Seminar Kurzwellenfunk beim Roten Kreuz Steiermark
09.06. – 11.06.2006
Über Einladung des Österreichischen Roten Kreuzes (OE1JJB) und dem RK-LV-Steiermark-Kurzwellenfunkgruppe (OE6MRG, DI Richard Messerschmidt) nahmen die OM OE3OLU, OE3KLU und OE1MMU als Vertreter der Rathausstation OE1XKD bzw. Staatsfunkstelle OEK 310 an diesem Seminar teil.
Auf Grund des vorliegenden Ablaufprogramms und der gestellten Anforderungen und Aufgaben traf die Mannschaft der OEK310 mit dem Funkbus der Fa. BÖCK und dem Kurzwellen-Flight-Case (TS 480 und PTCII-Controller) am Freitag nach Anfahrt über die A2 und A9 nach 18.00 Uhr im Ausbildungszentrum Laubegg ein (Vier modernst eingerichtete Lehrsäle sowie drei Seminarräume bieten Platz für bis zu 250 Personen. Infrastruktur WLAN, Referenten-PC mit Internetzugang und Beamer, DVD-, CD-, und VHS-Geräte; Overhead, Visualiser, Funkmikro. 15 EDV-Plätze für Schulungen, im Aufenthaltsbereich gibt es Terminals mit Internetzugang. Eine SAN-Arena, in der Unfallsituationen perfekt nachgestellt werden können, rundet die Ausstattung ab. Diese Anlage befindet sich im ebenfalls neu errichteten Katastrophenlager des Steirischen Roten Kreuzes. Im Neubau und im „Rentamt" stehen 50 Zweibettzimmer zur Verfügung. Alle Zimmer sind mit Dusche, WC, Radio und TV ausgestattet. Selbstverständlich sind auch behindertengerechte Zimmer vorhanden).
Nach der Begrüßung durch OM Richard, OE6MRG, und einem Hausrundgang, wobei besonders die Funkstation (OE6XRK, OEH 61) Interesse fand, bezogen wir Quartier. Im Lehrsaal hatten die RK-Teams aus allen Bundesländern (außer OE2, dort wurde die Kurzwelle beim Roten Kreuz aufgelassen) die Stationen bereits aufgebaut und unsere Kunstantenne gesellte sich zu den anderen, um im Indoorbetrieb mitarbeiten zu können. Die Betriebsarten Pactor I und II sind derzeit Standard auf den vom ÖRK benutzen KW-Frequenzen nächst dem 80 und 40-Meter Band. Das mitgebrachte Equipment im Flight-Case ermöglichte einen schnellen Stationsaufbau. Mit einem gemeinsamen Abendessen im „alten“ Teil der Anlage beendeten wir den ersten Seminartag.
Das Programm am Samstagvormittag beschäftigte sich mit aktuellen Problemen der Kurzwellen-Funkgruppen, dem Abgleich des ÖRK-Funkhandbuches (Aufnahme OEK310!) und der Übermittlung eines Textes mittels Pactor, noch im Lehrsaal.
Der Nachmittag stand im Zeichen einer Außenübung, wobei die Teams und ihre Fahrzeuge am weitläufigen Gelände verteilt wurden. Wir als Gäste – und weil „zufällig“ der Notfunkreferent des ÖVSV anwesend war (hi) – hatten seitens der Seminarleitung den Auftrag, die Leitstation zu übernehmen. Unsere mitgebrachte Ausrüstung ermöglichte eine schnelle Einsatzbereitschaft und bald konnten wir die Stationen OEH 2001, OEH 3101, OEH 4101, OEH 5101, OEH 61, OEH 7101, OEH 8101 und OEH 9101 auf der 80-m-Frequenz in SSB anrufen. Der KW-Funkbetrieb wurde durch den Einsatz von Handfunkgeräten im 4- und 2m-Rotkreuzfunk überlagert. So entstand in kurzer Zeit eine dynamische Übung, die mit gelegentlichen „Einlagen“ = Stress (!!) gewürzt wurde (Ausfall Pactor-Controller, angeordneter Frequenzwechsel uvm). Es bot sich den Teilnehmern eine durchaus realistische Situation, z. B. Hören auf mehreren Frequenzen, die richtige Bedienung des Systems Funkgerät-Controller-Laptop, Bearbeiten und Weiterleiten eines Textes an andere Stationen und KW-Sprechfunkbetrieb als ÖRK-„Staatsfunkstelle“. Unmittelbar danach erfolgte die Übungsnachbesprechung im Lehrsaal, nach dem Abendessen war Zeit für weitere gemütliche Stunden bei privaten Gesprächen und Erfahrungsaustausch.
Der Sonntagvormittag wurde vom RK zur internen Problembearbeitung genutzt, wir machten uns auf den Heimweg nach OE1. Wir freuen uns auf viele Kontakte im Rahmen der monatlichen Funkübungen des ÖRK und auf ein Wiedersehen mit den OM!
Ich danke:
OE1JJB und OE6MRG für die Einladung und Aufnahme der OEK 310 in den Kreis der ÖRK-OEH-Stationen. OE1BAD-Andi Böck für den Funkbus (als perfekte Leitstation vor Ort) OE3KLU und OE3OLU für ihre Unterstützung und Mitarbeit.
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OE1MMU
Michael MARINGER
Referatsleiter Notfunk im ÖVSV-DV



