Hypokaliämie (Kaliummangel)

 

"Anlass", warum ich gesondert auf die Hypokaliämie eingehe ist, dass

Helen gibt auf ihrer Website an, dass bei ca. 30 % aller Katzen, die an chronischer Niereninsuffizienz leiden, der Kaliumspiegel zu niedrig ist.  Hier nachzulesen:

Es gibt "Standardreferenzwerte" (wie auf Helens Seite angeführt) und jene Referenzwerte, die vom jeweiligen Labor neben dem untersuchten Wert (meist in Klammern) angeführt sind. In jenem Labor, in dem Whiskys Blut untersucht wurde, ist der Referenzwert für Kalium 3,6 - 5,0 mmol/l. 
Und hier liegt der "Hund begraben", wenn ich das so sagen darf. Kalium liegt vielleicht sogar noch innerhalb der Referenz, ist aber trotzdem schon zu niedrig und es befindet sich kaum noch Kalium in den Zellen. Der Kaliumspiegel sollte also über 4,0 mmol/l liegen, um von einem "normalen Kaliumspiegel" zu sprechen.

"Tumil-K" (Kalium-Gloconat) wurde vom Markt genommen und das Nachfolgemittel ist "Kalium-Glukonat Albrecht". Ich habe mir das Mittel bestellt, um die Inhaltsstoffe (trotz Beschreibung auf der Internetseite) vor Ort zu sehen.

Das "Kalium-Glukonat Albrecht" hat im Vergleich zum vormals erhältlichen Tumil-K einen hohen Rohproteinanteil; auch Phosphor und Calcium sind zu hoch. 

Alles Tatsachen, die MICH damals bestärkt haben, diese Kaliumergänzung nicht zu geben, obwohl "Kalium-Glukonat Albrecht" einfach zu verabreichen ist (wie IPAKITINE mit beiliegendem Messlöffel unter das Futter mischen). 

Also hieß es weiter recherchieren, um eine Alternative zu finden. Eine Internistin in Deutschland (Spezialgebiet: Niereninsuffizienz der Katze) hat in einem Vortrag, den sie gehalten hat,  "Kalium-Verla (Granulat)" (Wirkstoff: Kaliumcitrat) bei Hypokaliämie empfohlen. Noch zu erwähnen ist, dass Kalium-Citrat auch gegen die Übersäuerung des Organismus, wenn diese vorliegt,  gute Wirkung zeigt.

Die empfohlene Dosis, wenn Kalium supplementiert werden muss, beträgt  für eine Katze 2 - 6 mmol täglich. (Anm.: jetzt kommt die Feinwaage zum Einsatz)

Der Kaliumspiegel muss alle 7-14 Tage kontrolliert werden!!

Ich persönlich lasse Blut abnehmen und bringe das Blut sofort selbst ins Labor! Wird sicher nicht für alle Katzenhalter aufgrund der Entfernung zum Labor möglich sein, aber für einige doch. Vielleicht ist das ja auch für Sie die optimale Lösung, die Sie beim Tierarzt nur ansprechen müssten und er wäre damit einverstanden.

Das Supplementieren von Kalium kann für die Katze, wenn nicht mit großer Verantwortung vorgegangen wird, sehr gefährlich (bis zum Tod führen) werden. Besprechen Sie alles mit Ihrem Tierarzt und lassen Sie den Kaliumspiegel alle 7-14 Tage kontrollieren!  

Zum damaligen Zeitpunkt habe ich mich für die Behandlung mit Kalium Verla entschieden, aus heutiger Sicht würde ich meine Katze auch mit "Kalium-Glukonat Albrecht" behandeln. Allein schon deshalb, weil der Kaliumspiegel nicht alle 7-14 Tage kontrolliert werden muss.