Mein Leben

7. Dezember 2007

Heute wurden wir alle - außer Cindy, die sich vorher so gut versteckt hat, dass alle (mein Menschenpapa, meine Mami und der Doc) sie nicht finden konnten - geimpft.

Mami hat den Mundgeruch bereits bemerkt und so wurde mein Mundraum ganz besonders genau angeschaut. Die Zahnfleischentzündung war offensichtlich, aber leider sind auch Backenzähne nicht in Ordnung.

Am 11. Dezember 2007 werde ich - gemeinsam mit Dusty - in Narkose gelegt und kaputte Zähne werden entfernt.

Mami hat mich ganz fest gedrückt und sie hat alle Termine für die nächste Woche abgesagt, weil sie Dusty und mich auf keinen Fall allein lassen wird. Wie ich meine Mami kenne, muss der Doc am Tag nach der OP zu uns kommen, um uns Schmerzmittel zu spritzen, sollten Zähne gezogen werden müssen.

Drückt mir feste die Daumen, dass Narkose und OP gut verlaufen und ich bald schmerzfrei bin.

Ich melde mich, wenn ich wieder zu Hause bin.

Liebe Grüße
Sammy

11. Dezember 2007

Heute um 11.00 Uhr hatte ich meinen OP-Termin. Überall habe ich morgens Futter gesucht, nirgends war auch nur ein Krümelchen, geschweige denn ein Schälchen mit Schesir, zu finden. Meine Menschenmami hat mir erklärt, dass ich - wenn eine Narkose gegeben werden muss - nichts essen darf.

Ich werde gewogen und die Waage zeigt 3,50 kg an.

Wir kamen um 10.55 Uhr bei der Praxis an und der Doc kam sofort zur Tür heraus und hat meine Menschenmami, die meinen Transportkorb trug, und meinen Menschenpapi, mit Dusty im Gepäck, in die Ordination gerufen.

Dusty bekam zuerst die Narkosespritze und dann war ich dran. Bald schon schliefen wir beide in unseren Transportboxen ein.

Ab jetzt lasse ich meine Menschenmami in meinem Namen erzählen, ich schlafe und weiß nicht, was um mich herum passiert.

Meine Backenzähne waren schlichtweg eine Katastrophe, sodass der Doc sie ziehen musste. Meine Menschenmami hat assistiert, mehrmals Augensalbe in die Augen gemacht, mich umgedreht, damit der Doc mit seinen in Handschuhen steckenden Händen nichts anderes berührt, als mein Mäulchen und seine medizinischen Geräte.

Nachdem die OP, die wirklich alles anderes als leicht war, abgeschlossen war, bekam ich eine Infusion, gespritzt wurden Antibiotika (Mami muss mir nun 1 Woche lang zu Hause die Tabletten geben), B-Vitamine und ein Schmerzmittel.

Es ist 13.15 Uhr, wir sind ca. 45 Minuten zu Hause  und ich hebe mein Köpfchen. "Hallo", Mami, lass mich raus"! Mami hat gesagt, dass ich noch ein bisschen in meinem Transportkorb bleiben muss, zumindest so lange, bis der erste Narkoserausch vorbei ist.

Egal, ich bin total müde und schlafe wieder weiter .....