Meine Katze frisst die Nierendiät nicht, was tun?

Vielen von Ihnen wird die von mir geschilderte Situation bekannt vorkommen:

Sie erhalten vom Tierarzt die Diagnose "Chronische Niereninsuffizienz", bekommen Diätfutter mit den Worten "die Katze muss ab jetzt Nierendiät fressen", mit nach Hause. Zu Hause angekommen, bieten Sie Ihrer Katze sofort das "neue" Futter an, die Katze riecht daran und schaut sie fragend an, so als ob sie sagen wollte: "Willst du mich vergiften, das fresse ich auf keinen Fall." Sie reden mit Ihrer Katze, und erklären ihr, dass sie die Nierendiät fressen muss. Nichts! Die Katze frisst das Futter nicht ......... und eines darf Ihre nierenkranke Katze auf keinen Fall: Hungern!

Wie in vielen Bereichen des Lebens, müssen Sie hier einen Kompromiss eingehen, den Sie genau auf Ihre Katze abstimmen müssen.  Meine nachstehenden Ausführungen sollen Ihnen Hilfestellung geben, wie Sie die Futterumstellung auf Nierendiät vielleicht doch schaffen. "Vielleicht doch" deshalb, weil es Katzen gibt, die Nierendiät dauerhaft und gänzlich verweigern .... aber alles der Reihe nach ...... 

Nierendiät ist auf die Bedürfnisse einer nierenkranken Katze abgestimmt. Harnstoff (UREA) oder Harnstoff-N (BUN) ist ein nahrungsabhängiger Wert. Jedes Löffelchen Nierendiät wirkt sich also senkend auf UREA oder BUN aus, ohne dass Sie etwas dazu machen müssen. 

Wenn also "Normalfutter" verwendet wird, muss dem Futter Phosphatbinder beigemengt werden. Ob Phosphatbinder gegeben werden muss bzw. die Wahl des Phosphatbinders ist von der Höhe des Phosphatspiegels im Blut (anorg. Phosphat oder Phosphor) abhängig. Das heißt also für Sie, dass Ihr Tierarzt nicht nur Harnstoff (oder Harnstoff-N) und Creatinin bestimmen darf .... Phosphor, Kalium, Kalzium, alles Werte, die man unbedingt wissen muss, um eine CNI-Katze richtig behandeln zu können. Darum mein Tipp auch an dieser Stelle: Lassen Sie ein umfassendes Blutbild (z.B. Geriatrisches Profil) anfertigen!