von Michael Pernek
Startseite - PC - PlayStation - Nintendo - XBox - iPhone/iPod - Psycho Joh
Artikel - SUPPORT - Selber mitmachen ...

Two Worlds 2

Ein Bericht von Michael Pernek

Das bessere Gothic 4?

Ein Fortsetzung muss nicht immer gut sein. Genau gesagt kann sie sogar voll in die Hose gehen, wie die Highlander-Filme eindrucksvoll beweisen. Doch es kommt auch vor das ein zweiter Teil den ersten in fast jeder Hinsicht übertrifft und sogar die Konkurrenz alt aussehen lest. „Two Worlds 2“ ist ein solcher Fall.


… und noch ein Rollenspiel, oder?

Schon im ersten Teil versucht unser Held in „Two Worlds“ seine Schwester zu retten. Wieder verstrickt in das in unzählige Haupt- und Nebenquests, wie das in einem Rollenspiel so üblich ist. Wenn sich die Story im Primären-Handlungsstrang nicht wirklich von anderen RPGs abhebt, kann sie umso mehr in den Nebenmissionen überzeugen. Denn in den Einzelschicksalen der Menschen läuft das Spiel zur Höchstform auf. Da ertappt man sich schnell dabei Stunden damit zu verbringen hübschen Bürgerinnen zu helfen oder Gräber nach schätzen zu durchsuchen. Dem Verfluchten Zauberer dabei zu helfen aus dieser Welt zu scheiden oder Schülern der Magier-Universität bei den Hausaufgaben zu helfen. Begeistern kann auch das Schmiede-System. Hier kann man einfach Waffen und Ausrüstung zerlegen und seine Lieblingswaffe damit verbessern. So kann man sich schnell eine sehr mächtige Waffe zusammenstellen. Praktisch!

Optisch schön.

Während der erste Teil noch im mittleren Grafiksegment angesiedelt war, macht „Two Worlds 2“ auf allen Systemen einen gute Figur. Landschaften und Städte sehen wunderschön aus und lassen einen immer wieder kurz verweilen um das Panorama zu genießen. Die Lichteffekt runden das ganze geschickt ab. Trotzdem läuft alles auf Mittelklasse-Rechnern, ohne große Abschläge, flüssig und gut. Die Körper der NPCs (Non Player Charakter/Nicht Spieler Charakter) sind nicht mehr verbaut, wie das noch im ersten Teil zu kritisieren war und der Hauptcharakter fasziniert mit seinen Bewegungsabläufen im Kampf.

Jetzt gibt’s was auf die Ohren.

Doch die wahre Stärke von „Two Worlds 2“ ist die Sprachausgabe. Nur sehr selten hört man so gute Sprecher in einem Rollenspiel wie hier. Ob nun der Betrunkene der den Helden für seine Mutter hält und lallend eine neue Quest beschreibt oder der Hauptmann bei dem man bis zum Schluss nicht weiß woran man bei ihm ist. Alle klingen glaubhaft und bringen einen immer tiefer in die Welt von „Two Worlds 2“. Verbunden mit einem gelungenen Soundtrack und einer guten Geräuschkulisse ergibt das alles Gesamtwerk das es problemlos mit aktuellen Titeln aufnehmen kann.

Fazit: „Two Worlds 2“ ist nicht nur besser als sein Vorgänger, sondern hat auch die Konkurrenz locker in die Tasche gesteckt. Für mich ist „Two Worlds 2“ das bessere Gothic 4. Wer die Wahl hat zwischen Risen, Arcania oder „Two Worlds 2“ sollte zu letzterem greifen.