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Normann
 
     

 
 

Bundesheer 29.09.2003 - 28.05.2004

 
         

Die Wendung!

3 Wochen sind seit meinem letztem Bericht vergangen.
In der ersten Woche, also der letzten meiner Grundausbildung, machten wir nicht viel! Von Diensttag auf Mittwoch leistete ich den Chargendienst. Doch um 10:00 Uhr kam ein Zugsführer zu mir und teilte mir mit, dass ich absofort in der Küche eingeteilt wäre.
WOW... aber ich habe mich nicht dafür gemeldet und auch nicht dafür interessiert! "Naja, egal", egal dachte ich mir, "hauptsache nicht bei den Wasis!" Wir wurden zuerst belehrt was zu tun ist, sahen ein "tolles" Hygiene-Video und beäugten die Küche. Am nächsten Tag waren wir schon voll im Stress. Niemand wusste wirklich was zu tun war und es wollte uns auch niemand wirklich sagen! Ich macht gleich meine ersten Erfahrungen mit Zeltn backen und dem 1-2-3 Teig. Am nächsten Tag machte ich ebenfalls wieder einen Kuchen mit dem dummen 1-2-3 Teig (!6kg Mehl!). Wenigstens musste ich nie in die Abwasch.
Die Woche darauf hatten wir Frühschicht. Also von 05:00 Uhr bis 13:30 Uhr. War ganz nett, aber es stellte sich schnell heraus, dass wir zu viel Leute waren. Wir waren insgesamt 16 Personen, es wurden aber nur 12 benötigt. Jeder bangte um seinen Arbeitsplatz der ansich ganz fein war. Ich vertrug mit nicht mit allen, denn es waren zwei dabei die meinten sie wären die Gourme´-Köche, aber der eine hatte nur eine Tourismusschule besucht und der Andere eine HBLA. Eigentlich zum lachen und ich glaub das hab ich ihnen auch klar gemacht.
Am Mittwoch traf der Chef des Einkaufs, Vzlt Fischer, in der Küche die Entscheidung wer gehen musste, obwohl das überhaupt nicht seine Aufgabe war. In Wirklichkeit wäre es die Aufgabe des Küchenchefs gewesen, aber dieser wurde nicht darüber informiert dass er heute die überschüssigen Leute streicht. Jedenfalls saß ich auf einer "Anrichte" und ich wusste, bessergesagt ich ahnte, wenn da sitzen bleiben würde wärs das gewesen, aber ich blieb sitzen. Zuerst viel es ihm nicht auf, dass ich dort oben saß, aber als der Zugsführer vorbeiging und mit anfauchte: "Schwarz runter von der Anrichte, das is zum Arbeiten und nicht zum Sitzen da!" waren die Würfel gefallen! Vzlt Fischer sah mich an und meinte, dass man sich über mich schon beschert hätte. Worauf ich gleich sagte, dass ich das bezweifle und er doch bitte so freundlich sein möge und mir die Beschwerdegründe bekannt geben solle. Als ihm nicht wirklich ein guter Grund einfiel und er nur meinte: "Solche sagen wie auf der Anrichte sitzen." wüsste ich bescheid. Am darauffolgendem Tag kam ich mit dem Küchenchef auf meine "Entlassung" zu sprechen, woraufhin er sich fürchterlich aufregt und den Vzlt Fischer ordenlich eins aufs Dach verpasste. Denn er wollte mich behalten, denn ich sei einer der seine Arbeit gut und schnell macht. Mir war es zu diesem Zeitpunkt ziemlich Wurst, dass ich aus der Küche flog obwohl der Küchenchef alles daran setzte dass ich doch bleiben konnte. Ich brachte ihm auf freundlicher Weise bei, dass ich jederzeit zur Verfügung stehe wenn er mich brauche, aber er soll es bei meiner Entlassung belassen. Ich arbeitete noch bis Wochenende in der Küche und wurde am Freitag, kurz vor Dienstschluss zum Spieß gerufen. Er steckte mir eine wunderbare Neuigkeit! Zuerst war es ein kurzer Schock aber dann als er sagte es wäre nur für 5 Tage bekam ich einen morts Grinser!
Am Montag gingen wir noch ganz normal Frühstücken, anschließend fanden sich die sechs auserwählten von den Lkw´s und dem Transporter ein, welche sie nach WIEN, jawoll Wien bringen sollten. Unser Auftrag? Wir sollten Möbel von der MCC (Military Controll Center - Schnittstelle von Militärischer und Zivieler Luftraumüberwachung) ausbauen und nach Salzburg bringen. Wir kamen gegen 13:00 Uhr an und hatten Dienstfrei!!!!!!! Unsere Unterkunft für diese Woche war der Fliegerhorst Langenlebarn (30km außerhalb Wiens). Natürlich namen wir den nächsten Zug und führen nach Wien feiern!! Am Dienstag wachte ich mit Kopfschmerzen auf... Wir fuhren gegen 06:45 Uhr Richtung MCC und bauten den ersten Teil der Möbel aus. Unser Vorgesetzter machte sich mit einem Lkw auf den Rückweg nach Langenlebarn. Nun waren noch 6 Rekruten, 1 Kraftfahrer, ein Kooporal und ein Zivilist (Bekleidungskammer) übrig und die beschlossen für die nächsten 2 Stunden Kaffeepause zu machen. Es begann alles mit einem Kaffee. Dann kam das erste und das zweite Bier und der erste Schnaps und ich glaube noch ein Bier... Der Kraftfahrer trank natürlich nur Cola weil er keinen Kaffee mochte! Am Abend machten wir Pause damit wir für mittwoch Abend gerüstet waren. Wir schauten uns am Mittwoch den Christkindlmarkt am Rathausplatz an, und gingen anschließend ins Sohoo in die Nußdorferstraße. Am Donnerstag war der Christkindlmarkt am Spittlberg an der Reihe und das Permudadreieck, welches wir schon am Montag heim suchten. Wir lernten eine Scheizerin kennen die in Wien einen Kurzurlaub machte. Mit dem letzten Zug, der um 23:44 Uhr von Heiligenstadt abfuhr, machten wir uns auf den Heimweg. Im Zug lernten wir eine Tullnerin kennen die gerade am lesen der Vorgeschichte von Herr der Ringe war. Am Anfang war sie eher bissig, doch als der Norminator die Zügel in die Hand nam fraß sie uns aus den Händen! Am Freitag machten wir uns um 08:00 auf den Heimweg. Wir kamen um 12:45 Uhr an und gingen noch Mittagessen. Räumten unsere Spinde wieder ein, der Spieß meinte dass er uns ein schönes Wochenende wünsche und die wohl genialste Woche beim Bundesheer war vorrüber!

lg
Rekrut Schwarz

06.12.2003


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ende ist in Sicht!

Naja was soll ich sagen? Noch eine Woche und ich habe die Grundausbildung überstanden! Die Woche nach der Aualm gestaltete sich sehr relaxt! Meistens gegen 16:39 Uhr Dienstschluss. Donnerstag - Freitag hatten wir den ganzen Tag Erste Hilfe-Ausbildung. Dem Vortragendem war es egal, dass 10 von 40 Personen seelenruhig auf den Tischen wärend seiner Belehrung schliefen. Natülich zählte ich nicht zu den schlafenden, die ersten 2 Stunden zumindestens. Der zweite Zug, also wir, mussten eine Ehrengarde stellen und der großteil von uns hatte am Sonntag Dienst und exerzierte ein wenig. Sie haben dafür am 17.11 frei. Ich war einer der glücklichen der das Wochenende incl. Sonntag zu Hause verbrachte.

Letzte Woche hatten wir eine sozusagen 2. Feldwoche im medium Modus. Am Montag reisten wir gegen 8:30 Uhr Richtung Hochfilzen ab. Gegen 10:30 Uhr trafen wir ein bezogen unsere Herrbergen die aus Matrazenlager-Stockbetten bestanden und gingen Mittagessen. Wir betrieben noch etwas Sport und dann hatten wir auch schon Dienstfrei. Am Dienstag war Schießen und das Nebenprogramm angesagt. Schießen war amysant. Wir schossen auf bewegliche Ziele, aber ich traf leider keines davon und komme nun leider nicht zu dem Wachsicherungs-Trupp. Ohhhhhh... Das Nebenprogramm war besch... Da war ein Graben mit Hindernissen und Röhren die bewältigt werden sollten. War eigentlich ganz nett, wenn es in der Früh nicht Minus Grade gehabt hätte und der Boden nicht gefroren gewesen wäre.
Am Mittwoch wurde auch den ganzen Tag lang geschossen! Lt. Dienstplan sollten wir bis 24:00 Uhr Dienst haben, doch man entschloss sich kurzer Hand die Zweimannzelte aufzuschlagen und im Freien zu kampieren. Wir bauten (wiedereinmal) Stellungen, bekamen die Zeiten zugewiesen an denen wir munter sein sollten und 1 1/2 Stunden am gefrorenem Boden liegen und die Umgebung beobachten müssten. Einer wollte nicht oder hielt dem Druck nicht mehr Stand und meldete einem Ausbildner, dass er ihm doch sein Messer und die Waffe abnehmen sollte sonst könne er für nicht garantieren und würde sich etwas antun. !Idiot! Naja jedenfalls war das in dem Moment wahrscheinlich das Schlauste was man machen konnte um dieser Situation zu entkommen. Er wurde auf das Sanrevier gebracht und durfte am folgendem Tag, seinen Kollegen, den Psychiater zum 3x aufsuchen. Tztztztztzzzzz
Zurück zu unserer übernachterei im Freien...
Als wir und unsere Ausbildner den Köder geschluckt hatten, teilte man uns gegen 23:30 Uhr mit, dass wir aufgrund unserer Schießergebnisse und des guten Willens uns die Kampiererei ersparen wolle. Natürlich wollten nun plötzlich alle draußen schlafen. "So kalt wärs ja eh nicht geworden..." "Für mich wär das kein Problem gewesen..." "Mahh ich hätt mich schon so drauf gefreut gehabt..." Jedenfalls war es besser, dass wir drinnen geschlafen haben, denn am nächsten Tag überschraschten uns 2cm Schnee auf dem Weg zum Frühstück. Spätestens jetzt war jeder froh, dass wir drinnen schliefen!
Am Donnerstag wurden wieder Schießübungen gemacht und Sport betrieben.
Am Freitag hatten wir ein mächtige Abschlussschießen. Wir hatten ein MG welches das Feuer auf ca. 40 Holzscheiben eröffnete, die den Feind simulierten. Auf feuereöffnung stürmten wir aus dem Gruppenunterstand, der an ein Schützengrabensystem angeschlossen war, mit 30 Schuss Richtung der zugewiesenen Stellung. Dann wurden die 30 Schuss rausgeheizt und jeder bekam einen breiten Grinser über das komplette Gesicht. Der Grinser wurde bei manchen durch Hämmungen getrübt, doch meiner hielt den ganzen Tag an!!! Die Wasi demonstrierten uns noch Leuchspurmunition. Die Projektile werden durch irgendetwas sichtbar gemacht und plötzlich wird ein Projektil das sich mit 990m/s fortbewegt sichtbar. Einfach Wahnsinn wenn man sieht wohin sich das Projektil überall verirren kann wenn es auf einen Stein oder dessen gleichen aufprallt.
Am Abend wurden uns sogar 2 Bier pro Mann und Nase genehmigt. Ich trank meine 2 und keine Schluck mehr um nicht gegen die Bierregel zu verstoßen, doch niemand sagte etwas gegen Wodka. ;-) Am nächsten Tag hatte ich Kopfschmerzen, einen unvorstellbaren Brand und kein Gleichgewichtsvermögen!
Am Vormittag machten wir uns abfahrbereit und Reinigten die Unterkunft und deren Umgebung. Meine Kameraden machten sich gegen 11:15 Uhr auf den Weg nach Siezenheim, aber ich blieb dort und wartete auf einen Freund der mich Richtung Heimat bringen sollte, da ich ab 12:00 Uhr wegen unserer Multimediashow des JuMi-Lager Dienstfrei hatte. Hahahahahahahaha..... Um 13:10 Uhr war ich daheim und begann das Wochende zu genießen. Meine Kameraden gangten ob die Bahn am Abend fahren würde oder ober der Streik sie über das Wochenend ungewollt an Salzburg und seine mikrigen Lokalitäten binden würde...

lg
Rekrut Schwarz

15.11.2003


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zelttage - Und der Horror geht weiter

Als ich meinen letzten Bericht schrieb dachte ich "Puhhh - das Schlimmste is überstanden", aber dem war nicht so!
Diese Woche waren wie bereits angekündigt die Feldtage angesagt. Wir hatten unsere am Tüpl (Truppenübungsplatz) Aualm auf ca. 1300 - 1500m. Es war A***kalt!

Der Montag gestaltete sich noch recht gemütlich. Wir bereitet uns für die Aualm vor, exerzierten ein wenig und spielten uns mit der Waffe. Am Nachmittag hatten wir dann 20 Minuten Zeit unseren KAZ3 (Kampfanzug 3 - all pack) zu Packen. Das heißt du stopfst den gesamten Inhalt deines Spindes in einen viel zu kleinen und einen noch kleineren Rucksack. Hat dann, falls es fertig wird, ein Gewicht von ca. 30kg. Recht fein die ersten 5 Minuten wenn dir endlich wieder die Wirbel in die richtige Position gerückt werden, aber in der 6 Minute beginnt das Drama. Ein Drücken da, Schmerzen dort und und und....

Jedenfalls machten wir uns am Dienstag gegen 8:30 Uhr auf unseren ca. 60km langen Weg zur Aualm. Man glaubt es nicht aber wird hatten 3 Busse zur Verfügung. Und da war noch etwas senationelles: Der 2. Zug, in welchem ich mich Tag für Tag abrackere, durfte im modernsten Bus sitzen. Nein, er war nicht Baujahr 1980 sondern 2002! Mercedes, Klimaanlage und alle anderen Feinheiten die ein Bus haben könnte. Der 1. Zug bekam einen schönen gelben Postbus aus den 80ern. Natürlich hatte der 1. Zug auch die Heerestasche mit, welche einem das Leben um einiges erleichtert hätte. Aber es ist schlussendlich auch ohne mehr oder weniger gut gegangen.

Als wir nach einer Stunde fahrt gegen 9:30 Uhr in der unwirklichsten Gegend die Salzburg zu bieten hat ankamen staunten wir nicht schlecht über das unglaubliche Panorama das sich vor uns auftat. Wir befanden uns am Ende eines ca. 2km breiten Tales. An der West- bzw. Nordseite bäumten sich schroffe Felsen kilometerweit in den Himmel auf. Richtung Süden war viel Wald welcher sich auf einem mäßig aber dafür steilem Bergchen sammelte. Ich glaube, dass es zu dieser Zeit, als wir unsere ersten Fußabtritte im Neuschnee (Firn) hinterließen, mindestens -5° hatte. Als wir unsinnigerweise 30 Minuten in der Gegend rummstanden begannen wir mit dem Aufbau des Zeltlagers. Um 10:30 Uhr ließen sich die ersten Sonnenstralen am Talboden blicken. Dieses Gefühl ist eines derjenen die ich nie vergessen werde! Das Zelt stützte sich mit seinem Gewicht auf den Kamin mit seinem Kaminrohr welcher in der Mitte des Zelts stand. Der Ofen ist auch eine Wissenschaft für sich. Er steht auf 3 Stelzen, welche ihn ca. 30cm über den Boden hiefen. Diese 30cm benötigt ein liegender Mensch wenn er im Schlafsack mumifiziert am Boden des Zeltes liegt und versucht sich von den strapazen des Tages zu erholen. Doch leider wird es erst ab einer Höhe von 30cm in diesem besagtem Zelt warm... Also heißten wir den Ofen mit den uns zur Verfügung stehenden 25 Brikets und etwas Holz bis er glühte. Dann war es tatsächlich in dem Zelt auszuhalten!

Am Nachmittag, der nach dem Mittagessen im Speisesaal, begann gruben wir wieder einmal, unnötigerweise, Mannsgroße Löcher in den gefrorenen Boden der Aualm. Zum Glück standen auf dem Hang auf welchem wir, die Gruppe 1, gruben viel Bäume die uns das Leben mit ihren armdicken Wurzeln schwer machten. Der bewaldete Hang hatte eine Steigung von ca. 10-15°. Da wir keine Memmen sind, es aber gerne wären, konnte uns unser Gruppenkommandant natürlich nich am Fuße des Hanges graben lassen, neiiiiiin wir stiegen auf zusätzlich 350-400m auf. An diesem Tag gruben wir bis 17:30 Uhr dann gab es Abendessen. Anschließend gruben wir bis 22.00 Uhr weiter oder lagen in der Stellung dumm herum und frohren uns, naja, eben alles ab. Es wurden noch die Zeltkommandanten bestimmt und die Feuerwachen eingeteilt, welche den Ofen in der Nacht am glühen hielten und aufpassten dass niemand Feuer fing. Eine reguläre Schicht der Feuerwache dauert, wenn möglich ohne einnicken, eine Stunde.

Am Mittwoch mussten wir um 7:30 Uhr zur Stako (Standeskontrolle) antreten. Davor frühstückten wir reichlich und betrieben eine säuberliche Katzenwäsche in den geheizten Sanitären anlagen. Soviel Luxus hätte sich wohl niemand erwartet. Der Tag zeichnete sich durch einen Stationsbetrieb aus welcher bis 18:00 Uhr dauern sollte aus. An jeder Station hielten wir uns 1 1/2 Stunden auf.


Station1:
Die Tätigkeiten der Kopo (Kontrollposten) + Sipo (Sicherungsposten) sollten praktisch geübt werden. Jeweils 2 lagen also wieder am Boden und hatten den Auftrag alljene Personen die sich ihrer imaginären Straßen sperre näherten auf ihre Identität und der Zutrittsberechtigung zu überprüfen. Nach etwar 45 Minuten frohren mir wiedereinmal die Zähen ein. Was für ein herrliches Gefühl. Dieses Gefühl erlebe ich beim Mittagessen im warem wieder als sich meine Zähen aus der Tiefkühlphase zurück meldeten.

Station2:
Aufbau einer echten Straßensperre. Mit den eingefrohrenen Zehen war das kein Spaß. Doch gegen 10:30 Uhr schaute die Sonne kurz vorbei und es wurde einwenig leichter.

Station3:
Korrektes durchsuchen von Fahrzeugen bzw. deren Insassen. Recht langweilig und das 1 1/2 Stunden lang.

Station4:
Das war wohl die amysanteste und interessanteste Station. Es waren 3 Seile über eine 10-15m tiefe 70m breite Schlucht gespannt. Ein Seil war für die Füßlein, das 2. für die Händlein und das 3. diente für als Führungsseil der Sicherung. Wir zogen einen Klettergurt unter unser 20kg schweres Kaz2 (Kampfanzug2) an und sollten diese Schlucht überwinden. Wärend einer über die Schlucht stieg sicherten die anderen die Umgebung ich hatte den Auftrag die Schlucht unter dem Seil zu sichern und hatte somit einen hervorragenden Ausblick auf den Überquerer der Schlucht. Es war so lustig wie dumm sich die Leute anstellten. Der Scheikel, ein 2m Mensch, hatte 0 Körperspannung. Die Knie waren immer eingeknickt und es kam wie es kommen musste. Zuerst drehte es in die Horinzontale, dann federte es ihn in die Vertikal retour und er stürzte ins Sicherungsseil. Er blieb mit dem Kaz am Fußseil hängen und viel kopfvoraus Richtung Boden. Ich hab mich vorlauter Lachen nicht mehr halten können. Das war echt der Überhammer. Genau den Scheikel der eh immer zu faul für alles is und alles extrafaul macht den hauts runter. hahahahaha (Wenn er das ließt kann ich wohl keine Berichte mehr schreiben) Leider habe ich keine Bilder von dem tollen Absturz. Danach stürzte noch einer ab, aber leider nicht so spektakulär.

Am Abend lagen wir wieder bis 23:00 Uhr in der Stellung. Aber Davor kochten wir uns das wohl beste Essen das wir je hatten. Wir machten uns ein Feuer mit unserem Espitkocher (Ein mini Alugestell das von giftigem Hasch, so nennt sich das Brennmaterial, geheizt wird). Es gab Weißwurst mit Kartoffeln. Natürlich machten wir uns dieses Galamenü im dunklen Wald. Glücklicherweise hatte ich meine private Taschenlampe eingesteckt. Sie erleichterte uns die kocherei etwas. Das essen war ekelhaft, aber wer hunger hatte hatte keine andere Wahl. Wenigstens versalzte ich mir mein Würstel ordentlich, dass es wahrscheinlich nochmal 40 Jahre frisch geblieben wäre und den Kartoffel wälzte ich ordenlich am Waldboden damit er schön kross wurde. Achja das beste an der ganzen Sache war wohl das Lion danach.

Der letzte Tag war schlimm. Keine Schlaf, kalt, keine Sonne, Schnee, dicke Luft,....
Wir lagen bis 16:00 in der Stellung. Es gab immerwieder Alarm und Alarm aufgehoben, natürlich dürfen wir den ABC- Alarm (Atomarer-, Biologischer-, Chemischeralarm bei dem die Schutzmaske innerhalb von 9 Sekunden aus der Schutzmaskentasche gerissen werden muss und ihren Platz im Gesicht finden sollte) nicht vergessen. Wir wurden praktisch geprüft indem 2 Ausbildner Terroristen simulieten und in unser gebiet eindringen wollten. Wir sprangen also als wir die ersten Schüsse hörten aus unserem Gruppenunsterstand, der ein gedachter Unterstand war, auf und sprangen in unsere dreckigen, nassen uns schlüpfrigen Stellungen. Wir ballter was das Zeug hielten. Jeder von uns hatte ein volles Magazin also 30 K-Patronen (Knallpatronen) zur Verfügung um unsere Angreifer zu richten. Das war echt ein Wahsinn. Als ich auf meine Stellung zurannte und zum Sprung ansetzte entsicherte ich mein Stg im Flug und begann schon vor meiner detonation am Boden, die mächtig werden sollte, zu schießen. Einfach sowas von "locker Schnitzel".

Unser Hauptmann war mit der erbrachten Leistung zufrieden und so klang die Woche mit einem Gesellschaftabend aus. Wir bekam ein gewaltiges Steak inclusive eines Bieres pro. Mann und Nase. So gut schmeckt selten etwas!!!! Ich spielte noch etwas Tischfußball und begab mich gegen 20:45 Uhr in meinen Schlafsack. In dieser Nacht hatte ich 2 mal Feuerwache wobei ich einmal einschlief und die Feuerwache nach mir nur 30 Minuten ableisten musste. ;-) Stieb, da hab ich schon was gut bei dir, gelle! Naja die 2 hatte ich von 5:00 bis 5:45 Uhr. Dann schrie einer kräftig Tagwache und der Letzte Tag begann mit klarem Himmel.

Wir bauten die Zelte ab, puzten die Sanitären Anlagen und fuhren gegen 11:00 Uhr Richtung Schwarzenberg Kaserne. Dort angekommen gingen wir Mittagessen. Es gab wiedereinmal 5 Menüs zur Auswahl. Mir gefiehl die Forelle am besten und genoss sie in vollen Zügen! Anschließend tauschte ein Teil die kaputt gegangen bzw. fehlerhaften Sachen um, während der andere Teil die Zelte reinigte und die Kaz´s in die Unterkunft brachte. Wir reinigten mit mögicherweise 16:45 Uhr Dienstschluss die Waffen in windeseile.

Und wir bekamen tatsächlich um 16:45 den wohlverdienten Befehl "Mit einem kurzem aber kräftigen Hurra ins Wochenende abzutreten".

lg
der geschundene
Rekrut Schwarz

01.11.2003


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Schlimmste is überstanden!


Mit den Märschen ists jetzt aus! Wir hatten den letzten Marsch über 16km Samstag vor einer Woche! Unser Zugsführer also mein nächster Chef hatte mit dem Zugsführer der 2. Zugs (Gruppe) eine kleine Wette abgeschlossen. Sie wetten um ein Bier welcher Zug früher von den 16km zurückkam. Nicht lustig, aber wir haben den 1. Zug schließlich um 5 Minuten unterboten!

Anstatt den Märschen gibts jetzt den Gefächtsdienst. Man ist da den ganzen Tag im Treck! Tecken, Sprung, kniend frei, Alarm und all solche netten Befehle hörst du da - den ganzen lieben Tag lang. Fein, echt ein Hit! Letzten Mittwoch gruben wir den ganzen Tag an einem Loch, einer Stellung wie es die Fanaten nennen würden..., und am Abend, als es arschkalt, dunkel undso richtig fein kuschelig war lagen wir 2 Stunden in diesem Liebesnest sinnlos herum. Ich verballerte 41 k-Patronen (k steht für Knall - beim bundesheer gibt es für alles, wirklich für alles eine Abkürzung -> Rekrut/rekr - groß im Freien machen/Spatenschiss - habt acht/hbt at - decken/hn...wirklich einmalig!). Naja jedenfalls war es eine morts sauerrei als ich den ganzen Dreck wieder aus dem Lauf raussaugte..

Nächste Woche begeben wir uns auf Feldtage, bitte nicht mit Feldwoche verwechseln da wir nur 4 anstatt 5 Tage das Vergnügen zu zelteln haben, welche sicherlich der große Knüller werden. Meine Muskeln werden ins unendliche wachsen sodass ich neue Kleidung brauchen werde. Von Do auf Fr hat sich in Salzburg 10cm feinster Staubzucker abgelegt, welcher in der Früh gleich mit einer leiwanden undsomit unerwünschten Schneeballschlacht eingeweit wurde. Am Fr hatten wir eine mächtige Angelobung am Residenzplatz. Echt gewaltig! (Fotos werden nachgereicht) Da ich nicht länger als 10 Min. in der Einteilung stehen darf wurde ich zum Hilfssani rekrutiert. Echt ein Hit. Ich stand ca 2 -3m vor der ersten Reihe, hatte den besten blick und klaubte ab und an den ein oder anderen umgefallenen Soldaten vom Boden auf...

Achja und den Besen hab ich mir noch mächtig gegen mein rechtes Knie geballert, dass dieses nun verstaucht is schätz ich mal, aber zu unserem Arzt im B4 (Krankenrevier für alle ousiders) der in Wirklichkeit Tierarzt is und diese Lizenz wahrscheinlich auch schon längst verloren hat geh ich sicher nicht, aber ich bin ja Rekr und weiß mir zu helfen oder auch nicht. Jedenfalls beiß ich durch!

so long
Rekrut Schwarz

25.10.2003


 

Erfahrung beim Heer - die ersten 2 Wochen

Das Heer is einfach ein Hammer! 10x pro Tag zieht man sich um, ärger als die Freundin, dafür steht man schon um 5.30 Uhr auf, dass man auch was vom Tag hat und die Gähnerei den ganzen Tag über währt. Einfach Spitze!
Man wird den ganzen Tag angeschriehen und rummkommandiert! Man sollte sich in 2 Minuten komplett umgezogen haben (incl. Schuhen welche 10x zum schnüren sind!). Dann steht man noch mindestend 2 Stunden umsonst in der Gegend rumm und denkt an sein Moped. Vom sitzen kann man übrigens nur träumen! In der ersten Woche leisteten wir 84 Stunden. Jeden Tag um 5.30 Uhr auf und um 22.00 uhr ins Bett.

Die erste Woche füllte sich mit Arztterminen, Belehrungen und vieeeel stehen. Am Samstag hatten wir einen Marsch der viele, viele Verwundetet forderte. Eine Blase hier, Kotzerei übers Wochenende da.... Die 2. Woche zeichnete sich durch viel Muskelkraft und Ausdauer aus. Waffenschießdienst im herrlichsten Regen seit 10 jahren und einer Arscheskälte, Gatschhupferei bis zu den Knien und da gab es doch wieder ein kleines Märschchen wie es unser Hauptmann bezeichnen würde. (15 km incl. Kampfanzug 2 ca. 10kg + Waffe 3,6kg + Helm + voller Wasserflaschen und Spaten). Einfach klasse!

Fotos folgen wenn ich nächste Woche wieder im Netz bin!

Ich weiß noch nicht ob ich Schreiberling oder Kraftfahrer werde, aber die Schinderei ist noch lange nicht vorbei!

lg
Rekrut Schwarz

10.10.2003


 

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Nun ist es endlich soweit ich rücke ein. Wohin? Ich sag nur Siezenheim, im Salzburgerländle. Ja ich bin in der Schwarzenberkaserne zugeteil. In der Luftraumüberwachung oder Flugabwehr. Jetzt haben die extra wegen mir neue Flieger gekauft. Ich find das spitze, dass ausgerechnet ich die wieder runterschießen darf.

Naja ich hoff ich kann bald einige Bilder hier präsentieren

   
         

 

© 2002 Normann Schwarz