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Bundesheer 29.09.2003 - 28.05.2004 |
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Die Wendung! 3 Wochen sind seit meinem letztem Bericht vergangen. lg 06.12.2003 |
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Ein Ende ist in Sicht! Naja was soll ich sagen? Noch eine Woche und ich habe die Grundausbildung
überstanden! Die Woche nach der Aualm gestaltete sich sehr relaxt!
Meistens gegen 16:39 Uhr Dienstschluss. Donnerstag - Freitag hatten wir
den ganzen Tag Erste Hilfe-Ausbildung. Dem Vortragendem war es egal, dass
10 von 40 Personen seelenruhig auf den Tischen wärend seiner Belehrung
schliefen. Natülich zählte ich nicht zu den schlafenden, die
ersten 2 Stunden zumindestens. Der zweite Zug, also wir, mussten eine
Ehrengarde stellen und der großteil von uns hatte am Sonntag Dienst
und exerzierte ein wenig. Sie haben dafür am 17.11 frei. Ich war
einer der glücklichen der das Wochenende incl. Sonntag zu Hause verbrachte. lg 15.11.2003 |
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Zelttage - Und der Horror geht weiter Als ich meinen letzten Bericht schrieb dachte ich "Puhhh - das Schlimmste
is überstanden", aber dem war nicht so! Der Montag gestaltete sich noch recht gemütlich. Wir bereitet uns für die Aualm vor, exerzierten ein wenig und spielten uns mit der Waffe. Am Nachmittag hatten wir dann 20 Minuten Zeit unseren KAZ3 (Kampfanzug 3 - all pack) zu Packen. Das heißt du stopfst den gesamten Inhalt deines Spindes in einen viel zu kleinen und einen noch kleineren Rucksack. Hat dann, falls es fertig wird, ein Gewicht von ca. 30kg. Recht fein die ersten 5 Minuten wenn dir endlich wieder die Wirbel in die richtige Position gerückt werden, aber in der 6 Minute beginnt das Drama. Ein Drücken da, Schmerzen dort und und und.... Jedenfalls machten wir uns am Dienstag gegen 8:30 Uhr auf unseren ca. 60km langen Weg zur Aualm. Man glaubt es nicht aber wird hatten 3 Busse zur Verfügung. Und da war noch etwas senationelles: Der 2. Zug, in welchem ich mich Tag für Tag abrackere, durfte im modernsten Bus sitzen. Nein, er war nicht Baujahr 1980 sondern 2002! Mercedes, Klimaanlage und alle anderen Feinheiten die ein Bus haben könnte. Der 1. Zug bekam einen schönen gelben Postbus aus den 80ern. Natürlich hatte der 1. Zug auch die Heerestasche mit, welche einem das Leben um einiges erleichtert hätte. Aber es ist schlussendlich auch ohne mehr oder weniger gut gegangen. Als wir nach einer Stunde fahrt gegen 9:30 Uhr in der unwirklichsten Gegend die Salzburg zu bieten hat ankamen staunten wir nicht schlecht über das unglaubliche Panorama das sich vor uns auftat. Wir befanden uns am Ende eines ca. 2km breiten Tales. An der West- bzw. Nordseite bäumten sich schroffe Felsen kilometerweit in den Himmel auf. Richtung Süden war viel Wald welcher sich auf einem mäßig aber dafür steilem Bergchen sammelte. Ich glaube, dass es zu dieser Zeit, als wir unsere ersten Fußabtritte im Neuschnee (Firn) hinterließen, mindestens -5° hatte. Als wir unsinnigerweise 30 Minuten in der Gegend rummstanden begannen wir mit dem Aufbau des Zeltlagers. Um 10:30 Uhr ließen sich die ersten Sonnenstralen am Talboden blicken. Dieses Gefühl ist eines derjenen die ich nie vergessen werde! Das Zelt stützte sich mit seinem Gewicht auf den Kamin mit seinem Kaminrohr welcher in der Mitte des Zelts stand. Der Ofen ist auch eine Wissenschaft für sich. Er steht auf 3 Stelzen, welche ihn ca. 30cm über den Boden hiefen. Diese 30cm benötigt ein liegender Mensch wenn er im Schlafsack mumifiziert am Boden des Zeltes liegt und versucht sich von den strapazen des Tages zu erholen. Doch leider wird es erst ab einer Höhe von 30cm in diesem besagtem Zelt warm... Also heißten wir den Ofen mit den uns zur Verfügung stehenden 25 Brikets und etwas Holz bis er glühte. Dann war es tatsächlich in dem Zelt auszuhalten! Am Nachmittag, der nach dem Mittagessen im Speisesaal, begann gruben wir wieder einmal, unnötigerweise, Mannsgroße Löcher in den gefrorenen Boden der Aualm. Zum Glück standen auf dem Hang auf welchem wir, die Gruppe 1, gruben viel Bäume die uns das Leben mit ihren armdicken Wurzeln schwer machten. Der bewaldete Hang hatte eine Steigung von ca. 10-15°. Da wir keine Memmen sind, es aber gerne wären, konnte uns unser Gruppenkommandant natürlich nich am Fuße des Hanges graben lassen, neiiiiiin wir stiegen auf zusätzlich 350-400m auf. An diesem Tag gruben wir bis 17:30 Uhr dann gab es Abendessen. Anschließend gruben wir bis 22.00 Uhr weiter oder lagen in der Stellung dumm herum und frohren uns, naja, eben alles ab. Es wurden noch die Zeltkommandanten bestimmt und die Feuerwachen eingeteilt, welche den Ofen in der Nacht am glühen hielten und aufpassten dass niemand Feuer fing. Eine reguläre Schicht der Feuerwache dauert, wenn möglich ohne einnicken, eine Stunde. Am Mittwoch mussten wir um 7:30 Uhr zur Stako (Standeskontrolle) antreten. Davor frühstückten wir reichlich und betrieben eine säuberliche Katzenwäsche in den geheizten Sanitären anlagen. Soviel Luxus hätte sich wohl niemand erwartet. Der Tag zeichnete sich durch einen Stationsbetrieb aus welcher bis 18:00 Uhr dauern sollte aus. An jeder Station hielten wir uns 1 1/2 Stunden auf.
Station2: Station3: Am Abend lagen wir wieder bis 23:00 Uhr in der Stellung. Aber Davor kochten wir uns das wohl beste Essen das wir je hatten. Wir machten uns ein Feuer mit unserem Espitkocher (Ein mini Alugestell das von giftigem Hasch, so nennt sich das Brennmaterial, geheizt wird). Es gab Weißwurst mit Kartoffeln. Natürlich machten wir uns dieses Galamenü im dunklen Wald. Glücklicherweise hatte ich meine private Taschenlampe eingesteckt. Sie erleichterte uns die kocherei etwas. Das essen war ekelhaft, aber wer hunger hatte hatte keine andere Wahl. Wenigstens versalzte ich mir mein Würstel ordentlich, dass es wahrscheinlich nochmal 40 Jahre frisch geblieben wäre und den Kartoffel wälzte ich ordenlich am Waldboden damit er schön kross wurde. Achja das beste an der ganzen Sache war wohl das Lion danach. Der letzte Tag war schlimm. Keine Schlaf, kalt, keine Sonne, Schnee,
dicke Luft,.... Unser Hauptmann war mit der erbrachten Leistung zufrieden und so klang die Woche mit einem Gesellschaftabend aus. Wir bekam ein gewaltiges Steak inclusive eines Bieres pro. Mann und Nase. So gut schmeckt selten etwas!!!! Ich spielte noch etwas Tischfußball und begab mich gegen 20:45 Uhr in meinen Schlafsack. In dieser Nacht hatte ich 2 mal Feuerwache wobei ich einmal einschlief und die Feuerwache nach mir nur 30 Minuten ableisten musste. ;-) Stieb, da hab ich schon was gut bei dir, gelle! Naja die 2 hatte ich von 5:00 bis 5:45 Uhr. Dann schrie einer kräftig Tagwache und der Letzte Tag begann mit klarem Himmel. Wir bauten die Zelte ab, puzten die Sanitären Anlagen und fuhren gegen 11:00 Uhr Richtung Schwarzenberg Kaserne. Dort angekommen gingen wir Mittagessen. Es gab wiedereinmal 5 Menüs zur Auswahl. Mir gefiehl die Forelle am besten und genoss sie in vollen Zügen! Anschließend tauschte ein Teil die kaputt gegangen bzw. fehlerhaften Sachen um, während der andere Teil die Zelte reinigte und die Kaz´s in die Unterkunft brachte. Wir reinigten mit mögicherweise 16:45 Uhr Dienstschluss die Waffen in windeseile. Und wir bekamen tatsächlich um 16:45 den wohlverdienten Befehl "Mit einem kurzem aber kräftigen Hurra ins Wochenende abzutreten". lg |
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Das Schlimmste is überstanden!
Anstatt den Märschen gibts jetzt den Gefächtsdienst. Man ist da den ganzen Tag im Treck! Tecken, Sprung, kniend frei, Alarm und all solche netten Befehle hörst du da - den ganzen lieben Tag lang. Fein, echt ein Hit! Letzten Mittwoch gruben wir den ganzen Tag an einem Loch, einer Stellung wie es die Fanaten nennen würden..., und am Abend, als es arschkalt, dunkel undso richtig fein kuschelig war lagen wir 2 Stunden in diesem Liebesnest sinnlos herum. Ich verballerte 41 k-Patronen (k steht für Knall - beim bundesheer gibt es für alles, wirklich für alles eine Abkürzung -> Rekrut/rekr - groß im Freien machen/Spatenschiss - habt acht/hbt at - decken/hn...wirklich einmalig!). Naja jedenfalls war es eine morts sauerrei als ich den ganzen Dreck wieder aus dem Lauf raussaugte.. Nächste Woche begeben wir uns auf Feldtage, bitte nicht mit Feldwoche
verwechseln da wir nur 4 anstatt 5 Tage das Vergnügen zu zelteln
haben, welche sicherlich der große Knüller werden. Meine Muskeln
werden ins unendliche wachsen sodass ich neue Kleidung brauchen werde.
Von Do auf Fr hat sich in Salzburg 10cm feinster Staubzucker abgelegt,
welcher in der Früh gleich mit einer leiwanden undsomit unerwünschten
Schneeballschlacht eingeweit wurde. Am Fr hatten wir eine mächtige
Angelobung am Residenzplatz. Echt gewaltig! (Fotos werden nachgereicht)
Da ich nicht länger als 10 Min. in der Einteilung stehen darf wurde
ich zum Hilfssani rekrutiert. Echt ein Hit. Ich stand ca 2 -3m vor der
ersten Reihe, hatte den besten blick und klaubte ab und an den ein oder
anderen umgefallenen Soldaten vom Boden auf... so long 25.10.2003 |
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Erfahrung beim Heer - die ersten 2 Wochen Das Heer is einfach ein Hammer! 10x pro Tag zieht man sich um, ärger
als die Freundin, dafür steht man schon um 5.30 Uhr auf, dass man
auch was vom Tag hat und die Gähnerei den ganzen Tag über währt.
Einfach Spitze! Die erste Woche füllte sich mit Arztterminen, Belehrungen und vieeeel stehen. Am Samstag hatten wir einen Marsch der viele, viele Verwundetet forderte. Eine Blase hier, Kotzerei übers Wochenende da.... Die 2. Woche zeichnete sich durch viel Muskelkraft und Ausdauer aus. Waffenschießdienst im herrlichsten Regen seit 10 jahren und einer Arscheskälte, Gatschhupferei bis zu den Knien und da gab es doch wieder ein kleines Märschchen wie es unser Hauptmann bezeichnen würde. (15 km incl. Kampfanzug 2 ca. 10kg + Waffe 3,6kg + Helm + voller Wasserflaschen und Spaten). Einfach klasse! Fotos folgen wenn ich nächste Woche wieder im Netz bin! Ich weiß noch nicht ob ich Schreiberling oder Kraftfahrer werde, aber die Schinderei ist noch lange nicht vorbei! lg |
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Nun ist es endlich soweit ich rücke ein. Wohin? Ich sag nur Siezenheim, im Salzburgerländle. Ja ich bin in der Schwarzenberkaserne zugeteil. In der Luftraumüberwachung oder Flugabwehr. Jetzt haben die extra wegen mir neue Flieger gekauft. Ich find das spitze, dass ausgerechnet ich die wieder runterschießen darf. Naja ich hoff ich kann bald einige Bilder hier präsentieren |
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