: monatliche Kosten!
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