von Michael Pernek
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Sinnlichkeit, Erotik oder einfach nur Sex?

Ein Bericht von Michael Pernek

Videospiele werden erwachsen, doch sind ihre Konsumenten das auch?

Seit Pong (1972 von Atari veröffentlichtes Programm, ähnlich Tischtennis) ist eine menge Zeit ins Land gegangen und Videospiele haben sich weiterentwickelt. Vor allem die Grafik hat sich von unscharfen Klötzchen, zu hochauflösenden 3D-Welten verzaubert. Und bald schon stehen die Spiele selbst den Kinofilmen in nichts mehr nach. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. "Doch mit großer Macht, kommt auch große Verantwortung", wie wir schon aus den Spiderman-Filmen wissen. Seid GTA und Wet ist uns bekannt das Computerspiel mehr können als bloß gut auszusehen. Sie können schockieren, verführen und stimulieren auf ganz unterschiedlichste Art und Weiße. Raffiniert wie in Mass Effect oder plump wie in Biing. Gerade die Existenzberechtigung eines Titels wie Biing ist die Triebfeder für diesen Artikel? GAMETEST hinterfragt, warum werden solche Spiele programmiert und warum werden sie dann auch noch gekauft?

Was für ein Ding ist Biing?

1995 öffnete das Brainworm Memorial seine Pforten und lud Hobby-Krankenhausleiter dazu ein "Lümmel", die Währung im Spiel, zu verdienen. Das alles ging natürlich nur Virtuell auf Amiga und PC. "Biing! - Sex, Intrigen und Skalpelle", hieß die Simulation die Spielerisch schon recht gut war. Was jedoch wirklich zum immer wieder spielen anregte war, die Möglichkeit alle Krankenschwestern zu entkleiden, was in der damaligen Comicgrafik schon ganz gut aussah. Biing! wurde durch seine Mischung aus Wirtschaftselementen, Satire und Erotik sogar, von der Amiga Games, zum "Spiel des Jahres 1995" gekürt. Ob dies nun wegen der spielerischen Elemente geschah, oder mehr darauf zurückzuführen ist, das auch damals, in den Spielemagazins-Redaktion, mehr Männer als Frauen beschäftigt waren, sei dahingestellt.

Biing!

Erotik macht Spiele besser?

Musste man eine Simulation wie Biing!, welche laut Kritiken auch durch ihr Gameplay überzeugen konnte, mit nackten Frauen und sexistischen Anspielungen vollpacken? Welche Art von Wirtschaftssimulation wollte man damit erschaffen und welchen Kundenstamm zum Kauf anregen? Macht nackte Haut ein Spiel etwa besser?
Nun, eines ist mal sicher. Nackte Haut verkauft sich besser. Es gab unzählige Wirtschaftssimulationen auf Amiga und PC und trotzdem erinnern wir uns immer mit einem besonderen Schmunzeln an Titel wie Biing!
Wer Sex verkauft hat immer Kunden, egal wie gut das Produkt ist.

Die unnötigsten Darstellungen von Sex in Videospielen:

Manche Spiele setzen Erotik gekonnt ein um ihrer Geschichte mehr Tiefgang zu verschaffen. Andere versuchen es und scheitern daran. Doch es gibt auch Spiele die so respektlos mit erotischen Inhalten umgehen, das sie einfach hervorstechen. Sie alle aufzuzählen würde den Rahmen dieses Artikels sprängen, aber drei Beispiele sollen hier genannt werden:

- Cleaning Squadron Clean Keeper von Idea Factory.
Das Erotik-Spiel für Nintendos Wii. Im Spiel muss der Spieler leicht bekleidete Mädchen in obszönen Posen von "bösem Schmutz" mittels Fächer, Pinsel oder Peitsche befreien. Siehe Video --

- World of Warcraft - Nude-Patch
Mit den Blutelfen hat Blizzart gezeigt das auch eine Knallbunte-Comicwelt sexy sein kann. Doch schon zuvor schien das jemandem aufgefallen zu sein. Das beweist ein Inoffizieller Patch der alle spielbaren Charaktere entkleidet. (Bild unten links)

WoW-Nude

- Dead or Alive Xtreme 2
Das Prügelspiel Dead or Alive ist nicht nur für interessantes Gameplay bekannt, sondern viel mehr für stark vibrierende Brüste. Der Grad mit dem die Schwerkraft auf die Rundungen der weiblichen Protagonisten Einfluss nimmt, kann über das Menü bis auf Götterspeise-Level verstellt werden. Der Ableger Dead or Alive Xtreme 2 kann spielerisch leider nicht wirklich überzeugen. Schwaches Gameplay und mittelmäßige Umsetzung. (Die Brustphysik ist allerdings erhalten geblieben) Warum dieses Spiel aber trotzdem ein kommerzieller Erfolg ist zeigt das Bild ober rechts.

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