Herzlich Willkommen Jordi

30. August 2006

Ich bin in meinem neuen Zuhause gut angekommen und es geht mir gut.

Ich möchte Euch von meiner weiten Reise erzählen, also das war so: Um 13.45 Uhr wurde ich in meinen Transportkorb gesetzt, der gut mit einem Überzug geschützt war. Es war in Deutschland und ist auch in Österreich ziemlich windig, regnerisch und kalt. "Meine" Züchterin und ihr Mann brachten mich, meine neue Menschenmami und deren Schwester nach Fulda zum Bahnhof. Ich hörte, wie meine Menschenmami erzählte, dass sie sehr froh darüber ist, da so die Gefahr des Versäumens des Anschlusszuges auf Null sinkt.

Nun standen wir auf dem Bahnsteig in Fulda, mein Transportkorb gut "verpackt", aber der Zug hatte 35 Minuten Verspätung. Meine Menschenmami wurde nervös, da wir mit dieser Verspätung unseren Zug in Nürnberg nicht erreichen würden. Wie sich aber später herausstellte, wartete der Zug in Nürnberg "unseren" Zug ab und wir konnten problemlos umsteigen. Endlich hatte meine Menschenmami das Abteil, das für uns reserviert war, gefunden, alle Gepäckstücke verstaut und ich bekam Futter und Wasser. Aber ich wollte kein Futter und auch kein Wasser, ich wollte aus meinem Transportkorb heraus. Also nahm meine Menschenmami mich heraus, deckte mich mit etwas zu, das nach ihr roch (es war ihr Nachthemd), drehte die Heizung im Abteil ein wenig auf und ich kuschelte mich eng an sie und habe ein wenig gedöst.

Meine Mami dachte, ich würde einschlafen und einige Stunden schlafen. Von wegen, es war alles neu und interessant und ich musste mir alles genau anschauen. Aber all das geschah, indem ich meinen Kopf bewegte, es war kuschelig warm und es hat mir sehr gefallen, dass mich meine Menschenmami auf dem Arm hielt.  

Um 22.05 Uhr kamen  wir auf dem Westbahnhof in Wien an und meine Menschenmami sagte, dass wir mit einem Taxi nach Hause fahren. Wir kamen also knapp vor 23.00 Uhr in einer Wohnung, die komplett fremd für mich roch, an. Mein Transportkorb wurde abgesetzt, der Überzug entfernt, der Korb bliebt einige Zeit so stehen und da kamen fremd riechende Katzen vorbei, die an dem Korb und mir rochen. Aber hallo, das will ich nicht.

Dann wurde der Transportkorb geöffnet und ich herausgehoben. Meine Menschenmami redete mit leiser Stimme mit mir, mein Herz klopfte. Alles roch so fremd und große fremde Katzen habe ich auch gesehen. Meine Menschenmami setzte mich auf den Boden, wo sie schon mein Futter hingestellt hatte. Ich habe kurz daran geschnuppert, war aber viel zu aufgeregt, um nur einen Bissen zu nehmen.

Langsam ging ich ein paar Schritte, aber da waren vier große Katzen, die sich mir langsam näherten. Halt, nicht so nah, ich fauchte und knurrte, um denen zu zeigen, dass ich es nicht mag, wenn sie mir zu nahe kommen. Ich bin gleich noch ein Stückchen gewachsen, als die Großen meine deutlichen Zeichen respektierten; sie gingen alle ein paar Schritte zurück.

Meine Menschenmami hat mir auch die Klos gezeigt, mir aber auch meine "Transporttoilette" hingestellt, die ich dann auch nachts benutzt habe. Meine Menschenmami sagt, sie wird mir mein gewohntes Streu mit Streu, das Mami für die Klos hier verwendet, mischen, damit ich mich langsam an das neue Streu gewöhnen kann.

Ich melde mich bald wieder.

Viele liebe Grüße
Jordi

31. August 2006

Seit 6.00 Uhr schlafe ich in Mamis Bett. Jetzt schlafe ich wirklich tief und fest, wie Babies nun einmal schlafen.

Es gibt nichts Neues, es geht mir gut. Meine Menschenmami sagt aber, dass ich ihr zu wenig esse. Darum wird jetzt täglich das Gewicht kontrolliert.

Ich bin heute 12 Wochen alt und bringe 1.620 g (19.50 Uhr) auf die Waage.

Bis bald
Jordi