TOURISMUSABGABE NEU

 

 

In meiner Eigenschaft als Obfrau einer der größten Esterhazy-Siedlungen des Burgenlandes ging folgender Brief an das Amt der Burgenländischen Landesregierung:

 

In Kooperation mit dem stellvertretenden Generaldirektor der Esterhazy-Immobilien, Hrn. Janisch, und – ebenso dort - Hrn. Dipl. Ing. Widder sowie mit dem Obmann des Vereins der Esterhazy-Siedlung Trausdorf gingen unabhängig von unserem Schreiben ebenfalls Briefe an die Arbeiter- bzw. Wirtschaftskammer.

Nach letzten Informationen zeitigen diese Einwände schon einen Erfolg, denn Beschlüsse wurden zurückgezogen und die ganze Causa als noch nicht spruchreif erachtet.

 

 

 

Verein

„Weekendsiedlung Neufeldersee I“

 

______________  2491 Seesiedlung Hornstein _______________

 

 

 

Betrifft: Erhöhung der Tourismusabgabe

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren !

 

 

In meiner Eigenschaft als Obfrau des Vereins „Weekendsiedlung Neufeldersee I“ der Seesiedlung Hornstein und somit einer der größten Esterhazy-Siedlungen des Burgenlandes möchte ich mich an Sie wenden.

Ich habe in Erfahrung gebracht, dass eine Erhöhung der Tourismusabgabe von bis zu 25% beabsichtigt ist und möchte hiermit im Namen von fast 800 Siedlern und Pächtern unserer Siedlung und im Namen des Vereinsvorstandes dagegen Einspruch erheben.

 

Ich möchte Sie, verehrte Damen und Herren, darauf hinweisen, dass durch unsere Kaufkraft, unsere Beständigkeit und auch Ortstreue die gesamte Infrastruktur der Gegend immens gehoben und ausgebaut wurde. Durch uns „Wochenend-Siedler“, Urlauber und Besitzer von Superädifikaten blühten die Ortschaften rund um den See erst auf und sind zu dem geworden, was sie heute sind.

Durch Anregung der verschiedenen Ortschefs nahmen viele das Angebot an, sich als „Zweitwohnsitzer“ anzumelden und damit das Wahlrecht bei Kommunalwahlen zu erlangen. Der Unmut darüber, dass dies zwar gern gesehen aber in keiner Weise honoriert wird, ist mittlerweile groß.

Schon vor einigen Jahren wurde die Berechnungsbasis der Tourismusabgabe neu aufgelegt und zu unseren Ungunsten geregelt. Nun soll es wieder eine eklatante Erhöhung geben, die ein Finanzloch – entstanden durch eine prozentuelle Neuregelung bei der Aufteilung der Tourismusabgabe – stopfen soll.

Mehr als irreführend ist außerdem, dass sich im Gesetzestext des Tourismusgesetzes – nachzulesen im Rechtsinformationssystem des Bundes - „alte“ Beitragssätze finden, die seit der Neuverordnung 2013 nicht mehr aktuell sind.

 

Wir Siedler und Pächter sehen uns ein wenig an die Wand gedrängt, denn wir können nicht wie so mancher Urlauber bei Missfallen die Koffer packen und gehen. Wir können nicht unser Haus huckepack nehmen und uns verabschieden.

In Hinsicht auf Gemeinden bzw. Bundesländer, die vom Kassieren der Tourismus- abgabe überhaupt Abstand genommen haben, ist die momentane Situation nur schwer zu verstehen.

Ich möchte Sie daher im Namen der oben genannten Personen ersuchen, die in Planung stehende Angelegenheit nochmals zu überdenken.

 

 

                                                                  Hochachtungsvoll

 

 

 

                                                                  Renate Harbich

                                                                      Obfrau

 

                                                       

 

 

 

Seesiedlung Hornstein, Aug. 2014