von Michael Pernek
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Soul Calibur 4

Ein Bericht von Michael Pernek

Yoda und Vader greifen zu ihren Lichtschwertern und liefern sich eine epische Schlacht. Doch dies ist nicht das lange erwartete "Star Wars - The Force Unleashed" oder gar "Clon Wars", sondern das neu Soul Calibur. Die Fortsetzung eines Prügelklassikers, der bereits auf der Dreamcast Spielerherzen höher schlagen lies. Mit Star Wars hat die Serie merklich wenig zu tun. Spielt die Handlung doch im Mittelalter einer doch recht trockenen Fantasiewelt. Doch es hat schon seine Gründe warum Vader sich den langen Weg in eine andere Dimension antut. Vielleicht hat es ja was mit den beiden magischen Schwertern zu tun, um die sich die Saga von Soul Calibur rankt. Wer es wissen will, muss aber das Spiel antesten, den ich verrate nichts. Was Soul Calibur von anderen Prüglern, wie Takken oder DoA unterscheidet sind die Waffen. In Soul Calibur wird ausnahmslos bewaffnet gekämpft. Dieses Prinzip wird in vierten Teil der Prügelsaga noch auf die Spitze getrieben. Denn nun haben auch Rüstungsteile Einfluss auf das Spielgeschehen. Und damit nicht genug. Hat man Geld in den Taschen, kann man seinen Kämpfer bis ins kleinst Detail neu ausstatten. Neue Waffen, neue Schuhe, ein besserer Brustharnisch oder vielleicht doch einfach nur in Unterwäsche? Und ist nichts neues mehr im Kleiderschrank, so begibt sich der modisch bewusste Held in den Schicksalsturm und sucht dort nach versteckten Erweiterungen seiner Garderobe. Aber auch der gute alte Storymodus hat seinen Weg in Soul Calibur 4 gefunden. Und so kann man sich durch eine erstaunliche Zahl von Einzelschicksalen Kämpfen und mehr über Motivation und Streben seiner Lieblingscharakters erfahren. Auch wenn Vor - und Endspann eher mager ausgefallen sind, transportieren sie die Handlung des Spiels doch ausreichend. Wer es so richtig Klassisch mag zockt sich durch den Arcade-Modus und stellt sich einem weiteren Gast-Kämpfer in Soul Calibur 4, dem Schüler. Die Grafik des Titels ist ein Traum, und zeigt was Next-Gen zu bedeuten hat. Die neue überarbeitete Steuerung ist in Ordnung, bringt jedoch auch nichts Neues.

Das klingt jetzt alles mal sehr gut und macht in den ersten paar Tagen richtig Spaß. Hat man erst mal alle Charaktere gekauft oder freigespielt und eigene Kämpfer kreiert oder bestehende Modifiziert, gibt es immer noch den Schicksalsturm zu erkunden. Doch wie bei jedem Prügler ist auch aus Soul Calibur 4 schnell mal die Luft heraußen. Irgendwo zwischen Charaktermodifikation und Schicksalsturm bleibt die Langzeitmotivation auf der Strecke. Und so wird auch dieser Titel auf kurz oder lang im Regal verstauben. Doch bis dahin hat man mit Soul Calibur 4 eine richtig gute Zeit. Und das ist doch das wichtigste, oder?

Für ganz hart gesottene gibt es da aber noch den Onlinemodus, der dem Spiel noch einen zusätzlichen Kick geben soll. Leider unterstützt dieser nur Einzelkämpfe und keine Turniere. Das macht auf Dauer auch nicht so richtig Spaß.

Fazit: Soul Calibur 4 ist ein hervorragender Prügler, der eine menge Spaßpotenzial mit sich bringt. Doch auf Dauer konnte mich der Titel nicht vor den Bildschirm fesseln. Die Vorgänger konnten da mit ein wenig mehr Langzeitmotivation punkten.

PS: Wer noch einmal das original Soul Calibur spielen möchte, kann sich das Game auf XBox Live auf die Konsole saugen.