Erste Hilfe bei Blutungen

 

 

Blutungen

Blutungen aus kleineren Gefäßen (z.B. abgerissene Krallen, Biss- oder Schnittverletzungen) kann man durch festen Druck auf das verletzte Gefäß mit einer blutstillenden Watte zum Stillstand bringen. Wenn Sie im Notfall kein solches Präparat zur Hand haben, genügt es, wenn Sie die Wunde mit einem sauberen Tuch komprimieren. Das Gefäß schließt sich durch den ausgeübten Druck und verklebt meist nach ein paar Minuten. Reiben Sie danach nicht über die Wunde, das verklebte Gefäß könnte sich wieder öffnen und erneut bluten.

Stoßweise austretendes helles Blut deutet auf eine Verletzung einer Arterie ("Schlagader") hin. Dadurch verlieren die Patienten in kurzer Zeit sehr viel Blut. Es besteht Lebensgefahr! Auch hier können Sie zunächst versuchen, das Blutgefäß durch Druck zu verschließen. Je nach Größe der Arterie kann es bis zu 20 Minuten dauern, bis das Gefäß verklebt. Tritt nach dieser zeit bei Verringerung des Druckes immer noch Blut aus, müssen Sie bei einer Gliedmaßenverletzung das Gefäß abbinden. Dazu wird ein 2-3 cm breiter Stoffstreifen herzwärts über der Wunde um die Gliedmaße gebunden. Auf dem Weg zum Tierarzt lockern Sie alle Viertelstunde etwa 1 Minute die Staubinde und ziehen Sie sie danach wieder fest. Sie verhindern damit, dass der untere Teil der abgebundenen Gliedmaße durch die mangelnde Blutversorgung abstirbt.

Tritt die Blutung am Rumpf auf, so hilft ein Druckverband. Ein sauberes, zu einem kleinen Päckchen zusammengelegtes Tuch oder eine Monatsbinde auf die blutende Stelle pressen. Fixieren Sie sie unter Druck mit einem Verband um den ganzen Rumpf. Wenn das Blut durch den Verband sickert, nehmen Sie ihn nicht weg, sondern wickeln einen neuen Verband unter verstärktem Druck darüber. Pressen Sie die Hand fest auf den Verband und fahren sie sofort zum Tierarzt.