von Michael Pernek
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The Witcher

Ein Bericht von Michael Pernek

Zwielicht:
Er ist ein kaltblütiger Monsterjäger der gerne Trinkt und Frauen verführt. Gerald, der Held aus "The Witcher" ist ein Mann mit dem man(n) sich personifizieren kann. Kein Wunder, stammt er doch aus einer Romanvorlage von Andrzej Sapkowski. Doch in diesem Rollenspiel von Atari ist nicht nur die Vorgeschichte des Helden schlüpfrig, sondern auch das Abenteuer welches dem Spieler geboten wird. Man hackt sich nicht nur durch Mosterschahren, sondern kann auch mal die Dienste der ein oder andere Dirne am Wegesrand in Anspruch nähmen. Dies wird zwar nicht, alla "Hot Coffee Mod", in Form eines Minispiels präsentiert, sondern lediglich durch eine kurze Grafiksequenz und einer Tarotkarte dargestellt, welche aber oftmals tiefe Einblicke erlaubt. Und damit traut sich "The Witcher" schon weit mehr als viele andere Titel des Genre. Verdammt schade übrigens, denn als Erwachsener weiß man solch realistisches Szenario schon zu schätzen. Auch geflucht wird in diesem Titel was die jeweilige Lokalisierung hergibt. Das Jugendverbot für diesen Titel ist meiner Meinung nach berechtigt, denn wer sich dieses Rollenspiel in den Rechner legt will Unterhaltung für Erwachsene.

Licht:
Die Grafik ist stimmungsvoll, und auch mit durchschnittlichen Rechnern noch gut darzustellen. Das Gameplay wartet mit einem gelungenen Kampfsystem auf, das endlich von dem totgeklickten "Diablo"- System abweicht. Gespielt wird entweder in der ersten Perspektive, so wie wir das aus Oblivion kennen, oder in der Vogelperspektive, dem guten alten "Diablo" nicht unähnlich. Die letztere Variante funktioniert meiner Meinung nach am reibungslosesten. Hier zeigt Gerald sein volles Kampfgeschick. Greift ein Gegner an, löst man durch einen Klick auf ihn eine Schlagabfolge ein. Verwandelt sich dann der Mauszeiger in ein flammendes Schert muss man schnell erneut Klicken um die Schlagfolge fortzusetzen und so dem Gegner keine Chance zum Gegenangriff zu geben.

Schatten:
Leider kommt "The Witcher" auch mit einigen Schwächen daher, die einem ein bisschen das Hexen vermissen können. Hier bei am schlimmsten schlägt mit Sicherheit das unpraktische und unübersichtliche Inventar zu buche, dicht gefolgt von ebenso schwachen Charakterausbaufenster. Die Ladezeiten des Spiels sind gerade zu vorsintflutlich. Unglaublich lange Ladezeiten bei jedem Haus das man betritt und jedem Stadtteil in den es einen verschlägt. So gut wie jedes RPG das zur Zeit auf dem Markt ist macht dies besser. Ärgerlich ist auch das einige Dialoge scher schlecht übersetzt wurden und damit Quest's unnötig schwer werden. Auch mit den neuen Patch 2.0 hat sich an all diesen Kritikpunkten nichts geändert.

Fazit: "The Witcher" ist mit Sicherheit ein Geheimtipp unter Rollenspiel-Fans und zur Zeit auch eines der besten Titel des Genres auf dem Markt. Wer sich noch unsicher ist kann ja mal die Demo anspielen: http://www.thewitcher.com/community/en/www/download_the_demo.html