Zahnröntgen unverzichtbare Voraussetzung
Ein Zahnröntgen ist absolute Voraussetzung für diese Therapie, da kein Zusammenhang zwischen Gingival- oder Parodontalerkrankung und Wurzelresorption besteht, im Gegenteil: Bei einer schweren Parodontalerkrankung kommt es seltener zu Ab- und Umbau der Zahnwurzeln von mit FORL befallenen Zähnen. Bei chronischer Mundhöhlenentzündung (Gingivitis-Stomatitis oder "Plasmazellgingivitis") und bei schwerer Parodontitis ist diese Methode nicht indiziert, da hier meist Wurzeln vom Typ 1 vorliegen und diese vollständig entfernt werden müssen.

Die chronische Mundhöhlenentzündung (FC-GS Feline Chronic Gingivitis-Stomatitis, oder Plasmazellgingivitis) ist die zweite spezielle Katzenkrankheit.

Diese noch schmerzhaftere chronische Entzündung der gesamten Mundhöhle ist eine Erkrankung, bei der die Katzen wegen der Schmerzen tatsächlich zu fressen aufhören. Diese eher selten vorkommende Erkrankung (0,5 - 1,5 %) wird ebenfalls durch Bakterien und Viren gefördert. Weitere Ursachen sind geschwächte Immunität oder eine falsche Immunantwort der Katze. Die genaue Entstehung der Krankheit ist aber ebenfalls noch unklar. Festgestellt wurde lediglich eine vermehrte Infiltration mit sogenannten Plasmazellen, deswegen auch der Name Plasmazellgingivitis.

Meist ist auch hier die einzig wirksame Behandlung die Entfernung aller Zähne in der hinteren Mundhöhle. Zur Heilung auf Dauer muss die Katze bei dieser Erkrankung oft zusätzlich mit Antibiotika und Immunsuppressiva behandelt werden.

Natürlich gibt es auch noch andere seltenere Krankheiten des Immunsystems, wie "Eosinophiles Granulom" bei dem an Schleimhautübergängen und in der Mundhöhle meist umschriebene knotige Veränderungen auftreten. Ist die Diagnose gesichert, können sie chirurgisch mit Immunsuppressiva oder mit Homöopathie behandelt werden.

Natürlich gibt es auch in der Mundhöhle Tumoren, die entweder von zahnbildendem Gewebe oder von den übrigen Geweben ihren Ursprung nehmen. Generell gilt, dass Turmoren, wenn sie frühzeitig erkannt werden, oft noch behandelt werden können.

Auch bei Katzen gilt Vorbeugung ist besser als Heilen:
Für die beiden spezifischen Zahnerkrankungen der Katze sowie zur Verhinderung aller anderen Zahnerkrankungen der Katze hilft regelmäßige Mundhygiene - sprich Zähneputzen. Dies ist oft schwierig. Deshalb gibt es auch spezielle Gels oder Kauröllchen, die zur Vorbeugung verwendet werden. Die wiederholte Zahnreinigung beim Tierarzt oder die Umstellung auf spezielles Trockenfutter tragen ebenfalls zur Zahngesundheit der Stubentiger bei.

© Dr. Gerhard Biberauer, Member of EVDS
Kleintier-Ordination Mittertreffling, Vet-Dental Service
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