AUTOFAHRER, FUßGÄNGER, RADFAHRER
Schon die Tafel bei der Siedlungseinfahrt zeigt es an: „Erholungsgebiet“ !!!
Dieser Hinweis beinhaltet in gewisser Weise gegenseitige Rücksichtnahme an einem Ort, der der Erholung, der Regeneration und dem Genuss an der Natur gewidmet sein sollte.
Autoverkehr ist unumgänglich, da für alle Mobilität einen wichtigen Stellenwert besitzt. Jedoch darf dies nicht auf Kosten anderer gehen !
Es kommt leider immer wieder vor, dass eine der oben genannten Gruppen die Leid Tragenden werden.
Da die Straßen in der und um die Siedlung keine Gehwege haben, sind Fußgänger gezwungener Maßen am Straßenrand unterwegs. Dass dies für so manchen lebensgefährlich werden kann, wurde im heurigen Sommer einem Ehepaar auf schreckliche Weise bewusst gemacht. Die Gattin leidet noch heute an den Folgen des Sturzes, der von einem äußerst rücksichtslosen Autofahrer verursacht worden war. Kein seitlicher Sicherheitsabstand, keine Temporeduzierung und schon gar nicht die Frage, ob Hilfe nötig sei, waren vorhanden. Im Gegenteil, man muss noch mit dem „Stinkefinger“ rechnen, wenn man sich nicht rechtzeitig in Luft auflöst !
Radfahrer haben sehr oft unter denselben Dingen zu leiden wie die Fußgänger. Besonders ältere Herrschaften, die zwar manchmal etwas unsicher unterwegs sind aber sich trotzdem auf’s Rad schwingen, sind durch Verkehrsrowdys gefährdet.
Trotz allem muss aber auch die Kehrseite dieser Medaille betrachtet werden. Fußgänger und Radfahrer sind genauso Verkehrsteilnehmer wie die Autofahrer und obliegen genauso den Verkehrsregeln. Das scheinen diese aber sehr oft zu vergessen. Fußgänger wie Radfahrer haben sich hintereinander und nicht nebeneinander in tratschenden Gruppen zu bewegen, wenn sie ein näher kommendes Fahrzeug hören – falls die Ohren nicht gerade mit den Kopfhörern eines i-pad zugepfropft sind.
Fußgänger – und Jogger - haben auf der richtigen Straßenseite zu gehen, nämlich dem Verkehr entgegenzugehen, um Gefahren auch wahrnehmen zu können.
Inline-Skater hätten auf einer Landesstraße eigentlich gar nichts zu suchen, aber wenn sie schon hier unterwegs sind, sollten sie vermeiden, mit den Walking-Stöcken, die einige mit sich führen, in der Gegend herumzufuchteln. Denn dadurch sind Autofahrer sehr wohl gezwungen, weiträumig auszuweichen.
In der dunklen Jahreszeit, die jetzt schön langsam auf alle zukommt, ist es sicherlich empfehlenswert, an seiner Kleidung Reflektoren anzubringen. Man weiß ja, dass dunkle Kleider schlank machen, aber sie machen in der Dämmerung und in den Abend- und Morgenstunden auch unsichtbar.
Man sieht – Reibungspunkte gäbe es genug. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme, ein wenig Einfühlungsvermögen und der Einhaltung von Regeln und gesetzlichen Vorgaben wäre aber ein harmonisches und ungefährliches Miteinander problemlos zu bewerkstelligen.